Wünsche bei Online-Bürgerbefragung Zentrales Service-Portal und mehr Energiekontrolle

Zentrales Service-Portal und mehr Energiekontrolle
Eine hohe Kundenzufriedenheit bestätigte die Bürgerbefragung zum Thema Energie- und Wasserversorgung sowie kommunalen Dienstleistungen. Die Preise für das damit verbundene Gewinnspiel überreichten Stadtwerke-Chef Axel Blüthgen (li.), Thüga-Energie-Geschäftsführer Dr. Markus Spitz (re) sowie Florence Wenzler von der Thüga Energie an Peter Schiller (3. v. li.) und Ernst Gantert (2. v. li). (Bild: Thüga)
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Redaktion

Singen – Die Thüga Energienetze, die Thüga Energie, die Stadt Singen und die Stadtwerke haben in einem Konsortialvertrag viele Themen der zukünftigen Zusammenarbeit geregelt. Die neue Kooperation startete im Februar mit der Gründung der gemeinsamen Infrastrukturgesellschaft für den Bereich Gas- und Stromnetze.

Da perspektivisch eine Weiterentwicklung und größere Kooperationslösung angedacht sind, wurde im Frühjahr gemeinsam eine Online-Bürgerbefragung auf den Weg gebracht, um die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger kennenzulernen. Durchgeführt von statwerk, Stuttgart haben 500 Personen daran teilgenommen.

Auch wenn bei der Befragung aktuell schon eine sehr hohe Kundenzufriedenheit bei Thüga, Stadtwerken und Stadt zu verzeichnen ist, wäre in der Zukunft ein gemeinsames Kundencenter unter dem Motto „Alles aus einer Hand“ für gemeinsame Dienstleistungen vorstellbar. Dabei wünschen sich die Bürgerinnen und Bürger aller Altersgruppen am meisten (fast 80 Prozent) ein zentrales Service-Portal im Internet – 72 Prozent sogar ein zentrales Servicebüro.

Das wichtigste Thema der Onlinebefragung mit über 70 Prozent ist der Glasfaserausbau. Je jünger die Befragten, desto bedeutender ist das Thema für sie.

In Zeiten von Klimawandel und stetig steigenden Energiepreisen überrascht es nicht, dass bei der Wunschliste von 70 Prozent der Befragten das Thema Überwachung des Energieverbrauchs als sehr wichtig bzw. wichtig eingestuft wird. Je kleiner die Wohnfläche, desto wichtiger ist die Überwachung des Energieverbrauchs. Für rund 60 Prozent der Bürger ist PV und Energieberatung (auch über Fördermittel) sehr wichtig/wichtig.

„Die möglichen Aufgabenfelder einer Kooperation sind vielfältig. Für mich ist neben dem Servicegedanken eine klimafreundlichere Zukunft in Singen hierbei von entscheidender Bedeutung. Denn Energie zu sparen heißt für Bürgerinnen und Bürger zugleich bares Geld zu sparen“, betont Oberbürgermeister Bernd Häusler.

Als weitere Themen bei der Online-Befragung wurden genannt: 49 Prozent der Teilnehmer haben Interesse an einer PV-Anlage, 43 Prozent an einem Stromspeicher. Rund 36 Prozent an einer Wallbox, 28 Prozent an Solarthermie und 25 Prozent an einer Wärmepumpe.

Über die Ergebnisse der Bürgerbefragung werden die Partner in den nächsten Monaten gemeinsam beraten und Möglichkeiten der Umsetzung prüfen.

Erste Projekte sind schon gestartet, zum Beispiel aktuell die Zusammenarbeit im Bereich der kommunalen Wärmeplanung. Dazu ergänzt Thüga-Energie-Geschäftsführer Dr. Markus Spitz: „Ich bin davon überzeugt, dass die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung der Stadt Singen durch Einbindung aller relevanten Akteure vor Ort gelingen wird und die Stadt Singen die gewünschten Ziele erreichen kann.“

Mit der Bürgerbefragung war ein Gewinnspiel verbunden: Peter Schiller aus Singen freute sich über ein iPad. Alex Mayer gewann einen Singener Geschenkscheck im Wert von 200 Euro und Ernst Gantert eine Jahreskarte für das Aachbad.

(Pressemitteilung: Stadt Singen)