BWV stellt „Zukunftsquelle“ vor Sauberes Wasser in Zeiten des Klimawandels

Sauberes Wasser in Zeiten des Klimawandels
Informationen über die „Zukunftsquelle“: Christoph Jeromin und Michael Stäble (BWV), Olaf Hummel (SWT), OB Michael Beck, Guido Wolf MdL. (Bild: Stadt Tuttlingen)
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Eine zuverlässige Versorgung mit sauberem Trinkwasser wird in Zeiten des Klimawandels eine immer anspruchsvollere Aufgabe. Die Bodensee-Wasserversorgung (BWV) investiert daher einer Milliarde Euro in das Projekt „Zukunftsquelle“. Was sich dahinter verbirgt, erfuhren die Tuttlinger am Freitag an einem Infostand vor dem Rathaus.

Was man immer im Überfluss hat, weiß man nicht zu schätzen. So ist es auch mit dem Trinkwasser, und die Bodensee-Wasserversorgung möchte das ändern: „Wir wollen die Menschen dafür sensibilisieren, dass sauberes Trinkwasser nicht selbstverständlich ist – und dass ein großer Aufwand dafür nötig ist“, so OB Michael Beck in seiner Funktion als Verbandsvorsitzender der BWV am Freitag.

In zehn Städten ist die BWV im Rahmen ihrer Infotour gerade unterwegs, und im Mittelpunkt steht dabei das größte Projekt der BWV seit ihrer Gründung im Jahr 1954: Nicht weit von der bestehenden Wasserentnahmestelle in Sipplingen soll eine zweite Anlage gebaut werden, die aus den Tiefen des Bodensees sauberes Trinkwasser schöpft.

Sobald diese fertig ist, kann an der Sipplinger Entnahmestelle die nötige Generalsanierung beginnen. Und wenn diese abgeschlossen ist, hat die BWV mit zwei Anlagen dann deutlich größere Kapazitäten.

Die werden auch benötigt: In Zeiten des Klimawandels und regelmäßiger Dürreperioden steigt der Bedarf an Bodenseewasser. Und vor allem wollen mehr Städte und Gemeinden an das Netz der BWV angeschlossen werden, das schon heute über vier Millionen Menschen in 320 Städten und Gemeinden versorgt, wie OB Beck erklärte. Auch in Bayern bestehe mitterlweile Interesse am Wasser aus dem schwäbischen Meer.

2024 sollen die Arbeiten an der „Zukunftsquelle“ beginnen – und bis voraussichtlich 2041 dauern „Wir planen jetzt für unsere Enkel und Urenkel“, so der Technische Geschäftsführer Christoph Jeromin. Und der Kaufmännische Geschäftsführer Michael Stäbler schwärmt von einem „faszinierenden Projekt“.

Am BWV-Stand am Freitag gab es aber nicht nur Infos: Die Besucher – unter ihnen auch Guido Wolf MdL und SWT-Geschäftsführer Olaf Hummel – konnten sich mit kühlem Wasser erfrischen. Und für Kinder gab es Erlebnis- und Spielstationen – unter anderem ein kniffliges Muschel-Fischen.

Der reale Hintergrund dazu: Die sich im Bodensee rasant ausbreitende Quagga-Muschel sorgt an der Pumpstation in Sipplingen regelmäßig für Probleme. Auch diese sollen durch neue Anlagen im Rahmen der „Zukunftsquelle“ gelöst werden.

(Pressemitteilung: Stadt Tuttlingen)