Feelgood-Manager mit Fell Hunde am Arbeitsplatz: Internationaler „Nimm-deinen-Hund-mit-zur-Arbeit-Tag“

Hunde am Arbeitsplatz: Internationaler „Nimm-deinen-Hund-mit-zur-Arbeit-Tag“
Tierischer und fleißiger Assistent: Heute am "Nimm-deinen-Hund-mit-an-den-Arbeitsplatz-Tag" wird der Bürohund besonders geehrt. (Bild: Photoboyko/ iStock / Getty Images Plus)

Am 23. Juni 2023 findet der weltweite Bürohundtag statt. Dieser soll Unternehmen dazu ermutigen, Hunde am Arbeitsplatz zu erlauben. Und das mit gutem Grund. Denn eine Studie zeigt: Ein tierischer Begleiter im Büro hat so einige Vorteile.

Der beliebteste Kollege hat flauschiges Fell und vier Pfoten — das würden wohl Mitarbeiter von Unternehmen sagen, in denen Hunde am Arbeitsplatz erlaubt sind. Dass das nicht nur eine subjektive Meinung ist­, zeigte bereits 2012 eine Studie der Virginia Commonwealth University. Der Professor Randolph T. Barker konnte darin nachweisen, dass Hunde im Büro das Stresslevel deutlich senken.

Weniger Stress, mehr Kommunikation

Die Mitnahme eines Hundes führte demnach zu einer signifikanten Stress-Reduzierung der Angestellten während des Arbeitstages. Durch die Anwesenheit der Vierbeiner interagierten die Kollegen außerdem mehr miteinander und führten mehr (Hunde-bezogene) Gespräche. Diese positive Interaktion untereinander verbesserte die Zufriedenheit und Leistung der Mitarbeiter.

Einen Hund zu streicheln beruhigt und nimmt uns das Gefühl von Gestresst-Sein.
Einen Hund zu streicheln beruhigt und nimmt uns das Gefühl von Gestresst-Sein. (Bild: picture alliance / Monkey Business 2/Shotshop | Monkey Business 2)

Mehr Wohlbefinden dank des Kuschelhormons Oxytocin

Doch woran liegt es, dass ein Hund im Büro das Wohlbefinden steigert? Die wissenschaftliche Antwort darauf lieferte eine Doktorandin der Swedish University of Agricultural Sciences in ihrer Doktorarbeit. Sie zeigte, dass die Interaktionen zwischen Hund und Besitzer zu einem Ausstoß von Oxytocin beim Hund und beim Besitzer führt. Ocytocin gilt als „Anti-Stress“ und „Kuschelhormon“.

Seine positiven Effekte lassen sich auch auf Nicht-Hundebesitzer übertragen. Die Interaktion zwischen Hund und Mensch sorgt demnach bei Mitarbeitern unter anderem für einen niedrigeren Blutdruck, geringere Cholesterinwerte und eine verringerte Herzfrequenz.

Aktive Bewegungspausen als positiver Nebeneffekt

Ein weiterer positiver Nebeneffekt eines felligen Kollegen: Er sorgt für mehr Bewegung im Arbeitsalltag. Und das nicht nur bei den Hundebesitzern: Obwohl es nicht Gegenstand der Studie war, wurde festgestellt, dass sich auch Mitarbeiter ohne Hund den Gassirunden anschlossen oder sich zum Ausführen des Hundes anboten. Durch die Pausen an der frischen Luft konnte anschließend erfrischt und produktiv weitergearbeitet werden.

Tipps für Unternehmen

Sie denken darüber nach, Hunde in Ihrem Unternehmen zu erlauben? Auf der Seite des Bundesverband Bürohunde e.V. finden Sie weiterführende Informationen.

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