Großeinsatz bei Leipzig. In einem Gewerbegebiet ist am Wochenende ein Tiger aus einem Gehege ausgebrochen. Ein Mann (73) wurde angegriffen und verletzt. Das Tier gelangte in eine nahegelegene Kleingartenanlage und wurde dort erschossen.
Die Raubkatze gehörte der als „Tiger-Queen“ bekannten Dompteurin Carmen Zander, schreibt die BILD. Sie hält eine ganze Gruppe von Großkatzen in einer privaten Anlage in Schkeuditz bei Leipzig. Wie auf der Homepage zu lesen ist, bietet Zander sogar Tiger-Streiche-Events an.
Wie dem Tier der Ausbruch gelang, ist bisher unklar. Die Raubkatze gelangte bis zu einer rund 300 Meter entfernten Kleingartenanlage. Dort wurde sie von der Polizei erschossen. Ein 73-Jähriger wurde verletzt. Bei dem Mann handelte es sich um einen Helfer Zanders, der sich zum Zeitpunkt des Ausbruchs im Gehege befand, heißt es weiter.
PETA fordert Verbot der Tigerhaltung in Deutschland
Die Tierrechtsorganisation hat in den vergangenen Jahren wiederholt die mangelhaften Haltungsbedingungen von Carmen Zander kritisiert. Obwohl Zander sogar 2024 einen Jungtiger in Leipzig an der Leine „Gassi“ führte und trotz Verbots mehrfach Nachwuchs produzierte, unternahm das Kreisveterinäramt Nordsachsen nichts, schreibt PETA in einer aktuellen Mitteilung.
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(Quelle: BILD/PETA)