Die IG BAU fordert zwei Euro mehr pro Stunde für Reinigungskräfte in vier Landkreisen der Region. Der Mindestlohn soll dadurch auf 17 Euro steigen.
Insgesamt arbeiten nach Angaben der Gewerkschaft rund 5.130 Beschäftigte in der Gebäudereinigung im Bodenseekreis sowie in den Landkreisen Ravensburg, Biberach und Tuttlingen. Sie sind in zusammen 210 Unternehmen der Branche beschäftigt.
Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fordert für Beschäftigte im Gebäudereiniger-Handwerk zwei Euro mehr pro Stunde. Der Mindestlohn in der Gebäudereinigung würde damit auf 17 Euro pro Stunde steigen. Für die Glas- und Fassadenreinigung verlangt die Gewerkschaft künftig einen Stundenlohn von 20,40 Euro.
Mehr als 5.000 Beschäftigte betroffen
Die meisten Reinigungskräfte der vier Landkreise arbeiten im Landkreis Ravensburg. Dort sind es rund 1.990 Beschäftigte in 76 Unternehmen. Im Bodenseekreis zählt die IG BAU rund 1.480 Beschäftigte in 66 Unternehmen. Im Landkreis Biberach arbeiten demnach rund 980 Menschen in 40 Unternehmen der Gebäudereiniger-Branche, im Landkreis Tuttlingen sind es rund 680 Beschäftigte in 28 Unternehmen.
Für den Bodenseekreis sowie die Landkreise Ravensburg und Biberach macht sich die IG BAU Südwürttemberg für die Forderung stark. Deren Vorsitzender Christian Ribatzky sagt zur aktuellen Tarifforderung: „Und das für alle, die professionell im Gebäudereiniger-Handwerk arbeiten – drinnen in Altenheimen oder Betrieben genauso wie draußen an der Fensterfassade“.
Im Landkreis Tuttlingen kommt die Forderung von der IG BAU Südbaden. Die Vorsitzende Petra Harich formuliert sie mit denselben Worten: „Und das für alle, die professionell im Gebäudereiniger-Handwerk arbeiten – drinnen in Altenheimen oder Betrieben genauso wie draußen an der Fensterfassade“.
Gewerkschaft verweist auf steigende Preise
Als Begründung für die Lohnforderung verweist die IG BAU auf die Preisentwicklung. Christian Ribatzky erklärt für den Bodenseekreis sowie die Landkreise Ravensburg und Biberach: „Die Inflation ist jetzt wieder nach oben gegangen. Die Preise ziehen an: Mieten, Sprit, Lebensmittel. Das trifft die Reinigungskräfte härter als die meisten anderen, weil sie viel zu wenig verdienen – vor allem auch für die harte Arbeit, die sie machen. Es wird deshalb Zeit, beim Lohn in der Gebäudereinigung aufzuholen“.
Auch Petra Harich begründet die Forderung für den Landkreis Tuttlingen wortgleich: „Die Inflation ist jetzt wieder nach oben gegangen. Die Preise ziehen an: Mieten, Sprit, Lebensmittel. Das trifft die Reinigungskräfte härter als die meisten anderen, weil sie viel zu wenig verdienen – vor allem auch für die harte Arbeit, die sie machen. Es wird deshalb Zeit, beim Lohn in der Gebäudereinigung aufzuholen“.
Die Tarifverhandlungen sollen nach Angaben der IG BAU noch im September starten.