Für 433 Juristinnen und Juristen in Baden-Württemberg ist ein wichtiger Ausbildungsabschnitt geschafft. Nach dem bestandenen Staatsexamen können sie nun ins Berufsleben starten.
In Stuttgart hat die Präsidentin des Landesjustizprüfungsamts, Sintje Leßner, den Absolventinnen und Absolventen des Zweiten juristischen Staatsexamens zum erfolgreichen Abschluss gratuliert. Die Feier fand am 22. Mai 2026 im Hegel-Saal der Stuttgarter Liederhalle statt.
„Sie haben eine ausgesprochen fordernde Ausbildung und ein in hohem Maße anspruchsvolles Examen erfolgreich absolviert“, sagte Leßner bei der Veranstaltung.
Insgesamt bestanden 433 Juristinnen und Juristen die Prüfung und können nun als Volljuristinnen und Volljuristen ins Berufsleben starten.
Juristen bleiben auch im KI-Zeitalter gefragt
Leßner warb bei den Absolventinnen und Absolventen zugleich für eine Tätigkeit in der Justiz. Trotz zunehmender Digitalisierung und des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz werde der Mensch weiterhin unverzichtbar bleiben.
„Wir werden immer verantwortungsbewusste Juristinnen und Juristen brauchen“, sagte die Präsidentin des Landesjustizprüfungsamts.
In ihrer Festansprache ging Leßner außerdem auf Gefahren für den Rechtsstaat ein und nahm Bezug auf die Ergebnisse der Landtagswahl. Sie appellierte an die Anwesenden, den „Rechtsstaat mit Zuversicht und Verstand zu verteidigen, zu gestalten und weiterzuentwickeln.“
Beste Absolventen ausgezeichnet
Die drei besten Absolventen wurden mit Ehrenurkunden und Präsenten ausgezeichnet.
Das beste Examen erzielte Dr. Fabian Haller von der Stammdienststelle Landgericht Stuttgart mit 13,78 Punkten. Den zweiten Platz belegte Paul Schwarz von der Stammdienststelle Landgericht Offenburg mit 12,93 Punkten. Drittbester war Lukas Wörner von der Stammdienststelle Landgericht Karlsruhe mit 12,65 Punkten.
Auch insgesamt fielen die Ergebnisse der Examenskampagne positiv aus. Die Notenstufe „gut“ erreichten 14 Kandidatinnen und Kandidaten. Die Note „vollbefriedigend“ erhielten 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
186 Absolventinnen und Absolventen schlossen mit „befriedigend“ ab, weitere 153 mit „ausreichend“. Die Nichtbestehensquote lag bei 11,27 Prozent.
(Quelle: Ministerium der Justiz und für Migration Baden-Württemberg)