Suche nach Raubkatze Puma bei München: Auch nächtliche Suche erfolglos

Puma bei München: Auch nächtliche Suche erfolglos
Ein Puma könnte sich in der Nähe des Münchner Flughafens aufhalten. Ob es sich bei dem gesichteten Tier tatsächlich um eine solche Raubkatze handelt, ist bislang unklar. (Symbolbild: SandmanXX / iStock / Getty Images Plus)

Nahe dem Münchner Flughafen wird nach einer möglicherweise freilaufenden Raubkatze gesucht. Auch in der Nacht auf Donnerstag blieb die Suche nach dem mutmaßlichen Puma erfolglos.

Ausgangspunkt der Suche war eine Beobachtung am späten Dienstagabend (6. Oktober). Ein Jäger hatte im Naturschutzgebiet Notzingermoos in der Gemeinde Oberding ein auffälliges Tier entdeckt und mit einem Nachtsichtgerät gefilmt. Erste fachliche Einschätzungen deuteten darauf hin, dass es sich um einen Puma handeln könnte. Zweifelsfrei bestätigt ist die Tierart bislang nicht.

Am Mittwoch (7. Oktober) suchte die Polizei das Gebiet nahe dem Flughafen München großflächig ab. Dabei kamen neben Einsatzkräften am Boden auch Drohnen und Hubschrauber zum Einsatz. Hinweise auf den Aufenthaltsort des Tieres ergaben sich zunächst nicht.

Auch Wärmebildtechnik bringt keine neuen Hinweise

Die Suche am Boden wurde am Mittwoch gegen 19 Uhr beendet. In der Nacht auf Donnerstag (8. Oktober) kontrollierten Einsatzkräfte das Gebiet weiterhin mit Wärmebildtechnik aus der Luft. Doch auch diese Maßnahmen blieben ohne Erfolg.

Wo sich das möglicherweise freilaufende Tier aufhalten könnte, ist weiterhin unklar. Ebenso gibt es bislang keine gesicherten Erkenntnisse über seine Herkunft.

Das Landratsamt Erding konnte zunächst weder bestätigen, dass es sich bei dem gefilmten Tier tatsächlich um einen Puma handelt, noch Angaben dazu machen, woher die mögliche Raubkatze stammen könnte. Die Aufnahmen des Jägers wurden zur weiteren Beurteilung herangezogen.

Behörden rufen Bevölkerung zur Vorsicht auf

Nach der möglichen Puma-Sichtung haben die Behörden Vorsichtsmaßnahmen empfohlen. Hunde sollten in der betroffenen Umgebung angeleint bleiben. Zudem wird Eltern geraten, kleine Kinder nicht unbeaufsichtigt im Freien spielen zu lassen.

Thomas Schreder, Vorsitzender der Kreisjägerschaft, rief die Bevölkerung zur Ruhe auf. Von eigenen Suchaktionen wird abgeraten. Insbesondere nachts sollte das betroffene Gebiet gemieden werden.

Panik sei nicht angebracht. Dennoch müsse eine mögliche Gefahr durch eine größere Raubkatze ernst genommen werden.

Wer das verdächtige Tier beobachtet oder Hinweise auf seinen Aufenthaltsort geben kann, soll sich an die Polizei in Erding wenden.

Ob tatsächlich ein Puma durch das Gebiet nahe dem Münchner Flughafen streift, bleibt damit weiterhin offen.

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