Protest gegen Sparpläne Zahlreiche Arztpraxen bleiben am Mittwoch in Baden-Württemberg geschlossen

Zahlreiche Arztpraxen bleiben am Mittwoch in Baden-Württemberg geschlossen
Viele Arzt- und Psychotherapeutenpraxen in Baden-Württemberg beteiligen sich an einem Protesttag und bleiben deshalb vorübergehend geschlossen. (Symbolbild: KI-generiert)
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Patientinnen und Patienten müssen sich am Mittwoch auf Einschränkungen in der ambulanten Versorgung einstellen. Viele Arzt- und Psychotherapeutenpraxen beteiligen sich an einem landesweiten Protesttag.

Auf Initiative der größten Berufsverbände bleiben am Mittwoch in Baden-Württemberg zahlreiche Arzt- und Psychotherapeutenpraxen geschlossen. Die Mediziner protestieren damit gegen die Sparpläne des Bundes im Gesundheitswesen.

Für Notfälle haben die Praxen nach Angaben der Organisatoren Vertretungsregelungen eingerichtet. Diese seien jedoch nur eingeschränkt leistungsfähig.

Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) unterstützt die Protestaktion. „Die Arzt- und Psychotherapeutenpraxen sind unverhältnismäßig hoch von den Maßnahmen betroffen. Damit wird der Bereich besonders belastet, der den Löwenanteil in der Versorgung leistet und zudem besonders sparsam und effizient arbeitet“, erklärt der KVBW-Vorstandsvorsitzende Dr. Karsten Braun.

Kritik an geplanten Kürzungen

Braun verweist darauf, dass Ärzte und Psychotherapeuten bereits seit Jahren zur Finanzierung des Gesundheitswesens beitragen würden. Durch nicht vergütete Leistungen innerhalb der Budgetierung seien nach seinen Angaben Milliardenbeträge eingespart worden.

„Weiter ärgert es uns massiv, dass der Bund seinen Beitrag mit dem Hinweis auf die leeren Haushaltskassen nicht leistet“, so Braun.

Auch die stellvertretende Vorstandsvorsitzende Dr. Doris Reinhardt warnt vor den Folgen für die medizinische Versorgung. „Wir haben als Beteiligte im Gesundheitswesen einen Job zu erledigen, indem wir die Versorgung sicherstellen. Das wird angesichts des Ärztemangels immer schwieriger, was die Bürgerinnen und Bürger jeden Tag merken. Jetzt werden die Hürden noch höher, da Termine wegfallen werden.“

Warnung vor langfristigen Folgen

Nach Ansicht der KVBW gibt die eintägige Praxisschließung einen Vorgeschmack auf mögliche dauerhafte Auswirkungen des geplanten GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes.

Die Vorstände befürchten, dass Praxen bei einer Verabschiedung des Gesetzes gezwungen wären, ihr Versorgungsangebot stärker an den verfügbaren Einnahmen auszurichten. Ein Ausbau oder eine Verbesserung der ambulanten Versorgung sei bei sinkender Vergütung nicht möglich.

(Quelle: KVBW)

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.