„Made in Tuttlingen“: Transformation bei SIMEON Medical gelungen

Unter der Führung von Stephan Schatz hat SIMEON Medical seine Transformation erfolgreich gestaltet.
Unter der Führung von Stephan Schatz hat SIMEON Medical seine Transformation erfolgreich gestaltet. (Bild: SIMEON Medical)

WOCHENBLATT
WOCHENBLATT

Seit dem Jahr 2000 ist das Tuttlinger Unternehmen SIMEON Medical eine feste Größe am Markt für OP-Leuchten: anfangs als OEM-Zulieferer, in letzter Zeit aber verstärkt unter eigenem Namen. Stephan Schatz, seit Dezember 2022 Geschäftsführer von SIMEON Medical, hat diese Entwicklung forciert – mit Erfolg.

Neben OP-Leuchten bietet das Unternehmen weitere Lösungen wie Kamera- und Videosysteme, Deckenversorgungseinheiten und OP-Tische unter eigenem Namen an. Trotz der globalen Präsenz ist „made in Tuttlingen“ tief in der Unternehmens-DNA verwurzelt.

„Die Corona-Pandemie stürzte die gesamte Medizintechnik-Branche in eine Krise. Investitionen wurden verschoben oder ganz gestrichen. Das hatte natürlich Folgen – auch für uns“, berichtet Stephan Schatz, Geschäftsführer von SIMEON Medical. Und die Probleme waren vielseitig: „Neben fehlenden Aufträgen gab es Material-Engpässe durch unterbrochene Lieferketten, was zu weiteren Absatzproblemen und Verzögerungen in der Entwicklung führte – und in letzter Konsequenz zu Umsatzeinbußen. Dadurch war das Unternehmen unter anderem gezwungen, Kurzarbeit anzumelden.“

Seitdem hat sich viel getan in Tuttlingen. Als Stephan Schatz im Dezember 2022 die Geschäftsführung von SIMEON übernahm, hatte er das klare Ziel, das Unternehmen neu aufzustellen und in die Zukunft zu führen. „Die Bilanz nach etwas mehr als einem Jahr im Amt zeigt, dass wir definitiv auf einem sehr guten Weg sind. Wir haben deutlich mehr Aufträge und ein sattes Plus bei Umsatz im Vergleich zu 2022. Auch der Fokus auf unsere Eigenmarken trägt Früchte. Mittlerweile macht das ursprüngliche Kerngeschäft OEM weniger als 10 Prozent des Umsatzes aus“, so Schatz.

Innovationskraft als Trumpf

Bei SIMEON wird großer Wert auf die Bedürfnisse aus dem Markt gelegt. „Jeder OP ist anders. Dementsprechend müssen unsere Spezialisten bei jedem Projekt die Ausstattung auswählen, die am besten zu den Gegebenheiten vor Ort passt“, sagt Schatz. Dabei müssen unter anderem individuelle Raumgrößen und Deckenhöhe berücksichtigt werden. Zu beachten sind auch die individuellen Anforderungen des jeweiligen Fachbereichs. Für jedes Projekt die passende Ausstattung – mit dieser Mission ist bei SIMEON eine eigene Abteilung betraut: das SIMEON Project Office.

„Unsere Mitarbeiter aus dem SIMEON Project Office verfügen über jahrelange Erfahrung und arbeiten eng mit Kliniken und Ärzten zusammen, um die optimalen Lösungen zu finden. Durch diese Nähe zu den Anwendern, also den Chirurginnen und Chirurgen, haben wir ein direktes Ohr am Markt und können Wünsche direkt in unsere Produktentwicklung einfließen lassen. Das ist eine Win-Win Situation für beide Seiten. Unsere Innovationskraft ist ohnehin etwas, worauf ich sehr stolz bin. Unsere Mitarbeiter schaffen es, alle zwei bis drei Jahre eine echte Innovation auf den Markt zu bringen. Das ist für ein Unternehmen unserer Größe eine beachtliche Leistung“, freut sich Schatz.

Aus den Anforderungen des Marktes entstand unter anderem das aktive Schattenmanagement. Wenn sich der Chirurg über das Operationsfeld beugt, erkennen Sensoren diesen Schatter und schalten den betroffenen Bereich ab. Die Ausleuchtung des OP-Feldes wird dann automatisch optimiert. Dafür wurde die bereits in anderen SIMEON-Leuchten erfolgreich eingesetzte, patentierte Reflektor-Technologie weiterentwickelt.

Dabei entwickeln sich nicht nur Unternehmen und Produkte weiter, auch die Kundenlandschaft verändert sich. Während die Nachfrage durch Krankenhäuser stabil bleibt, sind insbesondere Medizinischen Versorgungszentren ein Wachstumsmarkt.

„Unsere Produkte sind nicht die günstigsten am globalen Markt. Aber bei uns wissen die Kunden genau, was sie bekommen: topmoderne, qualitativ hochwertige und besonders langlebige Systeme“, erklärt Schatz.

„Made in Tuttlingen“ als Qualitätsmerkmal

Aktuell ist SIMEON Medical in mehr als 100 Ländern weltweit am Markt tätig und unterhält drei Regionalbüros. Die globale Ausrichtung von SIMEON spiegelt sich auch in der Präsenz auf internationalen Fachmessen wie zuletzt der Arab Health Ende Januar in Dubai. Dennoch bleib Tuttlingen der zentrale Standort. Selbst Mitarbeiter aus anderen Weltregionen werden in Tuttlingen im Umgang mit den Produkten geschult.

Ohnehin ist SIMEON seit Unternehmensgründung stark in Tuttlingen verwurzelt. Und das hat Gründe, wie Stephan Schatz erklärt: „Natürlich kann man an anderen Standorten im Ausland größere Mengen günstiger produzieren. Allerdings geht dies unserer Erfahrung nach auf Kosten der Qualität. In Tuttlingen haben wir optimale Bedingungen.“ Dank seines Zulieferer-Netzwerks vor Ort bezieht SIMEON rund 90 Prozent seiner Materialien aus der Region. Diese robuste, lokale Lieferkette hat sich insbesondere während der Corona-Pandemie mehr als ausgezahlt. Auch deshalb möchte SIMEON weiter in den Standort investieren, in dem das 70-köpfige Team weiter ausgebaut werden soll. Damit auch in Zukunft „Made in Tuttlingen“ für Qualität steht – auf der ganzen Welt.

Weitere Informationen zu SIMEON Medical finden Sie unter www.simeonmedical.com.

(Pressemitteilung: SIMEON Medical)