Die Staus in Baden-Württemberg sind während der Osterferien spürbar zurückgegangen. Hohe Spritpreise gelten als eine mögliche Ursache für den ruhigeren Verkehr.
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Verkehrslage auf den Autobahnen in Baden-Württemberg während der Osterferien 2026 deutlich entspannt. Das zeigt die aktuelle Staubilanz des ADAC für den Zeitraum vom 27. März bis 12. April.
Insgesamt registrierte der Mobilitätsclub 2003 Staus und damit in etwa so viele wie im Vorjahr (2065). Deutlich gesunken sind jedoch die Gesamtlänge und die Dauer der Staus: Die Blechlawinen summierten sich auf 4397 Kilometer statt 5621 Kilometer im Jahr 2025, die Wartezeit im stockenden oder stehenden Verkehr lag bei 1879 Stunden und damit 362 Stunden unter dem Vorjahreswert.
„Während der Osterferien waren deutlich weniger Fahrzeuge auf den Autobahnen in Baden-Württemberg unterwegs“, sagt Holger Bach, Abteilungsleiter Verkehr und Umwelt beim ADAC Württemberg. „Eine mögliche Erklärung sind die sehr hohen Spritpreise, die viele Menschen von längeren Fahrten abgehalten haben.“ Auch über das Osterwochenende habe es weniger Staus durch Kurzurlaube und Ausflüge gegeben.
Gründonnerstag mit meisten Verzögerungen
Die größten Verzögerungen während der Osterferien gab es am Gründonnerstag, 2. April. An diesem Tag summierte sich die Staulänge auf 450 Kilometer bei einer Dauer von 182 Stunden.
Im Vergleich zum Vorjahr verlief der Verkehr deutlich ruhiger. 2025 war der Gründonnerstag noch einer der staureichsten Tage des Jahres in Baden-Württemberg mit insgesamt 659 Kilometern Stau und 249 Stunden Dauer.
Längste Staus am Ostermontag
Die längsten Staus der Osterferien ereigneten sich am Ostermontag, 6. April. Auf der A5 zwischen Appenweier und Freiburg-Nord sowie zwischen Freiburg-Süd und Offenburg bildeten sich jeweils 30 Kilometer lange Staus.
Auch insgesamt war die A5 die am stärksten belastete Autobahn mit 1555 Kilometern Stau. Es folgen die A81 mit 1122 Kilometern und die A8 mit 797 Kilometern.
Zu den staureichsten Tagen zählten neben Gründonnerstag auch der 9. April mit 434 Kilometern sowie der 30. März mit 385 Kilometern Stau.
Datengrundlage des ADAC
Der ADAC ermittelt die Staudaten mithilfe sogenannter Floating Car Data in Echtzeit. Täglich werden dabei rund zwei Milliarden Positions- und Geschwindigkeitsinformationen von Lkw-Flotten sowie Nutzern von Smartphone-Apps ausgewertet.
Zusätzlich fließen Informationen zu baustellenbedingten Verkehrseinschränkungen wie Fahrbahnverengungen, Fahrstreifenreduzierungen oder Sperrungen in die Auswertung der aktuellen Verkehrslage ein.
(Quelle: ADAC Württemberg e.V.)