Klimawandel Wenn der Sommer zu trocken wird: Wie sich Gartenbesitzer jetzt wappnen

Wenn der Sommer zu trocken wird: Wie sich Gartenbesitzer jetzt wappnen
(Symbolbild: Stefan Schweihofer / Pixabay)
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Wer in den vergangenen Sommern einen Garten hatte, weiß es: Hitze und Trockenheit können Wochen dauern — und was davon übrig bleibt, sieht man im August. Vertrockneter Rasen, welke Beete, ausgedörrte Hecken. Die Frage ist längst nicht mehr ob, sondern wann das nächste Trockenjahr kommt. Und wer dann nicht vorbereitet ist, schaut hilflos zu.

Dabei gibt es praktische Maßnahmen, mit denen Gartenbesitzer sich rechtzeitig wappnen können — ohne großen Aufwand und ohne teure Umbaumaßnahmen.

Bewässerung nicht dem Zufall überlassen

Das häufigste Problem in Trockensommern ist schlicht fehlende Wasserversorgung. Wer seinen Garten ausschließlich mit dem Gartenschlauch bewässert, verliert Zeit, verbraucht mehr Wasser als nötig und erzielt trotzdem ungleichmäßige Ergebnisse. Eine durchdachte Lösung ist die Kombination aus Regenwassertank und einer leistungsstarken Pumpe.

Regenwasser lässt sich über das ganze Jahr sammeln — und mit der richtigen Technik effizient in den Garten bringen. Eine gute Gartenpumpe für Zuhause sorgt dabei für den nötigen Druck, um auch größere Flächen zuverlässig zu bewässern. Moderne Geräte arbeiten energieeffizient, schalten sich bei Bedarf automatisch ein und aus, und sind einfach zu installieren.

Mulchen schützt den Boden

Neben der aktiven Bewässerung hilft Mulchen dabei, Feuchtigkeit im Boden zu halten. Eine Schicht aus Rindenmulch, Stroh oder Rasenschnitt reduziert die Verdunstung erheblich — besonders rund um Sträucher, Stauden und Gemüsebeete. Wer regelmäßig mulcht, muss deutlich seltener gießen.

Hitzeresistente Pflanzen einplanen

Langfristig lohnt es sich, beim Neuanlegen von Beeten auf trockenheitsresistente Pflanzen zu setzen. Lavendel, Salbei, Fetthenne und viele mediterrane Kräuter kommen mit wenig Wasser aus und behalten auch in Hitzeperioden ihre Farbe. Wer gemischte Beete anlegt, kombiniert am besten wasserliebende Pflanzen in Zonen, die leicht zu bewässern sind, mit robusten Arten an trockeneren Stellen.

Rasen: Weniger ist mehr

Den Rasen täglich zu wässern ist weder notwendig noch sinnvoll. Experten empfehlen stattdessen seltenes, aber tiefes Gießen — idealerweise früh morgens, bevor die Sonne die Feuchtigkeit sofort wieder verdunstet. Wer seinen Rasen außerdem etwas höher stehen lässt, schützt den Boden vor direkter Sonneneinstrahlung und hält die Wurzeln länger feucht.

Jetzt handeln, nicht warten

Die wichtigste Empfehlung: nicht warten, bis die nächste Hitzewelle da ist. Regentanks füllen sich nur, wenn es regnet — und Pumpen kauft man am besten nicht im Juli, wenn alle anderen dasselbe tun. Wer jetzt vorsorgt, ist im Sommer entspannt.