Bodensee-Wasserversorgung startet die „Zukunftsquelle-Tour“

Welcher Aufwand erforderlich ist, damit auch kommende Generationen vom Trinkwasser aus Deutschlands größtem See profitieren können, zeigt der Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung mit seiner „Zukunftsquelle-Tour“.
Welcher Aufwand erforderlich ist, damit auch kommende Generationen vom Trinkwasser aus Deutschlands größtem See profitieren können, zeigt der Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung mit seiner „Zukunftsquelle-Tour“. (Bild: pixabay)

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Um die Trinkwasserversorgung von rund vier Millionen Menschen in Baden-Württemberg langfristig zu sichern, plant die Bodensee-Wasserversorgung das Projekt „Zukunftsquelle. Wasser für Generationen“. Im Juli tourt der Zweckverband durch sein Verbandsgebiet und stellt an zehn Orten das Jahrhundertprojekt mit Angeboten für Groß und Klein vor.

Hitze und Trockenheit führen uns die Bedeutung einer sicheren Versorgung mit Trinkwasser drastisch vor Augen. Welcher Aufwand erforderlich ist, damit auch kommende Generationen vom Trinkwasser aus Deutschlands größtem See profitieren können, zeigt der Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung mit seiner „Zukunftsquelle-Tour“, die im Juli an zehn Standorten in Baden-Württemberg gastiert. Von Sipplingen bis Walldürn sind interessierte Bürgerinnen und Bürger aller Altersklassen eingeladen, sich über das Großprojekt zu informieren.

„Für viele Millionen Menschen im Land ist es ganz selbstverständlich, ihr Trinkwasser vom Bodensee zu erhalten“, so der Verbandsvorsitzende Michael Beck, Oberbürgermeister von Tuttlingen. „Doch dahinter stecken hohe Ingenieurskunst, politischer Wille und umfangreiche Investitionen in die Infrastruktur. Dies möchten wir den Menschen begreiflich machen und daher bringen wir die ‚Zukunftsquelle‘ zu ihnen!“

Spiel und Spaß mit Quaggamuschel und Spurensuche

Neben Informationsmaterialien rund um das Projekt bieten die eintägigen Tour-Stopps auch themenbezogene Spielstationen, die vor allem Kinder und Jugendliche ansprechen. Beim „Quaggafischen“ beispielsweise dürfen Kinder Muscheln aus dem Wasser fischen, die sich sonst in den Wasserleitungen festsetzen würden, und dabei glänzende Schätze zum Vorschein bringen. Bei der Station „Spurensuche“ gilt es, auf dem Gelände versteckte Antworten auf Fragen rund um das Projekt Zukunftsquelle zu finden.

Am Wasserwagen vor Ort können sich alle mit einem Glas Trinkwasser erfrischen. Darüber hinaus wird es ein Gewinnspiel geben, bei dem Teilnehmende mit etwas Glück eine Übernachtung in Sipplingen inklusive Besichtigung der Aufbereitungsanlagen der Bodensee-Wasserversorgung gewinnen können.

Haltestellen der Zukunftsquelle-Tour 2023

Tuttlingen, Marktplatz07.07.2023, 09.30 – 16.30 Uhr
Reutlingen, Marktplatz12.07.2023, 10.30 -17.00 Uhr
Tübingen, Marktplatz13.07.2023, 10.30 -17.00 Uhr
Stuttgart, Schlossplatz14.07.2023, 10.30 -17.00 Uhr
Sinsheim, Allee Ecke Friedrichsstraße am ovalen Platz18.07.2023, 10.30 -17.00 Uhr
Besigheim, Marktplatz19.07.2023, 10.30 -17.00 Uhr
Heilbronn, Kiliansplatz20.07.2023, 10.30 -17.00 Uhr
Walldürnam Schlossplatz, Burgstraße 825.07.2023, 10.30 -17.00 Uhr

Änderungen vorbehalten.

Großprojekt für kommende Generationen

Mit dem Projekt Zukunftsquelle wird die Bodensee-Wasserversorgung die Trinkwasserversorgung von mehr als vier Millionen Menschen aus 320 Städten und Gemeinden Baden-Württembergs für die nächsten Jahrzehnte sichern. Der Verband investiert mit dem Großprojekt in den Erhalt und die Zukunftsfähigkeit der kritischen Infrastruktur, indem Entnahme-, Förder- und Aufbereitungsanlagen am Bodensee ausgebaut und modernisiert werden sollen. Nach heutiger Schätzung werden die Gesamtkosten für das Projekt Zukunftsquelle mehrere hundert Millionen Euro betragen.

Realisierung bis 2041

Nach aktuellem Stand starten die Bauausführungen nicht vor dem Jahr 2024. Bis 2041 werden diese voraussichtlich beendet sein. Das Bauvorhaben ist in drei Realisierungsstufen unterteilt, sodass während des langen Bauzeitraumes neue oder erweiterte Anlagenteile sukzessive nutzbar gemacht werden können.

Der Grund für die aufwändigen und langwierigen Maßnahmen: Teile der Entnahme- und Förderanlagen in Sipplingen am Bodensee nähern sich nach über 60 Jahren im Betrieb ihrer Altersgrenze und müssen ersetzt oder erneuert werden.

Die zunehmende Ausbreitung der invasiven Quagga-Muschel in den technischen Anlagen erfordert außerdem den Bau neuer Seewasserwerke und Rohrleitungen sowie die Integration neuer, angepasster Trinkwasseraufbereitungstechnologien.

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie unter www.zukunftsquelle.de sowie www.bodensee-wasserversorgung.de/projekt-zukunftsquelle.

(Pressemitteilung: Bodensee-Wasserversorgung)