Breitbandausbau Gemeinsamer Spatenstich der Gemeinden Amtzell, Argenbühl und Wangen – Karsee

Beim Spatenstich v.l.n.r.: Herr Flock (GF ZVBRV), Herr Sauter (Bürgermeister Gemeinde Argenbühl), Herr Haser (MdL), Herr Strasser (MdB), Herr Lang (Oberbürgermeister Stadt Wangen), Herr Dr. Honikel-Günther (Stellv. Landrat), Frau Oswald (Bürgermeisterin Gemeinde Amtzell), Herr Spieß (Verbandsvorsitzender ZVBRV)
Beim Spatenstich v.l.n.r.: Herr Flock (GF ZVBRV), Herr Sauter (Bürgermeister Gemeinde Argenbühl), Herr Haser (MdL), Herr Strasser (MdB), Herr Lang (Oberbürgermeister Stadt Wangen), Herr Dr. Honikel-Günther (Stellv. Landrat), Frau Oswald (Bürgermeisterin Gemeinde Amtzell), Herr Spieß (Verbandsvorsitzender ZVBRV) (Bild: oberschwaben.net)

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Mit einem gemeinsamen symbolischen Spatenstich machen die Gemeinden Amtzell, Argenbühl und Wangen i.A. am 23. Oktober den nächsten Schritt ins digitale Zeitalter.

Der Verbandsvorsitzende des Zweckverband Breitbandversorgung im Landkreis Ravensburg, Bürgermeister Oliver Spieß begrüßte seine Gäste an der Reibeisenmühle in der Gemeinde Amtzell.

Unter den Gästen befand sich unter anderem der Bundestagsabgeordnete Benjamin Strasser, der stellvertretende Landrat Dr. Honikel-Günther sowie der Landtagsabgeordnete Raimund Haser. Der stellvertretende Ministerpräsident und Minister des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen, Thomas Strobl, konnte aus terminlichen Gründen nicht anwesend sein.

Herr Spieß lobt das weiße Flecken Programm und bedankt sich bei den Vertretern von Bund und Land für die Förderungen, die den Ausbau erst möglich machen. Einen Wermutstropfen schenkte der Verbandsvorsitzende allerdings ein: Der Bund setze eine Förderobergrenze bei 30 Millionen Euro. Das sei bei Projekten wie in Bad Wurzach oder Leutkirch zu niedrig. An die Vertreter des Bundes gab er deshalb die Bitte, diese Grenze anzuheben.

Herr MdB Benjamin Strasser weist in seinen Grußworten darauf hin, wie wichtig der Glasfaserausbau sei: „Erst Strom, dann Telefon, jetzt Glasfaser“ und verweist auf Artikel 3a der Landesverfassung: „gleichwertige Lebensverhältnisse, Infrastrukturen und Arbeitsbedingungen im gesamten Land.“.

Herr MdL Raimund Haser bezeichnet den Breitbandausbau als „Grundinfrastruktur der Zukunft.“ 17 Millionen Investition seien nicht nur vergraben. Sein Statement lautet: „Man müsse den ländlichen Raum stärken.“

Der stellvertretende Landrat Herr Dr. Honikel-Günther lobt die Arbeit des Zweckverband Breitbandversorgung im Landkreis Ravensburg. „Schulen und Krankenhäuser funktionieren nur wenn Breitbandausbau gewährleistet ist.“ Er bittet den Bund und das Land in der Förderung nicht nachzulassen.

In den kommenden Monaten werden in der Gemeinde Amtzell insgesamt über 200 Kilometer Glasfaserkabel in die Erde gebracht, 1 PoP Standort und 15 Netzverteiler neu errichtet. Die Auftragsvergabe erfolgte an die Harald Klein Erdbewegungen GmbH.

Mit diesem Breitbandausbau werden insgesamt 295 Hausanschlüsse erstellt, welche Übertragungsraten von 1000 Mbit/s und mehr ermöglichen.

Bürgermeisterin Manuel Oswald hebt die Wichtigkeit des Breitbandausbau für die Gemeinde Amtzell hervor und bezeichnet ihn als „Meilenstein in der Infrastruktur“ und verweist auf die „3-W“ Werte, Wohnen und WLAN.

Werte und Wohnen kann im ländlichen Raum sehr gut erfüllt werden. Das 3. „ W“LAN wird zum Glück mit Unterstützung durch Bund und Land ausgebaut.

Die Projektkosten für die Gemeinde Amtzell belaufen sich auf rund € 8,0 Millionen, wobei diese bis zu 50 % vom Bund und 40 % vom Land Baden-Württemberg gefördert werden. Der Eigenanteil der Gemeinde beläuft sich demnach auf rund € 800.000. Der Bund unterstützt das Projekt mit rund € 3,9 Millionen und das Land mit rund € 3,1 Millionen.

Im europäischen Ausschreibungsverfahren erhielt das Bauunternehmen Hans Mayer GmbH & Co. KG den Zuschlag für die Gemeinde Argenbühl (Bauabschnitt 2 – Nord-Ost) und wird in den kommenden Monaten insgesamt über 140 Kilometer Glasfaserkabel in die Erde bringen sowie 14 Netzverteiler neu errichten.

Mit dem Breitbandausbau werden insgesamt 283 Hausanschlüsse erstellt, welche Übertragungsraten von 1000 Mbit/s und mehr ermöglichen.

Herr Bürgermeister Roland Sauter betont, dass der Breitbandausbau in ländlicher Region eine große Herausforderung sei und bedankt sich bei seinem Gemeinderat für die mutige Entscheidung.

Die Projektkosten für die Gemeinde Argenbühl belaufen sich auf rund € 6,0 Millionen, wobei diese bis zu 50 % vom Bund und 40 % vom Land Baden-Württemberg gefördert werden. Der Eigenanteil der Gemeinde beläuft sich demnach auf rund € 600.000. Der Bund unterstützt das Projekt mit rund € 3,0 Millionen und das Land mit rund € 2,4 Millionen.

Die Graf Tiefbau GmbH erhielt den Zuschlag für die Gemeinde Wangen i.A. (Bauabschnitt Karsee) und wird in den kommenden Monaten insgesamt ca. 170 Kilometer Glasfaserkabel in die Erde bringen 1 PoP Standort sowie 12 Netzverteiler neu errichten.

Mit diesem Breitbandausbau werden insgesamt 206 Hausanschlüsse erstellt, welche Übertragungsraten von 1000 Mbit/s und mehr ermöglichen.

Herr Bürgermeister Michael Lang merkt an, dass im Bereich Wangen-Karsee ein privatwirtschaftlicher Ausbau aufgrund diverser Einzellagen nicht möglich gewesen sei und freut sich über den geförderten Ausbau in Karsee.

Die Projektkosten in Wangen i.A. belaufen sich auf rund € 5,0 Millionen, wobei diese bis zu 50 % vom Bund und 40 % vom Land Baden-Württemberg gefördert werden. Der Eigenanteil der Gemeinde beläuft sich demnach auf rund € 500.000. Der Bund unterstützt das Projekt mit rund € 2,5 Millionen und das Land mit rund € 2,0 Millionen.

Nur durch die gemeinsame Förderung durch den Bund und das Land Baden-Württemberg sind die Ausbauten von den Gemeinden zu bewältigen.

Die Bauunternehmen, Gemeindeverwaltungen und der Zweckverband Breitbandausbau stimmen sich bei den einzelnen Bauabschnitten eng miteinander ab und bemühen sich den Ausbau gut und schnell zu bewältigen. Ein wichtiger Punkt dabei: Der Glasfaseranschluss kommt nicht von allein ins Haus.

Die Eigentümer müssen dafür ihr Einverständnis in Form eines Hausanschlussvertrages erteilen. Denn um den Glasfaseranschluss zu legen, müssen die Mitarbeiter privaten Grund betreten.

Der Zweckverband Breitbandversorgung im Landkreis Ravensburg betreut aktuell ein Gesamtvolumen in Höhe von knapp € 450 Millionen und hat bereits seit 2012 mit 128 Landesförderprojekten den Backbone Ausbau im Landkreis ausgebaut und somit die Grundlage für den heutigen FTTx-Ausbau geschaffen.

(Pressemitteilung: oberschwaben.net)