Verbundleitung sichert Versorgung im Notfall Bad Schussenried und Bad Buchau vernetzen ihre Wasserversorgung

Bad Schussenried und Bad Buchau vernetzen ihre Wasserversorgung
(v. l. n. r.): Herr Bidell (Ingenieurbüro Wassermüller Biberach), Herr Eberhard (Ingenieurbüro Wassermüller, Biberach), Herr Marc Hinder (Kurt Hinder GmbH), Herr Ansgar Roth (Stadt Bad Buchau), Herr Hertle (Technische Werke Schussental GmbH & Co. KG), Herr Sonntag ( Stellv. Kämmerer, Stadt Bad Schussenried), Herr Landtagsabgeordneter Dörflinger, Herr Rueß (Stellv. Bauamtsleiter, Stadt Bad Schussenried), Bürgermeister Herr Peter Diesch (Bad Buchau), Bürgermeister Herr Achim Deinet (Bad Schussenried), beim Spatenstich für die neue Verbundleitung, die für eine sichere Notfallversorgung beider Kommunen mit Trinkwasser sorgt. (Bild: TWS)

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Zu einem symbolischen Spatenstich haben sich Vertreter vom Land Baden-Württemberg, von den Gemeinden Bad Schussenried und Bad Buchau sowie von den ausführenden Baufirmen am Montag (24. Juni) versammelt. Zwischen dem Pumpwerk Schorren in Bad Schussenried und dem Pumpwerk Sattenbeuren des Zweckverbands Wasserversorgung Federseegruppe in Bad Buchau wird eine 800 Meter lange Wasserleitung verlegt.

Diese Verbindungsleitung wird die Versorgungssicherheit der beiden Kommunen weiter erhöhen. Das Land Baden-Württemberg fördert deshalb Investitionen in die Absicherung der Trinkwasserversorgung durch interkommunale Verbünde. Vertreten war das Land durch den Landtagsabgeordneten Thomas Dörflinger. Er betonte in seinem Grußwort, wie elementar wichtig es für die Bevölkerung sei, Wasserversorgungen redundant zu gestalten, um die Menschen auch bei Ausfall eines Systems sicher mit dem lebensnotwendigen Nass versorgen zu können.

Auch Verena Vollmer vom Referat 52 (Gewässer und Boden) des Regierungspräsidiums Tübingen war beim Spatenstich anwesend und wies auf die Signalwirkung dieses Projekts hin. Für Peter Diesch, Bürgermeister von Bad Buchau, und Achim Deinet, Bürgermeister von Bad Schussenried, ist diese Investition ein wichtiger Baustein für die Absicherung im Notfall.

Wasser ist die wichtigste Ressource

Den hohen Stellenwert von Trinkwasser kennen die Bürgermeister der beiden Gemeinden. Achim Deinet sagt: „Mit der neuen Verbundleitung wird die Trinkwasserversorgung der beiden Gemeinden noch sicherer. Auch das ist unsere Aufgabe.“ Peter Diesch ergänzt: „Das Projekt ist ein schönes Beispiel, wie die Zusammenarbeit mit anderen Kommunen gelingen kann. Beide Seiten profitieren von der Verbindung der Wassernetze, das ist eine sehr gute Lösung.“

Die interkommunale Maßnahme kostet rund 830.000 Euro und wird durch das Land Baden-Württemberg gefördert. Verläuft alles planmäßig, dann sind die Arbeiten im August diesen Jahres abgeschlossen.

Beidseitige Absicherung

Durch die Herstellung des Notverbundes ist bei Bedarf eine gegenseitige Versorgung mit einwandfreiem Trinkwasser gewährleistet. „Technische Systeme sind heute sehr sicher, aber eine hundertprozentige Sicherheit kann niemand garantieren. Über die neue Verbundleitung wird im Notfall, wenn z.B. ein Brunnen oder eine Hauptzuleitung ausfällt, Abhilfe geleistet“, erklärt Helmut Hertle, Geschäftsführer der TWS Netz GmbH, die mit der Betriebsführung der Wasserversorgung Bad Schussenried beauftragt ist. Damit die Leitung in einem Notfall sofort einsatzfähig ist und nicht erst gespült werden muss, wird sie regelmäßig für einen sogenannten Hygieneaustausch genutzt.

Trassenverlauf durch Wasserschutzgebiete

Die Trasse für die neue Verbundleitung führt durch Wasserschutzgebiete. Für den Bau mit offenem Graben gelten deshalb besonders hohe Schutzvorkehrungen. Nur die Querung der Landstraße 283 wird mit einem sogenannten Spülbohrverfahren unterirdisch erfolgen. Das hat den Vorteil, dass die Straße durchgehend befahrbar ist. Auf der übrigen Strecke ist diese Technik wegen der geologischen Gegebenheiten nicht einsetzbar. Die gewählte Streckenführung hat sich bei Untersuchungen im Vorfeld als günstigste erwiesen.

(Pressemitteilung: TWS)