Telekom setzt auf Automatisierung Einsparungen in Milliarden-Höhe geplant: Deutsche Telekom setzt auf KI

Einsparungen in Milliarden-Höhe geplant: Deutsche Telekom setzt auf KI
Künstliche Intelligenz soll bei der Deutschen Telekom unter anderem im Netzbetrieb, Kundenservice und in der Softwareentwicklung zum Einsatz kommen. (Symbolbild: Wirestock / iStock Editorial / Getty Images Plus)

Die Deutsche Telekom will verstärkt auf Künstliche Intelligenz setzen und erhofft sich dadurch Einsparungen in Milliardenhöhe. Sie will nicht nur den Kundenservice neu aufstellen, auch die Netze sollen entlastet werden. Die Telekom sieht durch KI eine große Geschäftschance.

Wie wird aus künstlicher Intelligenz ein messbarer Beitrag zum Geschäft? Das zeigt die Deutsche Telekom bei ihrem KI-Investorentag in Bonn. Vorstand und Fachverantwortliche stellen Anwendungen aus dem gesamten Konzern vor: vom Produkt für Privatkunden über industrielle KI bis zum Einsatz in Netzplanung und -management. Im Fokus stehen zusätzliche Umsätze, geringere Kosten und eine noch höhere Qualität für Kunden. Die Telekom bestätigt außerdem ihre Prognose sowie mittelfristigen Ziele.

Plattform für den Mittelstand

„KI verändert die Telekom von Grund auf. Sie macht unsere Netze noch besser und intelligenter, unseren Service persönlicher und eröffnet neue Geschäftsmodelle, vom KI-Assistenten im Telefonat bis zur souveränen Infrastruktur für Europas Industrie“, sagte Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom.

Für den Mittelstand entwickelt die Telekom zudem eine Plattform, mit der Unternehmen wiederkehrende Aufgaben etwa im Service oder in der Logistik automatisieren können. Für 2026 erwartet sie außerhalb der USA rund 250 Millionen Euro KI-bezogenen Umsatz mit Unternehmen. Bis 2030 will sie diesen Wert auf rund 800 Millionen Euro steigern, heißt es in einer Pressemitteilung.

Auch das Telefonat wird zum KI-gestützten Dienst. Der Magenta AI Assistant kann Gespräche im Mobilfunk live übersetzen, Fragen beantworten und Inhalte zusammenfassen, ohne dass Kundinnen und Kunden eine zusätzliche App oder ein neues Endgerät benötigen.

KI und Automatisierung senken Kosten

Die Telekom setzt KI dort ein, wo große Mengen wiederkehrender Arbeit anfallen: im Netzbetrieb, im Kundenservice, in der Softwareentwicklung und in Verwaltungsprozessen. Der Chatbot „Frag Magenta“ hat bereits im ersten Halbjahr 2026 rund 2,6 Millionen Anrufe im Kundenservice übernommen. In den USA ist die Zahl der Anrufe beim Kundenservice um 55 Prozent gesunken; KI-Agenten bearbeiten dort inzwischen 40 Prozent der Kundenkontakte. KI unterstützt Entwicklerteams außerdem dabei, Software zu erstellen und ältere IT-Systeme abzulösen.

Anliegen schneller und genauer lösen

Im Mobilfunknetz zeigt sich der Nutzen von KI bereits im laufenden Betrieb. Der „RAN Guardian Agent“ erkennt bevorstehende Belastungen, etwa bei Großveranstaltungen, und unterstützt das Netzmanagement bei Gegenmaßnahmen. Die Bearbeitungszeit für solche Ereignisse sank von mehreren Stunden auf rund eine Minute.

Im Kundenservice hilft die KI, Anliegen schneller und genauer zu lösen. Sie stellt Beschäftigten während eines Gesprächs passende Informationen bereit und übernimmt die Dokumentation. Auch wenn ein neuer Anschluss eingerichtet wird, soll KI Probleme erkennen, bevor daraus eine Beschwerde wird. Erste Anwendungsfälle zeigen dabei einen Rückgang der Beschwerden um 30 Prozent.

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