Cybersicherheitsmonitor 2023: Onlinebetrug nimmt immer mehr zu

Die Zahl der im Internet begangenen Straftaten ist hoch. Die Methoden der Cyberkriminellen sind dabei breit gefächert.
Die Zahl der im Internet begangenen Straftaten ist hoch. Die Methoden der Cyberkriminellen sind dabei breit gefächert. (Bild: PUGUN SJ // iStock / Getty Images Plus)

Die häufigsten Straftaten im Internet sind Datendiebstahl und Betrugsdelikte. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie. In Zeiten der Künstlichen Intelligenz haben Kriminelle außerdem ihre Maschen erweitert. Doch mit einfachen Tipps kann man sich vor Betrugsfallen im Netz schützen. 

Über ein Viertel der befragten Bürger sind bereits Opfer von Cyberkriminalität geworden. Vor allem vor Betrugsmethoden mithilfe der neuen Künstlichen Intelligenz (KI) fürchten sich viele.

Aber auch die Angst vor möglichen Fälschungen und Manipulation von Dokumenten und Medien sowie die generelle Angst vor Angriffen von Cyberkriminellen beschäftigt die Internetnutzer. Außerdem sind die Befragten um die Sicherheit ihrer persönlichen Daten besorgt. Das zeigt der aktuelle Cybersicherheitsmonitor 2023 (CyMon).

Acht von zehn Betroffenen tragen einen Schaden davon

Unter allen Personen, die bereits von Cyberkriminalität betroffen waren, mussten insgesamt acht von zehn Personen einen Schaden hinnehmen.  Am schwersten wiegt hier der Vertrauensverlust gegenüber den entsprechenden Onlinediensten.

Außerdem spricht in etwa ein Viertel der Befragten von zeitlichen und emotionalen Schäden, darunter hauptsächlich die Angst.

Gefahren werden zum Teil nicht erkannt

Beim Onlinebanking halten knapp 90 Prozent der Nutzenden Cybersicherheit für sehr wichtig, beim Onlineshopping hingegen sind es deutlich weniger – obwohl auch hier sensible Daten wie Kreditkarteninformationen weitergegeben werden.

Künstliche Intelligenz birgt Gefahren

Das Thema der KI steht beim diesjährigen CyMon in den Mittelpunkt. Während fast alle Befragten (96 Prozent) schon einmal von Künstlicher Intelligenz gehört haben, weiß kaum jemand, welche KI-basierten Methoden Kriminelle und Betrüger nutzen.

Künstliche Intelligenz ist innovativ und futuristisch. So viele Vorteile sie auch bringt, so viel Schaden kann sie anrichten.
Künstliche Intelligenz ist innovativ und futuristisch. So viele Vorteile sie auch bringt, so viel Schaden kann sie anrichten. (Bild: David Gyung // iStock / Getty Images Plus)

Am bekanntesten ist der Schockanruf mit von einer KI-Anwendung nachgeahmten Stimme. Obwohl der Polizei in Deutschland bisher keine derartigen Fälle bekannt sind, haben von der Methode bereits etwa die Hälfte der Befragten gehört.

Misstrauen im Netz kann schützen

Dr. Stefanie Hinz, Landespolizeipräsidentin und Vorsitzende des Programms der polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes, gibt Tipps, um sich im Alltag vor Onlineangriffen zu schützen:

Auch beim Online-Shopping sollte man vorsichtig sein. Vieles kann sich hier als Falle herausstellen.
Auch beim Online-Shopping sollte man vorsichtig sein. Vieles kann sich hier als Falle herausstellen. (Bild: Sitthiphong // iStock / Getty Images Plus)

„Täglich nutzen die Menschen Onlineangebote. Um sich vor Betrug im Online-Handel zu schützen, sollten Sie bei besonders günstigen Angeboten misstrauisch sein. Prüfen Sie Anbieter auf Seriosität, schauen Sie nach Onlinebewertungen anderer Käufer. Achten Sie auf sichere Zahlungswege, und kaufen Sie am besten auf Rechnung. Und wenn Sie doch von einem Betrug betroffen sind, zeigen Sie diese Fälle umgehend bei uns an. Sie helfen damit nicht nur, Kriminellen das Handwerk zu legen, Sie verhindern auch, dass weitere Menschen Geld verlieren.“

(Quelle: Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes)