Sensation im Tierreich Gorilla-Seniorin feiert 69. Geburtstag im Zoo Berlin

Gorilla-Seniorin feiert 69. Geburtstag im Zoo Berlin
Gesunde Leckereien zum 69. Geburtstag für Gorilladame Fatou. (Foto: Zoo Berlin)
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Happy Birthday, Fatou! Die Gorilla-Dame feiert am 13. April ihren 69. Geburtstag und gilt damit als ältester Gorilla der Welt. Seit mehr als sechs Jahrzehnten lebt sie im Zoo Berlin und ist dort nicht nur das älteste Tier, sondern auch eine ganz besondere Persönlichkeit.

„Fatou ist ein faszinierender Ruhepol im Zoo Berlin und zieht unsere Gäste mit ihrer würdevollen Art in ihren Bann. So hat sie über viele Jahrzehnte hinweg unzählige Menschen begeistert und ist damit eine wichtige Botschafterin für den Schutz der Westlichen Flachlandgorillas“, sagt Zoo- und Tierparkdirektor Dr. Andreas Knieriem.

Fatou lässt es ruhig angehen

„Die Westlichen Flachlandgorillas sind unter anderem durch Lebensraumzerstörung und Wilderei vom Aussterben bedroht. Gerade Tiere wie Fatou machen daher deutlich, wie wichtig es ist, Verantwortung für bedrohte Arten zu übernehmen und ihre natürlichen Lebensräume zu schützen.“

Mit ihrem hohen Alter gehen auch besondere Anforderungen an Haltung und Pflege einher, heißt es in einer Pressemitteilung des Zoos. Deshalb wird Fatous Gesundheitszustand engmaschig von einem Team aus Tierärzten, Kuratoren und Tierpflegern beobachtet und regelmäßig gemeinsam bewertet. Dabei zeigt sich, dass sie sich mittlerweile altersentsprechend etwas ruhiger bewegt und insgesamt mehr Zeit für ihre täglichen Aktivitäten benötigt.

Seniorin lebt abseits der quirligen Artgenossen

„In diesem Alter ist es besonders wichtig, genau hinzuschauen und individuell auf das Tier einzugehen“, erklärt Kuratorin Dr. Jennifer Hahn. „Wir beobachten Fatou sehr genau und passen ihre Betreuung kontinuierlich an ihre Bedürfnisse an. Dazu gehört auch, ihr ausreichend Rückzug zu ermöglichen.

Sie lebt in ihrer eigenen Anlage, abseits der quirligen Gorillagruppe und hat so die Ruhe, die sie in ihrem hohen Alter verdient.“ Ein wichtiger Bestandteil dieser Fürsorge ist die kürzlich erfolgte gezielte Anpassung ihrer Ernährung durch die Abteilung Tiergesundheit, Tierschutz und Forschung des Zoo Berlin.

Mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt

Obst steht für die ältere Dame inzwischen nicht mehr auf dem Speiseplan, da der hohe Zuckergehalt gesundheitliche Risiken wie Übergewicht oder Stoffwechselerkrankungen begünstigen kann. Fatou erhält mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt, die jeweils aus ausgewählten Futtermitteln bestehen. Diese Form der Fütterung unterstützt ein natürliches Verhalten und sorgt dafür, dass die Nahrung optimal aufgenommen wird. Ergänzend wird das Futter gezielt auf der Anlage verteilt oder in Beschäftigungselementen angeboten, um Fatou auch geistig zu fordern. Wenn das Wetter es zulässt, nutzt die Seniorin weiterhin ihre Außenanlage und genießt dort die ruhigen Momente an der frischen Luft.

Neubau für die Gorillafamilie ist geplant

Fatou kam bereits 1959 nach Berlin und hat damit auch den Wandel in der Stadt- und Zoogeschichte miterlebt. Das Affenhaus ist eines der letzten bisher noch nicht umfassend sanierten Tierhäuser aus der Nachkriegszeit. Ein Neubau für die Gorillafamilie auf dem Erweiterungsgelände des Zoo Berlin ist aktuell in der Planungsphase. Zur Umsetzung des neuen Gorillahauses sammelt der Zoo Berlin derzeit noch Spenden: https://www.zoo-stiftung-berlin.de/unterstuetzen/zoo-berlin/tillas-villa. Im Zoo Berlin leben neben Gorilla-Seniorin Fatou noch Silberrücken Sango (21) sowie die Weibchen Djambala (24), Bibi (29), Mpenzi (40) und Tilla (5).

Hintergrund – Die ältesten Tiere im Zoo Berlin

Altersruhesitz mit Vollpension: Tierische Senioren sind ein Phänomen, das mit der geschützten Haltung von Wildtieren in menschlicher Obhut entstanden ist. Im natürlichen Lebensraum sorgt die natürliche Auslese dafür, dass kranke und altersschwache Tiere „aussortiert“ werden. Sie sind leichte Beute für Raubtiere, werden von Rivalen aus dem Revier verdrängt oder verhungern, weil sie selbst keine Beute mehr fangen können. In Zoologischen Gärten hingegen leben Tiere dank bester medizinischer Versorgung und der Abwesenheit von Räubern oft deutlich länger als im natürlichen Lebensraum.

(Quelle:  Zoo Berlin/Presse)