Nachruf Otto Panzer: Unternehmer mit großer sozialer Kompetenz

Otto Panzer: Unternehmer mit großer sozialer Kompetenz
(Bild: Privat)

Mit Otto Panzer verstarb vor kurzer Zeit eine vielschichtige Persönlichkeit. Er war nicht nur Mittelpunkt seiner Familie, sondern auch als erfolgreicher Inhaber einer Fahrschule in der Region bekannt. Lange Zeit war er als Fußballer für den TSV Riedlingen aktiv, sein außerordentliches Engagement für den Erhalt des Riedlinger Krankenhauses war beispielgebend.

Panzer liebte den Fußball, für die Rothosen stand er ab der Volljährigkeit für rund 20 Jahre als Aktiver auf dem Platz. Danach stellte er sich intern in die Dienste des TSV und war lange Zeit für die AH verantwortlich. Von 1998 bis 2003 übernahm Panzer den TSV als Gesamtvorsitzender. Für seine Verdienst wurde Otto Panzer zum Ehrenmitglied beim TSV ernannt.

Als Inhaber einer Fahrschule bildete er erfolgreich tausende Fahrschüler der Region aus. Neben den Führerscheinkursen war er auch im Bereich Nachschulungen tätig.

Schon vor einer Informationsveranstaltung zu den Kliniken im Landkreis Biberach im Herbst 2010, wurde vielen Bürgern der Region bewusst, dass das Riedlinger Krankenhaus gefährdet ist. Als Ursula Craemer und Ingrid Held eine Unterschriftenaktion organisierten, mit der die Menschen den Erhalt des Krankenhauses forderten, lamentierte Panzer nicht lange, er packte mit an. Bis zur Gründung der Bürgerinitiative kämpfte er in erster Reihe leidenschaftlich und mit deutlichen Worten für den Erhalt der Klinik. Dabei nahm er sogar persönliche Angriffe in Kauf. Obwohl Panzer im Laufe der Jahre gesundheitlich zunehmend beeinträchtigt war, verfolgte er die Bemühungen um eine gute medizinische Versorgung im Raum Riedlingen mit großem Interesse.

Großer Respekt für seinen Einsatz um eine gute Gesundheitsversorgung in Riedlingen ist den Worten von Axel Henle, ehemals zweiter Vorsitzender der Bürgerinitiative, zu entnehmen: „Wir trauern um Otto Panzer, Gründungsmitglied der Bürgerinitiative zum Erhalt des Riedlinger Krankenhauses. Seit 2011 setzte er sich mit einem großen persönlichen Einsatz, klaren Worten und großem Organisationstalent für die Gesundheitsversorgung in Riedlingen ein und prägte Aktionen wie die Menschenkette um das Krankenhaus 2012 entscheiden mit. Sein beharrlicher Einsatz hat dazu beigetragen, dass heute mit dem entstehenden OP-Zentrum eine zukunftsfähige Nachfolgestruktur bei der medizinischen Versorgung der Bürger unserer Region geschaffen werden konnte.“

Zur Trauer um einen Menschen, der das Herz am rechten Fleck hatte, mischt sich die bittere Erkenntnis bei denjenigen, die die Geschehnisse der letzten 15 Jahre aufmerksam verfolgten, dass Otto – wie ihn seine Freunde nannten – die Inbetriebnahme des AMD nicht mehr miterleben darf.