Austausch mit Umweltministerium LandFrauen bringen 13 Themen in Baden-Württemberg ein

LandFrauen bringen 13 Themen in Baden-Württemberg ein
Von links nach rechts: Petra Fetzer (Landesgeschäftsführerin LandFrauenverband Württemberg-Baden e.V.), Martina Krattenmacher (Landesgeschäftsführerin LandFrauenverband Württemberg-Hohenzollern e.V.), Christa Fuchs (Präsidentin LandFrauenverband Württemberg-Hohenzollern e.V.), Andre Baumann, Karin Rau (Präsidentin LandFrauenverband Württemberg-Baden e.V.), Christiane Wangler (Präsidentin LandFrauenverband Südbaden e.V.), Karla Wöhrle (Präsidiumsmitglied LandFrauenverband Südbaden e.V.) (Bild: LandFrauenverband Württemberg-Hohenzollern e.V. )
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Die LandFrauenverbände haben mit Staatssekretär Dr. Andre Baumann über Landwirtschaft, Klima und Biodiversität gesprochen. Insgesamt standen 13 Themen auf der Agenda.

Bei dem Gespräch am 21. September 2026 im Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg reichte die Themenpalette vom Bibermanagement über den Strategiedialog bis zur Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab 2028. Beteiligt waren die Arbeitsgemeinschaft der LandFrauenverbände Baden-Württembergs und Staatssekretär Dr. Andre Baumann, MdL.

„Der Austausch hat gezeigt, wie viele gemeinsame Schnittmengen zwischen unseren Verbänden und dem Umweltministerium bestehen. Das ist ein wichtiges Signal für die Zusammenarbeit. Wir freuen uns auf weitere Gespräche und darauf, dass Natur- und Klimaschutzprojekte unserer LandFrauen vor Ort, wie Blühstreifen oder insektenfreundliche Gärten, dabei stärker in den Blick genommen werden“, so Karin Rau, Präsidentin des LandFrauenverbandes Württemberg-Baden.

Die LandFrauenverbände betonten ihre Offenheit für die Anliegen des Umweltministeriums rund um Menschen und Natur. „Landwirtschaft ist unmittelbar mit Natur und Umwelt verbunden. Nur wenn die drei Säulen der Nachhaltigkeit, Ökonomie, Ökologie und Soziales, im Einklang stehen und Familienbetriebe davon leben können, bleiben Ernährungssouveränität, Naturschutz und Kulturlandschaft in Baden-Württemberg langfristig gesichert“, betont Christa Fuchs, Präsidentin des LandFrauenverbandes Württemberg-Hohenzollern.

Landwirtschaft und Naturschutz im Fokus

Beide Seiten waren sich einig, dass Naturschutz und Landwirtschaft eng zusammenarbeiten müssen. Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft besteht in Baden-Württemberg bereits ein gutes Miteinander. Baumann unterstrich das Vertrauen des Ministeriums in die Landwirtschaft, nach dem Prinzip „Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser“. Zudem hob er das Engagement der LandFrauen in der Bildungsarbeit und bei Naturschutzaktionen vor Ort hervor.

Das Umweltministerium zeigte sich außerdem daran interessiert, Entscheidungen etwa zur Moorwiedervernässung individuell vor Ort zu treffen. Als große Aufgabe benannte das Ministerium auch im Rückblick auf den Hitzesommer den bislang fehlenden Aufbau einer Klimaschutzverwaltung.

„Das Vertrauen in die Landwirtschaft, das im Gespräch deutlich wurde, ist ein gutes Signal. Genauso begrüßenswert ist die Bereitschaft, Bürokratie abzubauen und Verordnungen praxisnäher und verständlicher zu gestalten“, sagt Christiane Wangler, Präsidentin des LandFrauenverbandes Südbaden.

Die Arbeitsgemeinschaft will den Austausch mit dem Umweltministerium künftig fortsetzen und dabei die Interessen von Frauen im ländlichen Raum bei Themen wie Landwirtschaft, Klima- und Naturschutz einbringen.

Rund 80.000 Mitglieder in Baden-Württemberg

Mit rund 80.000 Mitgliedern ist die Arbeitsgemeinschaft der drei LandFrauenverbände nach eigenen Angaben die größte baden-württembergische Interessenvertretung für Frauen im ländlichen Raum. Die Mitglieder gehören dem LandFrauenverband Württemberg-Hohenzollern, dem LandFrauenverband Südbaden und dem LandFrauenverband Württemberg-Baden an und sind in mehr als 1.040 Kreisverbänden, Bezirken und Ortsvereinen organisiert.

Die Arbeitsgemeinschaft vertritt auf Landesebene die wirtschafts-, sozial- und gesellschaftspolitischen Interessen der Frauen im ländlichen Raum. Sie ist parteipolitisch neutral und konfessionell ungebunden. Der Vorsitz wechselt jährlich zwischen den drei Landesverbänden und liegt 2026 beim LandFrauenverband Württemberg-Baden e.V., der in diesem Jahr auch die Geschäftsführung der Arbeitsgemeinschaft innehat.

Die drei Verbände sind per E-Mail unter [email protected], [email protected] und [email protected] erreichbar. Antworten an die Arbeitsgemeinschaft können an den LandFrauenverband Württemberg-Baden e.V., Olgastraße 83, 70182 Stuttgart, Telefon 0711/248927-0, E-Mail [email protected], gerichtet werden.

(Quelle: LandFrauenverband Württemberg-Hohenzollern e.V.)

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