Stadt informiert Ehrenamtliche über Unterstützungsmöglichkeiten

Stadt informiert Ehrenamtliche über Unterstützungsmöglichkeiten
68 Frauen und Männer waren in der Feuerwache, um sich zu informieren und sich mit erfahrenen ehrenamtlichen Helfenden auszutauschen. (Bild: Stadt Friedrichshafen)
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Redaktion

Friedrichshafen – Bei einem Informationsabend in der Feuerwache Friedrichshafen informierten Vertreterinnen und Vertreter mehrerer städtischer Ämter und Ehrenamtliche aus den bestehenden Helferkreisen über Möglichkeiten, wie interessierte Ehrenamtliche die Stadt bei der Hilfe für die Menschen aus der Ukraine unterstützen können.

„Die Hilfsbereitschaft in Friedrichshafen gegenüber den Flüchtenden aus der Ukraine ist überwältigend. Viele Menschen haben sich bei der Stadt gemeldet und ihre Hilfe bei der Alltagsbegleitung, bei Übersetzungen und mit Wohnungen angeboten. Dafür danke ich Ihnen sehr herzlich“, so Ines Weber, Leiterin des Amtes für Soziales, Familie und Jugend der Stadt Friedrichshafen.

Viele Menschen, die sich ehrenamtliche engagieren wollen, haben Fragen zu ganz unterschiedlichen Themen. Um diese Fragen zu beantworten, lud die Stadt zu einem Info-Abend ein. 68 Frauen und Männer waren in die Feuerwache gekommen, um sich zu informieren und sich mit erfahrenen ehrenamtlichen Helfenden auszutauschen.

„Wir freuen uns, dass Sie sich ehrenamtlich engagieren möchten. Deshalb ist es uns wichtig, Ihre Fragen zu beantworten und uns mit Ihnen auszutauschen“, so Petra Schömer, stellvertretende Leiterin des Amtes für Bürgerservice, Sicherheit und Ordnung. Bis zum 23. März sind 314 ukrainische Flüchtlinge nach Friedrichshafen gekommen, darunter 43 Kinder unter sechs Jahren und 75 Kinder im Alter zwischen sieben und 16 Jahren

Interessant und informativ für die Anwesenden waren die Erfahrungsberichte aus den beiden bisherigen Helferkreisen West und St. Columban. Annemarie Fricker und Dr. Sabine Proll berichteten von ihrer Arbeit und ihren Erfahrungen mit den geflüchteten Menschen. Anschließend gab es eine Fragerunde, von der reger Gebrauch gemacht wurde.

Danach ging es in die Gruppenarbeit. An verschiedenen Thementischen präsentierten Mitarbeitende der Stadt zusammen mit Ehrenamtlichen unterschiedliche Themenfelder wie Begegnung/Freizeit, Begleitung und Betreuung, Mobilität, Sprachförderung, Kinderbetreuung, Gesundheit, Spenden und Unterbringung. Dort konnten die Teilnehmenden ganz konkret Fragen zu den verschiedenen Themen an die „Fachleute“ stellen oder ihre Ideen anbringen.

Wenn die Menschen aus der Ukraine in Friedrichshafen ankommen, werden sie zunächst von den städtischen Integrationsmanagerinnen und Integrationsmanagern begleitet. Sie sind Ansprechpartner für alle Anliegen der Geflüchteten, kennen die rechtlichen Grundlagen und sind Ansprechpartner bei Behördengängen.

Um die Vielfalt der Aufgaben zu bewältigen, braucht die Stadt die Hilfe und die Unterstützung von Ehrenamtlichen. Sie können beispielsweise beim Ausfüllen von Anträgen oder bei alltagspraktischen Dingen wie der Begleitung zu Terminen unterstützen. Wichtig ist die Arbeit der ehrenamtlichen Dolmetscherinnen und Dolmetscher, um Sprachbarrieren zu minimieren.

„Es war uns wichtig, die Ehrenamtlichen zu informieren, uns direkt mit ihnen auszutauschen und sie kennen zu lernen. Deshalb haben wir uns entschieden, die Veranstaltung in Präsenz zu machen“, so Ines Weber. Viel Zeit gab es an diesem Abend für die Teilnehmenden, um miteinander ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen. „Die Zeit für die direkten Gespräche wurde von den Anwesenden sehr positiv beurteilt“, so Natascha Garvin, Leiterin der Abteilung Integration im Amt für Soziales, Familie und Jugend.

Alles in allem zogen die Organisatoren des Abends und die teilnehmenden Ehrenamtlichen eine positive Bilanz. Man war sich darüber einig, dass ein solcher Austausch wichtig und sinnvoll war.

Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren möchten, können sich jederzeit per E-Mail bei ukraine@friedrichshafen.de melden. Die Antwort der eingehenden Anfragen kann – wegen der Menge der Eingänge – ein paar Tage dauern. Dafür bittet die Stadt um etwas Geduld. Jede Anfrage wird beantwortet.

Viele Fragen können eventuell schon im Vorfeld beantwortet werden. Dazu hat die Stadt Friedrichshafen unter www.friedrichshafen.de/ukraine eine Internetseite eingerichtet. Dort werden häufig gestellte Fragen beantwortet. Die Seite wird laufend aktualisiert.

(Pressemitteilung: Stadt Friedrichshafen)