Neustart nach Rückzug Glasfaser-Neustart in Tuttlingen: Telekom übernimmt Ausbau
Nach dem Rückzug der Deutschen Glasfaser startet die Telekom 2027 den Ausbau in Tuttlingen. Die Stadt hofft auf weitere Gebiete, der Oberbürgermeister übt Kritik.

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Nach dem Rückzug der Deutschen Glasfaser übernimmt die Telekom den Glasfaserausbau in Tuttlingen. Ab Frühjahr 2027 sollen die ersten Kabel verlegt werden.
Die Stadt Tuttlingen hat in den vergangenen Monaten mit mehreren Anbietern über den Ausbau des Glasfasernetzes verhandelt. Nun steht mit der Deutschen Telekom ein neuer Partner fest. Die entsprechenden Anträge für Tiefbaumaßnahmen liegen bereits vor. Den Anfang macht die Westliche Innenstadt, wo voraussichtlich ab Frühjahr 2027 die ersten Glasfaserkabel verlegt werden.
Wirtschaftsförderer Martin Wycisk bestätigt, dass die Vorbereitungen bereits laufen. Über weitere Ausbaugebiete befindet sich die Stadt mit der Telekom im Gespräch. Ob mittelfristig das gesamte Stadtgebiet angeschlossen werden kann, ist allerdings noch offen.
Telekom baut ohne öffentliche Fördermittel aus
Der angekündigte Glasfaserausbau erfolgt eigenwirtschaftlich. Das bedeutet, dass die Telekom die Arbeiten ohne öffentliche Fördermittel finanziert.
Anders als bei manchen anderen Ausbauprojekten ist der Start nicht an eine bestimmte Anzahl von Vorverträgen gebunden. Eine Mindestquote an Interessenten muss somit nicht erreicht werden.
Für Hauseigentümer gibt es zudem eine Möglichkeit, Kosten zu sparen. Wer während der Ausbauphase einen passenden Telekom-Tarif bucht, kann sich nach Angaben des Unternehmens einen kostenlosen Hausanschluss sichern.
Deutsche Glasfaser zieht sich vollständig zurück
Während die Telekom den Ausbau vorbereitet, hat sich die Deutsche Glasfaser endgültig aus Tuttlingen zurückgezogen. Mit dem Unternehmen hatte die Stadt zuvor über einen längeren Zeitraum verhandelt.
Mehrere Tuttlinger Geschäftskunden erhielten nach Angaben der Stadt in diesen Tagen einen Serienbrief. Darin teilte die Deutsche Glasfaser mit, dass sie aus wirtschaftlichen Gründen auf einen Ausbau in Tuttlingen verzichtet.
Besonders die Art der Kommunikation sorgt bei Oberbürgermeister Michael Beck für Ärger. Die Stadt habe nicht direkt vom Unternehmen, sondern über betroffene Geschäftskunden von der Entscheidung erfahren.
„Erst werden wir auf dubiose und nicht nachprüfbare Quoten verwiesen, dann monatelang hingehalten, und zum Schluss sind wir darauf angewiesen, über Bande von Unternehmen darüber informiert zu werden, dass Sie in unserer Stadt keine weiteren Aktivitäten planen“, kritisiert Beck gegenüber der Geschäftsführung der Deutschen Glasfaser.
Stadt hofft auf zügigen Ausbau
Nach den Erfahrungen mit dem bisherigen Anbieter setzt die Stadt nun auf die Zusammenarbeit mit der Telekom.
Oberbürgermeister Michael Beck begrüßt den angekündigten Neustart. Schnelles und zuverlässiges Internet sei längst nicht mehr nur eine Frage des Komforts, sondern für viele Menschen auch beruflich notwendig.
Zugleich hofft er, dass nach dem geplanten Beginn in der Westlichen Innenstadt möglichst bald weitere Stadtteile folgen.
Bürger können Verfügbarkeit bereits prüfen
Interessierte können ab sofort online nachsehen, ob ihre Adresse im geplanten Ausbaugebiet liegt.
Unter www.telekom.de/glasfaser bietet die Telekom eine Verfügbarkeitsprüfung sowie Informationen zu Tarifen, Glasfaseranschlüssen und den Konditionen für einen Hausanschluss an.
Wichtig für Eigentümer: Für die Verlegung der Glasfaser auf ein privates Grundstück und in ein Gebäude ist ihre Zustimmung erforderlich.
Auch die Stadt Tuttlingen informiert unter www.tuttlingen.de/glasfaser über den aktuellen Stand des Ausbaus, häufige Fragen und damit verbundene Baustellen.
(Quelle: Stadt Tuttlingen)
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Was bedeutet das?Transparenz
- Erstmals veröffentlicht
- 29.10.2026, 11:40 Uhr





