Energie sparen vor der Heizsaison Wärmeverluste im Haus gezielt aufspüren

Wärmeverluste im Haus gezielt aufspüren
Eine Thermografie kann dabei helfen, energetische Schwachstellen und mögliche Wärmeverluste an einem Gebäude sichtbar zu machen. (Symbolbild: Suljo / iStock / Getty Images Plus)
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Vor einer energetischen Sanierung sollten Eigentümer mögliche Wärmeverluste im Haus prüfen. So lassen sich Investitionen gezielter planen und Maßnahmen abstimmen.

Unzureichend gedämmte Außenwände, Dächer und Kellerdecken gehören zu den möglichen energetischen Schwachstellen eines Gebäudes. Auch alte oder undichte Fenster können Energieverbrauch und Heizkosten erhöhen. Bei der Heizung spielen unter anderem Alter, Einstellung und Zustand eine Rolle. Ungedämmte Heizungsrohre in unbeheizten Bereichen können ebenfalls unnötige Wärmeverluste verursachen.

„Bei der energetischen Sanierung gibt es nicht die eine Maßnahme, die für jedes Haus passt. Entscheidend ist, zunächst die energetischen Schwachstellen des Gebäudes zu kennen und die Maßnahmen aufeinander abzustimmen“, sagt Manuel Becker, Energieexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

Kalte Stellen richtig einordnen

Kalte Wände, Zugluft an Fenstern oder auffällig hohe Heizkosten können auf energetische Schwachstellen hinweisen. Eine kalte Oberfläche allein ist jedoch noch kein Grund, sofort zu dämmen oder ein Bauteil auszutauschen. Zunächst sollte geklärt werden, woher die Auffälligkeit kommt.

Eine mögliche Erklärung sind Wärmebrücken. Dort kann die Oberflächentemperatur niedriger sein. Unter ungünstigen Bedingungen kann sich Feuchtigkeit niederschlagen, wodurch das Schimmelrisiko steigt.

Auch beim Austausch von Fenstern sollte das gesamte Gebäude betrachtet werden. Neue Fenster sind dichter und verändern den Luftaustausch. Deshalb müssen Lüftung und mögliche Feuchteprobleme mitgedacht werden.

Entscheidend ist damit nicht nur, wo es im Gebäude kalt ist, sondern warum – und welche Maßnahme für das jeweilige Haus sinnvoll ist.

Sanierung schrittweise planen

Eine energetische Sanierung muss nicht zwangsläufig in einem Schritt erfolgen. Je nach Gebäude können einzelne Maßnahmen nach und nach umgesetzt werden. Wichtig ist, dass die Schritte sinnvoll aufeinander abgestimmt sind.

„Wer vor einer größeren Investition erst klärt, wo die höchsten Einsparpotenziale liegen, kann gezielter entscheiden, mögliche Synergieeffekte nutzen und vermeidet unnötige oder nicht aufeinander abgestimmte Maßnahmen“, so Manuel Becker.

Ein individueller Sanierungsfahrplan kann dabei helfen, den energetischen Zustand eines Gebäudes zu bewerten und mögliche Maßnahmen in eine sinnvolle Reihenfolge zu bringen.

Fördermöglichkeiten berücksichtigen

Auch die aktuelle Gesetzeslage und mögliche Förderungen sollten bei der Planung berücksichtigt werden. Neben Zuschüssen kommen steuerliche Vergünstigungen und zinsgünstige Förderkredite infrage, wenn die vorgegebenen Anforderungen erfüllt werden.

Der Sanierungsfahrplan wird bei Ein- und Zweifamilienhäusern mit bis zu 650 Euro gefördert. Bei bestimmten größeren Sanierungsmaßnahmen erhöht er zudem die maximal mögliche Förderung.

Energieberatung bietet Unterstützung

Die Energieberatung der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg unterstützt Verbraucher dabei, den energetischen Zustand ihres Gebäudes einzuschätzen und mögliche Sanierungsmaßnahmen unabhängig zu bewerten. Dabei können unter anderem Gebäudehülle, Heizung, erneuerbare Energien und Fördermöglichkeiten betrachtet werden.

Die Beratung ist online, telefonisch, per Video oder in einem persönlichen Gespräch möglich. Die Fachleute informieren anbieterunabhängig und individuell. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind alle Beratungsangebote kostenfrei.

Weitere Informationen gibt es unter www.verbraucherzentrale-energieberatung.de sowie über die bundesweit kostenfreie Hotline 0800 809 802 400. Die Energieberatung der Verbraucherzentrale wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

(Quelle: Verbraucherzentrale Baden-Württemberg e. V.)

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.