Die Erkältungszeit stellt Familien jedes Jahr vor ähnliche Fragen: Was hilft wirklich, was ist schonend und wie findet man eine Lösung, die Kinder akzeptieren? Neben klassischen Hausmitteln rückt Manuka Honig immer häufiger in den Fokus, doch viele Produkte sind für Kinder schlicht zu hoch dosiert.
Powerfabrik hat deshalb eine speziell abgestimmte Variante mit niedriger MGO Stärke entwickelt. Im Interview erläutert Alexander Morof, welche Überlegungen dahinterstehen, wie Familien den Honig im Alltag nutzen können und worauf es bei Qualität und Sicherheit ankommt.
Redaktion: Herr Morof, Sie haben mit dem Kinder Manuka Honig MGO 250 eine Variante geschaffen, die deutlich niedriger dosiert ist als klassische Produkte. Wie kam es zu dieser Entscheidung?
Morof: Wir haben über die Jahre viele Gespräche mit Eltern geführt und dabei gemerkt, dass der Wunsch nach einer milderen Option groß ist. Manuka Honig ist bekannt für seine besonderen Eigenschaften, aber viele Produkte auf dem Markt starten erst bei sehr hohen MGO Werten. Für Erwachsene kann das sinnvoll sein, aber für Kinder wirkt diese Intensität oft zu stark oder ist im Alltag schwerer einzusetzen. Also lag es eigentlich auf der Hand, eine Variante zu entwickeln, die gezielt auf die Bedürfnisse von Kindern abgestimmt ist. MGO 250 ist wie ein leichter Einstieg: nicht zu kräftig, nicht überfordernd, aber dennoch charakteristisch für echten Manuka Honig.
Redaktion: Viele Eltern wissen grob, dass MGO etwas mit der Stärke zu tun hat. Aber was genau bedeutet dieser Wert eigentlich und weshalb ist er bei Kindern so relevant?
Morof: MGO steht für Methylglyoxal. Das ist die entscheidende Substanz, die Manuka Honig so besonders macht. Je höher dieser Wert, desto ausgeprägter ist die charakteristische Aktivität, die man mit Manuka Honig verbindet. Ich erkläre es gerne mit einem Vergleich: Ein höherer MGO Wert ist wie ein lauter Ruf, ein niedrigerer ist eher ein ruhiger Ton. Für Kinder braucht es nicht zwingend das lauteste Signal. Wir wollten einen Honig, der gut verträglich bleibt, weich im Geschmack ist und nicht das Gefühl vermittelt, ein starkes Naturprodukt auf Zwang einzunehmen. Eltern müssen ja im Alltag ohnehin genügend Überzeugungsarbeit leisten, da hilft es, wenn ein Produkt sanfter ansetzt.
Redaktion: Wie sieht das bei der täglichen Anwendung aus? Viele Familien sind unsicher, wie oft und in welchen Situationen man Manuka Honig eigentlich geben sollte.
Morof: Das ist ein häufiger Punkt. Grundsätzlich gilt: Honig ist für Kinder unter zwölf Monaten tabu, das bleibt unverändert. Ab dem ersten Geburtstag kann man langsam an die tägliche Nutzung herangehen und zwar mit einem Teelöffel pro Tag. Ab etwa drei Jahren können es auch ein bis drei Teelöffel sein, je nachdem, wie das Kind den Geschmack annimmt und wie der Alltag es erlaubt. Manche Eltern geben den Honig pur, andere rühren ihn in warmen Tee oder Milch. Hier geht es weniger um strenge Regeln, sondern um ein Gefühl dafür, was in die Routine passt. Der Honig soll begleiten, nicht dominieren.
Redaktion: Powerfabrik betont die geprüfte Herkunft. Warum ist das besonders für Familien so wichtig?
Morof: Vertrauen ist alles. Gerade wenn man ein Naturprodukt für Kinder nutzt, möchte man sich zu hundert Prozent darauf verlassen können, dass Qualität, Reinheit und Herkunft stimmen. Wir beziehen unseren Manuka Honig ausschließlich aus Neuseeland und jede Charge wird laboranalysiert. Die Ergebnisse sind über einen QR Code rückverfolgbar, Eltern können also selbst nachschauen, ob der Honig die versprochene MGO Stärke hat. Diese Transparenz ist für uns kein Marketingargument, sondern eine Haltung. Wenn wir sagen, der Honig ist rein und original, dann muss das auch belegbar sein. Das schafft Sicherheit, und genau die brauchen Familien im Alltag.
Redaktion: Manche Eltern hoffen bei Manuka Honig auf eine schnelle Lösung gegen Halsschmerzen oder andere Erkältungssymptome. Wie gehen Sie damit um, wenn solche Erwartungen an Sie herangetragen werden?
Morof: Wir kommunizieren sehr klar, dass wir keine Heilversprechen abgeben dürfen und auch nicht wollen. Das wäre nicht seriös. Was wir aber sagen können: Viele Familien nutzen Manuka Honig ergänzend, als Teil eines Gesamtbildes. Eine Erkältung lässt sich nicht wegzaubern, aber man kann den Körper unterstützen, indem man Routinen schafft, die gut tun und angenehm sind. Für einige Kinder gehört ein Löffel Honig dazu, andere mögen lieber Tee, wieder andere brauchen viel Ruhe. Ich glaube, es hilft Eltern mehr, wenn man ihnen ehrlich vermittelt, wo ein Produkt sinnvoll eingesetzt werden kann und wo die Grenzen liegen.
Redaktion: Wenn Eltern noch nie Manuka Honig verwendet haben, worauf sollten sie achten, bevor sie sich für ein Produkt entscheiden?
Morof: Drei Punkte sind wichtig. Erstens das Alter des Kindes. Unter zwölf Monaten ist Honig wegen des Botulismusrisikos absolut tabu. Zweitens die Qualität. Unabhängige Laboranalysen, eindeutige Herkunft und transparente Angaben zum MGO Wert sollten selbstverständlich sein. Wenn ein Produkt vage bleibt oder Angaben fehlen, wäre ich vorsichtig. Drittens die Integration in den Alltag. Ein Honig nutzt nur, wenn er auch regelmäßig eingesetzt wird. Familien sollten sich deshalb fragen: Wie kann ich das Produkt so einbinden, dass es nicht zur Belastung wird? Manchmal ist es schon viel wert, wenn ein Kind den Geschmack akzeptiert oder sich auf den täglichen Teelöffel freut.
Redaktion: Wenn man Ihren Kinder Honig mit klassischen Manuka Honigen vergleicht, was ist für Sie das Besondere?
Morof: Ich glaube, das Besondere liegt in der bewussten Reduktion. Wir haben nicht versucht, die stärkste Variante für Kinder zu bauen, sondern die sinnvollste. Kinder haben ein feineres Empfinden und Produkte müssen das respektieren. Dazu kommt unser Qualitätsanspruch. Wir wollen nicht nur ein Glas Honig verkaufen, sondern ein Produkt, dessen Herkunft und Prüfung nachvollziehbar sind. Das klingt vielleicht simpel, ist aber in der Kombination entscheidend: kindgerecht und zugleich hochwertig. Das ist unser Ansatz und dem bleiben wir treu.
Redaktion: Herr Morof, vielen Dank für das ausführliche Gespräch.
Morof: Sehr gerne. Es freut mich, dass das Thema so viel Interesse weckt.