Tipps und Tricks Vorsicht beim Ticketkauf für die Fußball WM 2026: Die Verbraucherzentrale klärt auf

Vorsicht beim Ticketkauf für die Fußball WM 2026: Die Verbraucherzentrale klärt auf
Fans verfolgen ein Fußballspiel im Stadion – zur WM 2026 warnt die Verbraucherzentrale vor Risiken beim Ticketkauf. (Symbolbild: Pexels / Pixabay)

Wer bei der Fußball-WM vom 11. Juni bis 19. Juli 2026 in den USA, Kanada und Mexiko live dabei sein möchte, muss einiges beachten. Ohne eine Registrierung gibt es keine Tickets. Die Anmeldung ist nur über die FIFA-Webseite möglich.

Dieses Jahr nehmen 48 Länder an der WM-Endrunde teil – so viele wie noch nie zuvor. Von den insgesamt 104 WM-Spielen werden 30 live im Ersten und 30 live im ZDF zu sehen sein. Das Eröffnungsspiel findet am 11. Juni um 21 Uhr deutscher Zeit in Mexiko-Stadt statt. Hier treffen Mexiko und Südafrika aufeinander. Wer damit liebäugelt, sich einige Spiele vor Ort anzuschauen, sollte einiges beachten.

Das Wichtigste zuerst: Verbraucher sollten nur das offizielle Angebot der FIFA nutzen und von Ticketkäufen auf anderen Plattformen absehen, da hier die Gefahr besteht, kein oder kein gültiges Ticket zu erhalten, so die Verbraucherzentrale. 

Wie viel kosten die Tickets für die Fußball-WM 2026? 

Die günstigsten Karten für Vorrundenspiele waren ab 60 US-Dollar, also etwa 51 Euro, verfügbar. Für das Finale am 19. Juli 2026 in East Rutherford nahe New York werden auf dem Zweitmarktportal der FIFA sechsstellige Summen verlangt. 

Laut FIFA gibt es keine festen Preise mehr, sondern diese werden dynamisch an die Nachfrage angepasst. Das bedeutet: Beliebte Spiele können zu jeder Zeit während des Verkaufs teurer werden. Bei schwacher Nachfrage könnten die Preise sinken. Wie genau die Preisänderungen erfolgen, bleibt unklar. 

Welche Risiken hat das FIFA-Preismodell für Fans? 

Das dynamische Preismodell sorgt bei den Verbraucherzentralen für Kritik: Wer Tickets kauft, kann kaum nachvollziehen, warum andere für denselben Platz deutlich weniger oder mehr bezahlen. Viele Fans könnten sich die Karten schlicht nicht leisten. 

Zudem benachteiligt die Beschränkung auf Inhaber von Visa-Karten in der ersten Verkaufsphase diejenigen, die keine Visa-Karte haben, und kann so Druck auf Verbraucher ausüben. Wer unbedingt Tickets kaufen will, könnte also Entscheidungen treffen, die er oder sie sonst nicht getroffen hätte – etwa eine neue Kreditkarte beantragen. 

Sie haben Ärger mit Tickets zur Fußball-WM?

Das interaktive Tool der Verbraucherzentralen hilft mit einer ersten rechtlichen Einschätzung und in vielen Fällen auch mit einem Musterschreiben, um Ihre Ansprüche durchzusetzen.

Weitere wertvolle Tipps gibt’s unter verbraucherzentrale.nrw.

(Quelle: Verbraucherzentrale NRW)