Gemeindeverwaltung Meckenbeuren setzt Energiesparmaßnahmen um

Gemeindeverwaltung Meckenbeuren setzt Energiesparmaßnahmen um
Meckenbeuren setzt Maßnahmen zum Energiesparen um. (Bild: pixabay)
WOCHENBLATT
Redaktion

Seit 1. September werden in den öffentlichen Gebäuden in Meckenbeuren sukzessive Maßnahmen zur Einsparung von Energie geprüft und umgesetzt. Grundlage dafür sind die Energiesparverordnungen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, die ab 1. September bzw. ab 1. Oktober umzusetzen sind.

Die zwei Verordnungen beinhalten konkrete Maßnahmen zur Energieeinsparung für die kommenden zwei Heizperioden und richten sich an die öffentlichen Körperschaften sowie Unternehmen und private Haushalte. Sie haben zum Ziel Gas einzusparen und die Stromverbräuche zu senken.

Die Arbeitsgruppe „Energieeinsparung“, in der verschiedene Fachbereiche aus der Gemeindeverwaltung mitwirken, beschäftigt sich bereits seit mehreren Wochen mit dem Thema und hat verschiedene Maßnahmen zur Energieeinsparung erarbeitet.

Die Maßnahmen, die nun umgesetzt werden, folgen der Übersicht für Kommunen der Landesenergieagentur KEA-BW. Dazu gehören technische Maßnahmen in den Bereichen Beleuchtung, Heizung, Warmwasser und Strom.

Diese gelten in gemeindeeigenen Gebäuden, die nicht als Wohnräume genutzt werden. Ausgenommen sind die Schulen und Kindertagesstätten sowie der Familientreff und weitere Betreuungseinrichtungen. Darüber hinaus wurden auch Maßnahmen beschlossen, die die Mitarbeitenden sowie die Bürgerinnen und Bürger sensibilisieren sollen.

„Wir haben die Maßnahmen priorisiert und seit Ende August werden sie von den Fachämtern nach und nach abgearbeitet“, so Bürgermeister Georg Schellinger, der die Arbeitsgruppe leitet. „Wir setzen den Maßnahmenkatalog, der aus den Verordnungen hervorgeht, selbstverständlich um und hoffen so unseren Beitrag zur Energieeinsparung zu leisten und mit gutem Beispiel voranzugehen.“ Bei Bedarf werde die Gemeindeverwaltung weitere Maßnahmen vorbereiten, so der Bürgermeister.

Welche Maßnahmen werden umgesetzt?

Technische Maßnahmen

  • Die nächtliche Außenbeleuchtung an gemeindlichen Gebäuden und an den Kirchen wird abgeschaltet. (Sicherheits- und Notbeleuchtung bleibt bestehen.)

  • Effektbeleuchtung (z.B. Weihnachtsbaumbeleuchtung) wird reduziert

  • Die Raumtemperatur in den Büros (z.B. Rathaus, Musikschule, Jugendreferat) wird auf 19 Grad abgesenkt. In den Werkstätten des Bauhofs wird die Temperatur noch weiter reduziert. Auch im Kultur am Gleis 1, im Humpismuseum und in den Büros der Feuerwehr wird die Raumtemperatur auf 19 Grad eingestellt.

  • Treppenhäuser, Flure, Eingangshallen, Lager- und Technikräume werden nicht geheizt.

  • An Waschbecken steht nur noch kaltes Wasser zur Verfügung.

  • Trauungen im Rathaus: Bis 30. April 2023 werden an Samstagen keine Trauungen mehr durchgeführt, da über das Wochenende die Raumtemperatur im Rathaus weiter abgesenkt wird. Eine Ausnahme ist der 10.12.2022, an dem Trauungen stattfinden können.

Alle Betroffenen wurden über die Maßnahmen informiert.

Kommunikative Maßnahmen

  • Die Mitarbeitenden der Gemeindeverwaltung werden mit Energiespartipps versorgt und bei der Umsetzung unterstützt.

  • Regelmäßige Treffen der AG Energieeinsparung, die die Umsetzung der Maßnahmen prüft, begleitet und gegebenenfalls anpasst.

  • Maßnahmen zur Energieeinsparung werden den Bürgerinnen und Bürgern über die Gemeindehomepage und die Gemeindenachrichten zur Verfügung gestellt.

Darüber hinaus gibt die Bundesregierung mittelfristige Maßnahmen vor, die bis 2023 bzw. 2024 durchgeführt werden sollen. Dazu gehören Heizungsprüfungen sowie die Pflicht zum hydraulischen Abgleich und weitere Maßnahmen zur Heizungsoptimierung. Für gemeindliche Gebäude beginnen die regulären Wartungen der Heizungen im Herbst, in diesem Zuge soll auch die Hydraulik abgeglichen werden, sofern erforderlich.

„Die Gemeinde ist seit Jahren bestrebt, den Energieverbrauch zu senken“, betont Ortsbaumeister Axel Beutner. Eine positive Energiebilanz hätten insbesondere die Neubauten, aber auch die Erneuerung der Energiezentrale im Untergeschoss des Bildungszentrums, an die neben Schule und Sporthalle auch Rathaus und Kinderhaus angeschlossen sind, sei ein gelungenes Beispiel für effiziente Energieversorgung.

„Jetzt geht es vor allem um darüberhinausgehende Maßnahmen in den bestehenden Gebäuden“, so Bürgermeister Schellinger. „Hier sind wir auf einem guten Weg.“

(Pressemitteilung: Gemeinde Meckenbeuren)