In Österreich ist ein mit Rattengift verseuchtes Gläschen HiPP-Babynahrung entdeckt worden. Ein Kunde hatte dies gemeldet, ein Verzehr hat glücklicherweise nicht stattgefunden. Der Babynahrungshersteller hat einen Produkt-Rückruf gestartet – Deutschland sei nicht betroffen.
Die Burgenländer Polizei ermittelt auf Hochtouren und warnt die Bevölkerung eindringlich vor möglicherweise vergifteter Babynahrung/Beikostnahrung der Marke HiPP, heißt es in einer Pressemitteilung. In Österreich, Tschechien und der Slowakei wurden manipulierte Gläschen entdeckt. Laut dem deutschen Hersteller Hipp sind dort alle Produkte aus dem Verkauf genommen worden.
Deutschland ist nicht betroffen. Wie es allerdings in einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord heißt, führt die Kriminalpolizei Ingolstadt ein Verfahren wegen Verdachts der versuchten Erpressung zum Nachteil des in Pfaffenhofen an der Ilm ortsansässigen Babynahrungsmittelherstellers HiPP gegen Unbekannt. Die Ermittlungsgruppe „Glas“ wurde eingerichtet. Hinweise werden unter der Telefonnummer 0841-9343-3803 entgegengenommen
Giftiger Zusatzstoff ist Rattengift
Ein offensichtlich manipuliertes Glas mit Babynahrung „Karotten mit Kartoffeln“ 190 Gramm wurde vom Landeskriminalamt Burgenland sichergestellt. Dieses Gläschen war von einem Kunden gemeldet worden. In Tschechien und der Slowakei wurden ebenfalls markierte Gläser polizeilich sichergestellt. Erste Laboruntersuchungen ergaben bei diesen Produkten einen giftigen Zusatzstoff. Zudem wurde berichtet, dass manipulierte Gläser verdorben riechen würden, so die Polizei.
Das BKA hat eine Probe des sichergestellten Produktes am Samstagnachmittag untersucht und positiv auf Rattengift getestet. Die Behörden bitten die Bevölkerung um erhöhte Aufmerksamkeit und rasche Meldung verdächtiger Wahrnehmungen:
Laut Polizei erkennt man wie folgt betroffene Produkte
- Weißer Aufkleber mit rotem Kreis am Glasboden,
- bereits geöffneter oder beschädigter Deckel
- fehlender Sicherheitsverschluss („Knack-Geräusch“ beim ersten Öffnen fehlt)
- ungewöhnlicher oder verdorbener Geruch (laut Zeugenaussagen)
Die Landespolizeidirektion Burgenland nimmt Informationen zum Rückruf von HiPP Babygläschen mit möglichen lebensbedrohlichen Inhalten unter der Telefonnummer +43 5913310 Durchwahl: 3333 entgegen.
Welche Maßnahmen hat HiPP ergriffen?
- Die betroffenen Handelspartner in Tschechien und der Slowakei haben vorsorglich alle HiPP Babykostgläschen aus dem Verkauf genommen.
- In Österreich bleibt die Situation unverändert:
HiPP ruft weiterhin alle Babykostgläschen zurück, die bei SPAR Österreich gekauft wurden.
Im Zuge dieser Rückrufaktion wurde bereits ein manipuliertes Gläschen sichergestellt. - Darüber hinaus hat SPAR entschieden, HiPP Babykost aus seinen Märkten zu nehmen und diese Vorsorgemaßnahme auch auf weitere SPAR‑Vertriebsländer auszuweiten.
Welche Gefahr besteht?
Der Verzehr eines manipulierten Gläschens kann lebensgefährlich sein.
Aus Gründen der Vorsicht wird dringend davon abgeraten, entsprechende Produkte zu konsumieren, heißt es auf der Seite von HiPP.
Grundsätzliche Empfehlung:
Unabhängig von diesem konkreten Fall gilt – für HiPP ebenso wie generell bei Babynahrung:
- Achten Sie bitte immer auf die Unversehrtheit der Verpackung,
- insbesondere auf einen intakten Vakuumverschluss bei Gläsern (Plopp),
- und verwenden Sie keine Produkte, die Auffälligkeiten zeigen.
Was sollen Kunden jetzt tun?
Wir bitten unsere Eltern und Verbraucher, HiPP Babykostgläschen, die bei SPAR Österreich gekauft wurden, aus Sicherheitsgründen nicht zu füttern oder zu verzehren.
Alle betroffenen HiPP Babykostgläschen können in jedem SPAR-, EUROSPAR-, INTERSPAR-Markt oder Maximarkt zurückgegeben werden. Der volle Kaufpreis wird auch ohne Vorlage eines Kassenbons rückerstattet.
HiPP Elternservice Österreich steht für Rückfragen zur Verfügung: +43 7612 76577-104
Weitere ausführliche Infos: https://www.hipp.de/beikost/aktuelles/rueckruf-glaeschen/
(Quelle: HiPP/Presse/LPD Burgenland)