Kreissparkasse Tuttlingen begleitet Kunden durch herausforderndes Jahr

Kreissparkasse Tuttlingen begleitet Kunden durch herausforderndes Jahr
v.l.n.r. Markus Waizenegger, Vorsitzender des Vorstandes, und Wilfried Sauter, Mitglied des Vorstandes. (Bild: Kreissparkasse Tuttlingen)

WOCHENBLATT

Trotz der sehr herausfordernden Rahmenbedingungen kann die Kreissparkasse Tuttlingen auf ein solides Geschäftsjahr 2023 zurückblicken. Das Geldhaus hat die Geschäftszahlen für das vergangene Jahr vorgestellt.

Im Ergebnis erzielt die Kreissparkasse Tuttlingen einen Jahresüberschuss von 6,15 Mio. Euro. Mit dem erwirtschafteten Überschuss kann das Eigenkapital und damit die Substanz weiter gestärkt werden. Demnach erhöht die Kreissparkasse Tuttlingen ihr Eigenkapital um 33 Mio. Euro auf ca. 600 Mio. Euro. Die Eigenmittelquote beläuft sich auf rund 20 Prozent und liegt damit deutlich über dem Durchschnitt der Sparkassen in Baden-Württemberg.

Das schwache konjunkturelle Umfeld im vergangenen Geschäftsjahr spiegelt sich auch in der unveränderten Bilanzsumme der Kreissparkasse Tuttlingen mit rund 4,4 Mrd. Euro wider. „Unsere Position als verlässlicher Finanzpartner in der Region war im vergangenen Jahr aber mehr denn je gefragt. Die Unsicherheit der Unternehmen und Privaten war spürbar und die Beratungs- intensität höher.“ so Markus Waizenegger, Vorsitzender des Vorstandes der Kreissparkasse Tuttlingen. „Im Ergebnis war 2023 in der Breite eine zurückhaltende Investitionsbereitschaft von Unternehmen und Privaten zu erkennen“, so Waizenegger. Der Bestand an Kundenkrediten beläuft sich zum Stichtag auf

2,9 Mrd. Euro und liegt nur leicht über dem Vorjahreswert. Die Herausforderungen, die sich für die gewerblichen und privaten Kunden ergeben, will die Kreissparkasse annehmen. „Wir sind froh, dass wir eine gute Substanz aufgebaut haben. Diese erlaubt es uns, unsere Kunden gerade auch durch anspruchsvolle Zeiten eng zu begleiten“, so Markus Waizenegger.

Im Bereich des privaten Wohnungsbaus ist die Entwicklung ernüchternd. 2023 war ein Jahr großer Unsicherheit beim Bau, der Renovierung und dem Erwerb von Immobilien. Maßgeblich für die Zurückhaltung waren neben der Zinswende die stark steigenden Bau- und Energiekosten sowie weiterhin hohe Erwerbskosten.

Die Zusagen für private Immobilienkredite sind um über die Hälfte eingebrochen. Insgesamt hat das Geldhaus im vergangenen Jahr rund 96 Mio. Euro an neuen Finanzierungen zugesagt. Hingegen ist ein reges Interesse im Bauspargeschäft vorhanden. Im Bausparen verzeichnet die Kreissparkasse ein Neugeschäft in Höhe von rund 50 Mio. Euro. Um den gestiegenen Zinsen entgegenzutreten, sichern sich viele Menschen mit einem Bausparvertrag vergleichsweise günstige Zinsen für Anschlussfinanzierungen, eröffnen sich Möglichkeiten zum Immobilienerwerb und zur Renovierung.

Der Bausparvertrag ist ein hervorragender Baustein zum Immobilienerwerb und -erhalt, und damit auch für die eigene Absicherung im Alter. Durch die Wohnungsbauprämie als auch die Erhöhung der Einkommens- grenzen bei der Arbeitnehmer-Sparzulage im Jahr 2024 werden weitere Kunden von staatlichen Förderungen in diesem Bereich unterstützt.

Der Bestand der Kundeneinlagen und Wertpapierersparnisse ist 2023 um fünf Prozent auf insgesamt 4,3 Mrd. Euro gewachsen. Die Einlagen im Bereich der klassischen Spareinlagen konnte die Kreissparkasse trotz dynamischer Wettbewerbssituation im vergangenen Jahr halten. Das Wachstum der Ersparnisse ist fast ausschließlich auf Wertpapierersparnisse zurückzuführen. „Als Vermögenspartner Nummer eins in der Region freut es uns, dass unsere Kunden sehr weitsichtig mit ihrem Geld umgegangen sind und Wertpapiersparen sowie -anlagen für ihre Vermögensbildung weiterhin gefragt waren.“ betont Waizenegger.

Die Inflation sorgte auch bei der Kreissparkasse Tuttlingen für steigende Kosten. Die Sach- und Personalaufwendungen sind insgesamt um rund acht Prozent gestiegen. Die erhöhten Kosten sind insbesondere auf IT, Regulatorik als auch auf die Tariferhöhung im vergangenen Jahr zurückzuführen. „Es ist uns durch unser fokussiertes Kostenmanagement gelungen, den Anstieg der Kosten im Rahmen zu halten. Unsere Kosten-Ertrags- Relation sieht im Vergleich zum Durchschnitt aller Sparkassen in Baden-Württemberg sehr gut aus.“ so Wilfried Sauter, Mitglied des Vorstandes der Kreissparkasse Tuttlingen.

Die Kreissparkasse Tuttlingen investiert weiterhin sowohl in die digitale als auch in die Infrastruktur vor Ort, der Kunde entscheidet auf welchem Kanal er die Sparkasse aufsucht: „Unsere Finanzdienstleistungen bieten wir sowohl persönlich als auch online an. Jedoch hat sich das Nutzungsverhalten der Kunden bei Serviceleistungen deutlich verändert“, so Sauter.

Das vergangene Jahr hat die Kreissparkasse intensiv an ihrer Beratungs- und Servicestruktur gearbeitet und an die bestehenden Rahmenbedingungen ausgerichtet. „Im Ergebnis werden wir uns ab Juli 2024 zielgerichteter auf die Serviceanliegen unserer Kunden einstellen. Über ein Kunden-Service- Center, hier bei uns in der Hauptstelle in Tuttlingen, werden telefonische Serviceanliegen gebündelt und professionell bearbeitet. Der Kundennutzen und die Kundenzufriedenheit stehen dabei im Vordergrund. Wir sind überzeugt, dass wir dadurch die Kundenzufriedenheit im Bereich der Servicedienstleistungen steigern.“ so Waizenegger.

2023 hat das Geldhaus mit mehr als 680 Tsd. Euro das gesellschaftliche Engagement in der Region gefördert. Die Summe stellt sich aus Spenden, Sponsoringbeiträgen und dem Sozialen Zweckertrag aus dem PS-Sparen zusammen. Daneben ist die Kreissparkasse Tuttlingen einer der größten Steuerzahler in der Region. Die Ertragssteuern für das vergangene Geschäftsjahr, die der Region zugutekommen, belaufen sich auf rund 20 Mio. Euro.

„Unser Dank gilt unseren Kunden und Mitarbeitern für das Vertrauen und die Unterstützung im vergangenen Jahr. Wir sind stolz darauf, gemeinsam einen Beitrag zur Entwicklung unserer Region leisten zu können“, so Waizenegger.

(Pressemitteilung: Kreissparkasse Tuttlingen)