Menschlichkeit zeigen, Leben schützen! Eiskalte Nächte werden für Obdachlose schnell zur Lebensgefahr. Sozialminister Manne Lucha ruft die Bevölkerung deshalb dazu auf, hinzusehen und Hilfe zu holen, wenn sie Menschen in der Kälte in Not sehen.
Aufwärmstuben, Notunterkünfte und mobile Hilfen für wohnungslose Menschen stehen im ganzen Land bereit. „Erfrierungsschutz ist gelebte Solidarität“, so Manne Lucha in einer Pressemitteilung. „Jeder Hinweis kann Leben retten. Sprechen Sie Personen an, die sich in einer Notlage befinden könnten. Wer in den kalten Nächten obdachlose Menschen in akuter Not bemerkt, sollte umgehend dem örtlichen Polizeirevier oder der Stadt- oder Gemeindeverwaltung einen Hinweis geben oder den Notruf 112 wählen.“
Kälteiglus sollen Leben retten
Im Winter 2024/2025 kamen in Deutschland sieben Obdachlose durch Kälte ums Leben, heißt es auf der Online-Plattform Statista. Um die Leben der Betroffenen unbürokratisch schützen zu können, gibt es in Neustadt an der Weinstraße ein Projekt, das Obdachlose nicht nur bei Kälte schützen, sondern auch ihre Obdachlosigkeit sichtbar machen soll. Hier werden Kälteiglus aufgestellt, heißt es von der Tagesbegegnungsstätte Lichtblick.
Sie sind für Menschen gedacht, die sich nicht in eine städtische Notunterkunft einweisen lassen wollen. Die Iglus bestehen aus wetterfestem Isoliermaterial und schützen vor dem Erfrieren: Einfach hineinschlüpfen und verschließen – das Innere wärmt sich dann durch die Körperwärme auf.
Erfrierungsschutz in Ravensburg
Die städtische Notübernachtungsstelle in der Florianstraße bietet wohnungslosen Personen im Stadtgebiet Ravensburg kurzfristige Notübernachtungen und Erfrierungsschutz, heißt es seitens der Stadt. Bitte kommen Sie zu den folgenden Öffnungszeiten persönlich in unsere Fachberatungsstelle in der Eisenbahnstraße 53.
Kontakt und Öffnungszeiten der Fachberatungsstelle in der Eisenbahnstraße 53:
📞 0751 / 35962-0
🕗 Mo–Fr: 8–12 Uhr
In akuten Notfällen nachts und am Wochenende:
Polizeidienststelle Ravensburg, Seestraße 11
📞 0751 / 803-333
Von dort erfolgt die Zuweisung zur Notunterkunft.
Digitale Broschüre
In Baden-Württemberg bieten Städte und soziale Einrichtungen vielfältige Unterstützung für Menschen ohne festen Wohnsitz. Eine digitale Broschüre des Kommunalverbands für Jugend und Soziales Baden-Württemberg bündelt wichtige Informationen zu Anlaufstellen und Angeboten der Wohnungsnotfallhilfe.