Preiserhöhung Deutschlandticket wird 2027 erneut teurer

Deutschlandticket wird 2027 erneut teurer
Das Deutschlandticket wird zum 1. Januar 2027 erneut teurer. Derzeit zahlen Fahrgäste für das bundesweit gültige Abo 63 Euro im Monat. (Symbolbild: bordyug / iStock / Getty Images Plus)

Das Deutschlandticket wird zum Jahreswechsel erneut teurer. Ab Januar 2027 kostet das bundesweit gültige Abo 66,80 Euro statt bisher 63 Euro.

Für Millionen Fahrgäste steigen damit erneut die Kosten für Bus und Bahn. Der zuständige Koordinierungsrat legte den neuen Preis am Mittwoch, 30. September, fest. Das Deutschlandticket verteuert sich zum 1. Januar 2027 um 3,80 Euro pro Monat – das entspricht einem Anstieg von rund sechs Prozent.

Neuer Preis wird erstmals nach Index berechnet

Anders als in den vergangenen Jahren wurde der Preis für 2027 erstmals anhand eines festgelegten Kostenindexes ermittelt. Die Verkehrsministerkonferenz hatte das neue Verfahren im März beschlossen.

In die Berechnung fließen insbesondere die Kostenentwicklung bei Personal und Energie sowie allgemeine Kostensteigerungen ein. Diese Faktoren werden mit 55, 20 und 25 Prozent gewichtet. Auch die finanzielle Unterstützung von Bund und Ländern wird bei der Berechnung berücksichtigt.

Damit soll der Preis künftig nicht mehr jedes Jahr neu politisch ausgehandelt werden, sondern sich stärker an der tatsächlichen Kostenentwicklung im öffentlichen Nahverkehr orientieren.

Von 49 auf 66,80 Euro

Bei seiner Einführung im Mai 2023 kostete das Deutschlandticket noch 49 Euro im Monat. Anfang 2025 stieg der Preis auf 58 Euro, seit Januar 2026 werden 63 Euro fällig. Mit der neuen Erhöhung steigt der monatliche Preis ab Januar 2027 auf 66,80 Euro.

Damit kostet das Ticket künftig 17,80 Euro mehr als bei seiner Einführung. Auf ein Jahr gerechnet zahlen Abonnenten ab 2027 801,60 Euro – gegenüber derzeit 756 Euro.

Am grundsätzlichen Konzept ändert sich nichts: Das Deutschlandticket ermöglicht weiterhin bundesweit Fahrten im öffentlichen Personennahverkehr. Rund 14,5 Millionen Menschen nutzen das Angebot.

Bund und Länder stellen zur Finanzierung jeweils 1,5 Milliarden Euro jährlich bereit. Diese Finanzierung ist bis 2030 gesetzlich abgesichert.

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