Berufsausbildungen und Berufsvorbereitung Viele Jugendliche im Berufsbildungswerk Adolf Aich gestartet

Viele Jugendliche im Berufsbildungswerk Adolf Aich gestartet
Im Liebenau Berufsbildungswerk in Ravensburg haben auch in diesem Jahr wieder Jugendliche ihre Zimmerer- oder Maurer-Ausbildung gestartet. BBW-Geschäftsführer Christian Braun (links) und ihre Ausbilder Tobias Lutz, Michael Leberer und Heiko Beermüller haben sie bei der feierlichen Aufnahme willkommen geheißen. (Bild: Stiftung Liebenau)

WOCHENBLATT

Zukünftige Fachkräfte sind auf dem Arbeitsmarkt sehr gefragt

Bedeutende Veränderungen und Neues sind meistens aufregend. Kein Wunder herrschte im Liebenau Berufsbildungswerk Adolf Aich (BBW) in Ravensburg bei den Aufnahmefeiern freudig aufgeregte Stimmung sowohl bei den Jugendlichen als auch bei ihren Angehörigen oder Betreuern: 103 junge Menschen mit erhöhtem Förderbedarf begannen an der Einrichtung der Stiftung Liebenau ihre mehrjährige Berufsausbildung. Außerdem starteten 77 ihre Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BVB), neun weitere starten sie im nächsten Monat.

Gemeinsam Mögliches machbar machen

BBW-Geschäftsführer Christian Braun ermutigte die neuen Auszubildenden bei der Begrüßung: „Schauen Sie von Tag zu Tag und lassen Sie sich von den neuen Eindrücken nicht aus der Ruhe bringen.“ Wichtigstes Anliegen des BBW sei, „das Mögliche machbar machen“. 60 der 103 Auszubildenden absolvierten zuvor die BVB-Maßnahme am BBW in Ravensburg.

Die Ausbildungsstätte bietet über 50 Ausbildungen in verschiedenen Berufsfeldern wie Bau, Holz, Fahrzeugtechnik, Metall, Lager, Verkauf oder Büro und IT.

Zu den über 50 Berufsausbildungen am Liebenau Berufsbildungswerk in Ravensburg gehört auch die Ausbildung „Büro & IT“, die bei Jugendlichen auch sehr gefragt ist. Die Ausbilder (v.r.n.l) Nurgül Özkayit-Inanc und Hans-Peter Hofherr bringen ihnen die Inhalte dafür bei.
Zu den über 50 Berufsausbildungen am Liebenau Berufsbildungswerk in Ravensburg gehört auch die Ausbildung „Büro & IT“, die bei Jugendlichen auch sehr gefragt ist. Die Ausbilder (v.r.n.l) Nurgül Özkayit-Inanc und Hans-Peter Hofherr bringen ihnen die Inhalte dafür bei. (Bild: Stiftung Liebenau)

Dank an Arbeitsagenturen

Alle der diesjährigen Ausbildungsabsolventen haben ihre Abschlussprüfung bestanden und somit eine solide Basis für ihr Berufsleben geschaffen. Als Fachkräfte sind BBW-Absolvierende sehr gefragt, wie ihre hohe Vermittlungsquote auf dem ersten Arbeitsmarkt zeigt.

Damit dies alles gelingt, haben die Mitarbeitenden vom BBW jederzeit ein offenes Ohr für die Anliegen und Fragen der Jugendlichen. Oliver Schweizer, Leiter Bildungsbegleiter, dankte den beteiligten Arbeitsagenturen für ihr Vertrauen, das sie dem BBW entgegenbringen. Den jungen Menschen versicherte er, dass sich das Team vom BBW auf sie freut.

Intensive Begleitung von Anfang an

Gestartet sind auch 77 BVB-Teilnehmende. Sie werden im Laufe des kommenden Jahres gefördert und beruflich geschult, um ihnen den Einstieg in eine Berufsausbildung oder eine Arbeit zu erleichtern. In ungezwungener Atmosphäre lernten sie zunächst ihre Bildungsbegleiter und ihre Gruppe kennen, erhielten ihre Schülerausweise sowie Informationen zu den bevorstehenden Einführungstagen.

In der Phase des Ankommens gibt es für sie Aktionen wie Sicherheitsunterweisungen, einen BBW-Rundgang, aber auch Stadtführungen sowie Training und Kennenlernen der öffentlichen Verkehrsmittel. Hintergrund ist, dass sich die teils noch sehr jungen Teilnehmenden im Alter von circa 16 bis 18 Jahren schnell und gut in der fremden Umgebung zurechtfinden.

„Ein gelingendes Ankommen ist für das Wohlbefinden der Jugendlichen in dieser Berufsfindungsphase wichtig,“ begründet Bildungsbegleiter Schweizer.

Mehr als 200 Jugendliche im Internat

Die Jugendlichen kommen aus Bayern und Baden-Württemberg. 44 der neuen BVB-Teilnehmenden wohnen künftig im Internat oder einer angeschlossenen Wohnung. Intensiv begleitet werden sie auch in der Unterkunft von Fachkräften des BBW. Timo K. ist Autist und gehört zu den Neuen.

Er meinte: „Ich habe gleich gespürt, dass meine Meinung gefragt ist.“ Für ihn und die anderen Jugendlichen bedeutet der Eintritt in die BVB ein großer Schritt in die Selbstständigkeit. Timo K. will in der Zeit herausfinden, was er besonders gut kann und welcher Beruf ihm Freude bereitet.

Unter den insgesamt 219 Internatsbewohnern leben während ihrer Ausbildung auch 18 der neuen Auszubildenden.

(Pressemitteilung: Stifung Liebenau)