Unsere Mädels spielen heute Abend im EM-Halbfinale gegen Spanien und viele Fans fiebern mit. Wer allerdings große Fanmeilen und Public Viewings sucht, wird enttäuscht und muss auf kleinere Events ausweichen.
Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft trifft nach dem 6:5 im Elfmeterschießen gegen Frankreich heute Abend, ab 21 Uhr (auf ARD und DAZN), in Zürich auf Spanien. Wer diesen Fußball-Krimi gesehen hat, will die Fortsetzung nicht verpassen. Hupkonzerte blieben allerdings aus – auch die Beflaggung der Autos ist mager.
Der Unterschied ist spürbar
Wenn man da an die EM der Männer vor einem Jahr denkt – an jeder Ecke gab es Public Viewing-Events im Land. Die großen Emotionen abseits des Rasens fehlen bei der Frauen-EM und das ist schade, obwohl über 10 Millionen Menschen den Viertelfinalsieg im TV verfolgten. Fußball boomt bei den Mädchen im Breitensport und der Biss ist groß. Die Freude der Fans ist auf alle Fälle riesig und bewegt.
Die Stadt Tübingen hat Public Viewing im Freien sogar untersagt – sehr zum Unmut der Menschen, die im großen Stil gemeinsam mitfiebern wollten. Als Gründe wurden Lärmbedenken und ein mangelndes öffentliches Interesse genannt. Das Verbot stößt beim Deutschen Hotel- und Gaststättenverband Dehoga auf Kritik. Der Kreisvorsitzende, Herbert Rösch, nennt das Verbot eine Unverschämtheit. Er betont, dass großes öffentliches Interesse bestehe – das zeigten auch die Zahlen, heißt es im SWR.
Frank-Walter Steinmeier ist im Stadion dabei
Düsseldorf, Köln, Wuppertal und Münster sind vorbereitet. Hier wird in vielen Gaststätten das EM-Halbfinale unserer Mädels übertragen. Die Wirte hätten ein großes Interesse, laut Dehoga. Auch in Berlin ist einiges los.
Die Bilanz zwischen den beiden Nationen heute Abend ist ganz klar für Deutschland, heißt es in einer Pressemitteilung des DFB. Besondere Unterstützung erhalten unsere Fußballerinnen übrigens von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Er wird die Partie im Züricher Letzigrund besuchen.
(Quelle: SWR/Dehoga/DFB)