Die Kriminalität in Deutschland ist 2025 insgesamt zurückgegangen. Auch die Gewaltkriminalität sank erstmals seit 2021 leicht. Gleichzeitig zeigen die neuen Zahlen jedoch: In einigen Bereichen gibt es weiterhin besorgniserregende Entwicklungen.
Besonders auffällig ist der erneute Anstieg tatverdächtiger Kinder sowie die weiterhin hohe Zahl nichtdeutscher Tatverdächtiger.
Weniger Straftaten – gemischtes Bild bei Gewalt
Insgesamt registrierte die Polizei rund 5,5 Millionen Straftaten – ein Rückgang um 5,6 Prozent. Auch die Zahl der Tatverdächtigen sank auf etwa 2,05 Millionen (-5,9 Prozent). Die Aufklärungsquote blieb mit 57,9 Prozent nahezu stabil.
Bei der Gewaltkriminalität zeigt sich ein leichter Rückgang (-2,3 Prozent). Auch weniger Jugendliche und Zuwanderer wurden als Tatverdächtige erfasst. Gleichzeitig stieg jedoch die Zahl tatverdächtiger Kinder erneut an (+3,3 Prozent). Nichtdeutsche Tatverdächtige sind mit rund 43 Prozent weiterhin deutlich überrepräsentiert.
Mehr Sexualdelikte und neue Herausforderungen
Besorgniserregend ist der Anstieg bei schweren Sexualdelikten: Die Zahl der Vergewaltigungen stieg um 9 Prozent. Seit 2018 haben sich die Fallzahlen in diesem Bereich deutlich erhöht. Opfer sind überwiegend Frauen, die Täter meist aus dem persönlichen Umfeld.
Auch im digitalen Raum wächst die Kriminalität weiter. Während Betrugs- und Cyberdelikte im Inland leicht zurückgingen, nehmen Taten aus dem Ausland deutlich zu. Besonders beim Online-Betrug steigen die Schäden erheblich.
Ein weiteres Problem bleibt die Drogenkriminalität: Trotz eines Rückgangs bei Cannabisdelikten nehmen Fälle mit Kokain, neuen psychoaktiven Stoffen und Methamphetamin zu.
Sicherheit bleibt Thema
Die begleitende Dunkelfeldstudie zeigt: Das Sicherheitsgefühl der Menschen ist grundsätzlich stabil. Gleichzeitig fühlen sich viele nachts unsicher – besonders im öffentlichen Nahverkehr, an Bahnhöfen oder in Parks.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt betont, der Rückgang der Gewaltkriminalität sei „ein Anfang, aber kein Grund zur Entwarnung“. Sicherheit bleibe eine zentrale Aufgabe des Staates.
(Quelle: Bundesministerium für Inneres, Kriminalstatistik 2025 BKA)