Tödlicher Bergunfall Nächtliches Drama: 19-Jähriger stirbt auf der Zugspitze

Nächtliches Drama: 19-Jähriger stirbt auf der Zugspitze
Nächtliches Drama an der Zugspitze: Junger Wanderer aus Deutschland stürzt in den Tod. (Symbolbild: Alexander Reshnya // iStock / Getty Images Plus)

Zwei 19-Jährige wollten letzten Donnerstag über den Klettersteig „Stopselzieher“ auf die Zugspitze (2.962 m). Ihre Tour begannen die jungen Männer bei Nacht. Einer der beiden Wanderer erreichte das Ziel nicht und stürzte in den Tod.

Ein 19-jähriger Deutscher und ein gleichaltriger Ukrainer machten sich gegen 19.30 Uhr von der Talstation der Zugspitzbahn in Ehrwald auf den Weg zu Deutschlands höchstem Berg. Wie es in einer Mitteilung der Polizei heißt, waren die beiden Männer angeblich nur mit Wanderschuhen, Stirnlampen und Grödeln ausgerüstet. Letztere sind eine Art Schneeketten für Schuhe, die für Halt sorgen sollen. Sie sollen jedoch nicht für steiles, alpines Eis geeignet sein.

Auf Schneefeld 250 m tief abgestürzt

Beide jungen Männer beabsichtigten, den Sonnenaufgang auf der Zugspitze zu genießen. Gegen 03:00 Uhr befanden sich die Wanderer auf halber Strecke des Klettersteigs und mussten ein Schneefeld queren. Dabei rutschte der vorausgehende Deutsche aus und stürzte etwa 250 Meter über extrem steiles und felsdurchsetztes Gelände ab.

Eine Mannschaft der Bergrettung Ehrwald wurde mithilfe eines nachtflugtauglichen Hubschraubers in der Nähe des Wandfußes abgesetzt. Leider konnte von den Rettungskräften dort nur noch der Tod des jungen Mannes festgestellt werden, heißt es in einem Beitrag auf Facebook.

Der Begleiter wurde mit einer Winde und zwei Bergrettern aus der Felswand gerettet.

(Quelle: LPD Tirol / Blaulichtreport Südschwaben-Allgäu / Bergrettung Ehrwald)