Missachtete STOP-Schilder Deutsche Urlaubergruppe mit zwei Babys löst Großeinsatz der Bergwacht aus

Deutsche Urlaubergruppe mit zwei Babys löst Großeinsatz der Bergwacht aus
Neun Personen, darunter Babys und Kleinkinder, lösen durch Selbstverschulden Großeinsatz der Bergwacht im Ötztal aus. (Bild: Pixabay)

Eine Urlaubergruppe – fünf Erwachsenen, zwei Kindern im Alter von acht und sechs Jahren sowie zwei Babys (11 und 14 Monate) – achteten im Ötztal weder auf Warnschilder noch auf Absperrungen und lösten dadurch einen Großeinsatz der Bergwacht aus.

Mit Babys in Bauchtrage schweren Steig eingeschlagen

Wie die Polizei mitteilte, wollte die Gruppe auf einer Höhe von 1.450 m, unterhalb der Armelen Wand, einen als „schwarz“ eingestuften Steig (schwer) zum Piburger See nehmen. Sie entschieden sich für eine Abkürzung, verließen gekennzeichnete Wege, missachteten STOP-Schilder sowie Absperrbänder…

Steilhang hinuntergeklettert

Nach etwa 1,5 km traf die Gruppe auf einen komplett durch umgeworfene Bäume versperrten Weg. Diese kaum passierbare Blockade wollte die Truppe umgehen und stieg daher einen über 35 Grad steilen Hang hinunter und geriet dadurch in eine gefährliche Rinne. Aufgrund großer Felsbrocken und verwachsenem Dickicht kam die Gruppe nun nicht mehr weiter. Mittlerweile war es bereits 18.25 Uhr. Jetzt wurde ein Notruf abgesetzt.

Bergwacht rettete aus der Luft und am Boden

Zwei erwachsene Personen und die zwei Kinder wurden mittels Tau durch den Notarzthubschrauber geborgen, drei Erwachsene und die zwei Babys mussten vom Boden aus gerettet werden. Für den Abtransport wurde zuerst von den Mitgliedern der Bergrettung der Weg mit Motosägen freigemacht. Alle Personen blieben unverletzt.

(Quelle: LPD Tirol)