Knapp 2,5 Mio. Euro für den Häfler Klimafond Friedrichshafen intensiviert bei Klimaschutz und Klimaanpassung

Friedrichshafen intensiviert bei Klimaschutz und Klimaanpassung
Mit dem Förderprogramm Klimaschutz hat die Stadt bereits hunderte Balkonkraftwerke in Friedrichshafen gefördert, die mittlerweile überall in der Stadt sichtbar sind. Der neue „Häfler Klimafonds 2040“ soll den Klimaschutz durch die Förderung von großen Projekten weiter voranbringen. (Bild: Stadt Friedrichshafen)

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Nachdem die Stadt Friedrichshafen mit dem European Climate Award für ihre klimaangepasste Stadtentwicklung ausgezeichnet und zertifiziert wurde, sind jetzt die Weichen für die Zukunft der Klimaanpassung in Friedrichshafen gestellt worden. Und da lautet das Motto: Mehr ist mehr.

Der Gemeinderat hatte bereits im Juli 2023 die Klimaneutralität bis 2040 beschlossen. Der jetzt ausgearbeitete Maßnahmenplan „Friedrichshafen klimaneutral 2040“ gibt dabei die Richtung vor, um als Stadt klimaneutral zu werden. Die Basis des Maßnahmenplans ist, neben intensiver Recherche in Baden-Württemberg und ganz Deutschland, ein Gutachten der Energieagentur Ravensburg. Aufgeteilt ist der Maßnahmenplan dabei in drei Bereiche: „Informiert und organisiert“, „Gesunde Mobilität für alle“ und „Saubere Energie für alle“. Unter anderem werden alle Maßnahmen in der sogenannten ClimateView Friedrichshafen 2040 übersichtlich dargestellt – abgeschlossen, in Umsetzung oder auch geplant. Das Online-Tool ist auf der städtischen Website zu finden.

Weil das ambitionierte Ziel Klimaneutralität bis 2040 aber nicht alleine von der Stadtverwaltung erreicht werden kann, soll die ganze Stadtgesellschaft an der Umsetzung beteiligt werden. Zum Beispiel nehmen die städtischen Liegenschaften mit nur zwei Prozent einen vergleichsweise geringen Anteil an den städtischen Treibhausgas-Emissionen ein. Um die Beteiligung zu erleichtern, wird das städtische Klimabudget, das bisher nur städtischen Maßnahmen vorbehalten war, mit dem neuen Häfler Klimafond 2040 geöffnet. Mit dem Klimafond können nun auch Klimaprojekte von Privatpersonen oder Unternehmen durch die Stadt gefördert werden.

Der Fokus wird dabei auf dem Ausbau erneuerbarer Energien, Gebäudesanierungen, nachhaltiger Mobilität und sonstigen Maßnahmen und innovativen Klima-Projekte mit herausragender Wirkung für den Klimaschutz liegen. Das Startfördervolumen des Häfler Klimafonds 2040 liegt bei 2.450.000 Euro und ergänzt die bereits bestehenden Förderprogramme „Klimaschutz bei Wohngebäuden, Elektromobilität und Einbruchschutz“ und „Häfler Zukunftsgrün“ für kleinere Individualmaßnahmen. Der Häfler Klimafond besteht aus nicht verausgabten Mitteln der Stadt und wird künftig fester Bestandteil des Klimabudgets sein. Mit dem Gemeinderatsbeschluss im März konnte die Ausarbeitung der Förderrichtlinien beginnen.

(Pressemitteilung: Stadt Friedrichshafen)