Jugendparlament im Gespräch mit Martin Hahn

Jugendparlament im Gespräch mit Martin Hahn
MdL Martin Hahn informierte sich im Jugend- und Kulturzentrum MOLKE bei den Jugendlichen des Jugendparlaments über deren Arbeit und warum sie sich für Politik interessieren. (Bild: Stadt Friedrichshafen)

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Martin Hahn, Minister des Landtages, informierte sich im Jugend- und Kulturzentrum bei den Jugendlichen des Jugendparlaments in Friedrichshafen über deren Arbeit und die Gründe, warum sie sich für Kommunalpolitik interessieren.

In dem einstündigen Gespräch ging es um Aktionen, die das Jugendparlament für junge Menschen in Friedrichshafen auf die Beine stellen. Ein Projekt sei der Käfig-Kick, ein Turnier für Jugendliche und junge Erwachsene von 12 bis 27 Jahren, welches das Jugendparlament in Kooperation mit dem Jugend- und Kulturzentrum MOLKE organisiert.

Thema war auch das neue Kommunalwahlrechtsverfahren. Es sieht vor, dass Jugendliche bereits ab 16 Jahren für einen Sitz im Gemeinderat kandidieren können. In Friedrichshafen werden bereits  jetzt die jungen Erwachsenen des Jugendparlaments zu den Sitzungen des Gemeinderates und der vorberatenden Ausschüsse eingeladen und können dort ihre Meinung vertreten. Künftig können sich volljährige Jugendliche als Bürgermeisterin oder Bürgermeister aufstellen lassen kann.

Die Jugendratsmitglieder fragten MdL Hahn, ob Jugendliche mit 16 bzw. mit 18 Jahren eine solche Verantwortung im Gemeinderat oder als Stadt- oder Gemeindeoberhaupt übernehmen können. Natürlich, so Hahn, sei es eine hohe Verantwortung, die Jugendliche mit 16 Jahren im Gemeinderat oder mit 18 Jahren als Stadtoberhaupt übernehmen.

Es sei aber auch spannend, sich den Themen im direkten Lebensumfeld zu stellen, sich zu engagieren, Argumente auszutauschen und umzusetzen. Ob jemand gewählt wird, entscheiden ganz alleine die Wählerinnen und Wähler.

Interessiert waren die Jugendparlamentarier auch an der Meinung Hahns zum Bildungssystem.  Hahn führte an, dass Schule und Bildung seiner Ansicht nach eine Ländersache sei und dass das Abitur-Abschluss überall gleichwertig sein muss. Angesprochen wurden auch die Aktionen der Klimakleber. Sich zu äußern und zu demonstrieren, sei ein Grundrecht und das sei auch gut so. Aktionen, wie die der Klimakleber, seien aber kritisch. Da waren sich MdL Hahn und die Jugendlichen einig.

Auf die Frage, welche Voraussetzungen man benötige, um Politiker zu werden, antwortete Martin Hahn: „Ich selbst bin Landwirt und Quereinsteiger in die Politik. Es gibt keine „Ausbildung“ für Politiker. Demokratie lebt von der Vielfalt, deshalb ist es wichtig, dass Quereinsteiger Chancen haben, politisch aktiv werden zu können“.

Im Bild: (von links): Moritz Schreyögg, Jannik Kaltenhauser, Hannah Joy Brüwer, MdL Martin Hahn, Valentin Lauria und Vera Yilmaz.

(Pressemitteilung: Stadt Friedrichshafen)