Soforthilfe für Obdachlose Winter

Soforthilfe für Obdachlose Winter
(Bild: pixabay)
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Redaktion

Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha: „In der kalten Jahreszeit und wegen der Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie benötigen Wohnungslose verstärkt Schutzunterkünfte“. Land stellt weitere 400.000 Euro Soforthilfe für die Unterbringung von Obdachlosen bereit

Die Corona-Krise und die damit verbundenen strengen Einschränkungen treffen gerade auch Menschen ohne festen Wohnsitz insbesondere in der kalten Jahreszeit hart. Sie leben auf der Straße, haben keinen Rückzugsort. Sofern Notunterkünfte zur Verfügung stehen, teilen sich den Raum meist mehrere Menschen. Die Abstands- und Hygieneregeln können so nicht immer eingehalten werden. Hinzu kommt: Nicht alle Notunterkünfte haben rund um die Uhr geöffnet.

„Die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus ist für Menschen, die auf der Straße leben, ganz besonders hoch. Auch die verschärften Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus machen das Leben auf der Straße für Obdachlose nicht einfacher, im Gegenteil: Ein geschützter, wärmender Raum ist oftmals nur stundenweise oder gar nicht vorhanden. Mit unserem jetzt zum zweiten Mal während der Corona-Pandemie aufgelegten Soforthilfeprogramm für Wohnungslose wollen wir diesen Menschen im Winter eine sichere Rückzugs- und Schutzmöglichkeit geben“, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha am Sonntag, 29. November in Stuttgart.

„Nur mit mehr Notübernachtungsplätzen und mehr Raum zum Aufenthalt können die vorgeschriebenen Abstandsregeln und Hygienevorschriften auch rund um die Uhr eingehalten werden. Nur so können wir den besonders gefährdeten Personenkreis der Obdachlosen besser schützen und damit auch zur Eindämmung des Coronavirus beitragen. Mit der Soforthilfe unterstützen wir gleichzeitig auch die baden-württembergischen Kommunen und die Stadt- und Landkreise bei der Bewältigung ihrer großen Herausforderungen“, so der Minister weiter.

Hintergrundinformation:

Viele Menschen, die von Wohnungslosigkeit bedroht oder betroffen sind, sind medizinisch unterversorgt oder haben Mehrfacherkrankungen. Sie gehören damit zum besonders vulnerablen Personenkreis und in Corona-Zeiten zur Risikogruppe.