PETA fordert Hundeführerschein Hund attackiert Mann in Bäckerei und beißt zu

Hund attackiert Mann in Bäckerei und beißt zu
Herrenloser Hund greift Mann in Bäckerei an. (Symbolbild: Iuliia Zavalishina / iStock / Getty Images Plus)

In einer Bäckerei in Lindau wurde am Freitag ein Mann von einem herrenlosen Hund gebissen und dadurch verletzt. Die Polizei konnte die Halterin ermitteln. Die Tierrechtsorganisation PETA fordert die Landesregierung in Bayern auf, den sogenannten Hundeführerschein einzuführen.

Ein 50-jähriger Mann betritt am Freitagmorgen gemeinsam mit seinem angeleinten Hund eine Bäckerei. Ein Hund ohne menschliche Begleitung befand sich zur selben Zeit ebenfalls vor Ort. Laut Polizei kam es zwischen den Vierbeinern zu einer Auseinandersetzung, wobei der Hundehalter dazwischen gehen wollte.

Herrenloser Hund beißt zu

Plötzlich biss der fremde Hund den Mann ins Bein, wobei der 50-Jährige leicht verletzt wurde. Die Polizei konnte die Halterin des angreifenden Hundes ermitteln. Sie erwartet nun eine Anzeige wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Angesichts dieses Vorfalls fordert die Tierrechtsorganisation PETA die Landesregierung in Bayern auf, den sogenannten Hundeführerschein einzuführen, heißt es in einer Mitteilung.

„Hundeführerschein ist längst überfällig“

„Solche Vorfälle entstehen auch deshalb, weil grundlegendes Wissen über Hundeverhalten, Körpersprache und Verantwortung fehlt. Nicht die Hunde sind das Problem, sondern die Unwissenheit der Menschen. Ein Hundeführerschein ist längst überfällig. Er würde Haltern die Mittel an die Hand geben, um derartige Situationen zu vermeiden“, so Lisa Redegeld, Fachreferentin bei PETA. „Egal, ob er einer ‚Rasse‘ angehört oder ein ‚Mix‘ ist – jeder Hund, der falsch gehalten, missverstanden oder schlecht behandelt wird, kann für Mensch und Tier gefährlich werden.“

Deutliche Mehrheit für Hundeführerschein

Nach einer von PETA in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage von August 2023 sprechen sich 68 Prozent der in Deutschland lebenden Erwachsenen für einen verpflichtenden Hundeführerschein aus. Der Hundeführerschein sieht vor, dass künftige Halter bereits vor Aufnahme eines Hundes einen Theoriekurs absolvieren, in dem sie das notwendige Fachwissen über eine tiergerechte Haltung und Aspekte wie Kommunikation und Bedürfnisse von Hunden erwerben. Anschließend folgt für Halter und Hund ein gemeinsames, obligatorisches Praxisseminar in einer Hundeschule. Ein solcher Nachweis kann sicherstellen, dass Menschen, die Hunde halten, fachkundig mit dem Tier umgehen und die Signale des Vierbeiners richtig deuten. Eine funktionierende Kommunikation zwischen Hund und Halter ist unerlässlich, um Beißvorfälle zu verhindern. Mehr unter presseportal.peta.de

(Quelle: Polizei Bayern/PETA aktuelles)