Tolle Tipps vom DAV Abenteuer in den Sommerferien: Mit Kindern sicher in die Berge

Abenteuer in den Sommerferien: Mit Kindern sicher in die Berge
Eine Tour mit Kindern in die Berge sollte sorgfältig und genau vorbereitet werden. (Bild: DAV/Thilo Brunner)

Die Sommerferien sind die perfekte Gelegenheit, gemeinsam Zeit in der Natur zu verbringen. Ob mehrwöchiger Urlaub, spontaner Wochenendausflug oder Tageswanderung – der Deutsche Alpenverein (DAV) gibt Tipps für sichere Touren und abwechslungsreiche Naturerlebnisse.

Kinder lieben Bewegung im Freien, nur darf dabei keine Langeweile aufkommen. Erlebnisstationen, Höhlen, Bäche zum Plantschen oder kleine Felsen zum Kraxeln werten jede Wanderung auf. Dazu kommt vielleicht die Übernachtung auf einer Hütte – was für ein Erlebnis.

„Kinder erleben Berge anders als Erwachsene. Während für viele Eltern der Gipfel das Ziel ist, sind es für Kinder oft die kleinen Entdeckungen am Wegesrand, die den Tag besonders machen. Wer sich darauf einlässt und genügend Zeit mitbringt, schafft die besten Voraussetzungen für gelungene Familienferien in den Bergen“, so Catherine Wirth, Expertin für Familienbergsteigen beim DAV.

Die Tour den Kindern anpassen 

Entscheidend für eine gelungene Familienwanderung ist eine sorgfältige Planung: Alter und Leistungsfähigkeit der Kinder geben vor, welche Strecke und wie viele Höhenmeter passend sind. Ebenso wichtig ist eine abwechslungsreiche Streckenführung, denn spannende Pfade, kleine Bachläufe, die sich zum Spielen eignen oder Tiere auf der Alm begeistern deutlich mehr als lange, monotone Forstwege. Die Tour sollte nur so schwierig sein, dass die erwachsenen Begleitpersonen genügend Reserven für Aufsicht, Unterstützung und Betreuung der Kinder behalten und nicht selbst durch die Tour stark beansprucht werden.

Große Abenteuer beginnen vor der Haustür 

Nicht immer muss es der große Urlaub in den Alpen sein. Auch spontane Tagesausflüge oder Wochenendtouren bieten unvergessliche Naturerlebnisse. Wanderungen im Mittelgebirge, ein Besuch im Klettergarten oder ein Picknick am Bach lassen sich oft direkt vor der Haustür oder bequem mit Bus und Bahn erreichen. Im Tourenportal alpenvereinaktiv.com finden Familien zahlreiche Tourenvorschläge – nicht nur in den Alpen, sondern in ganz Deutschland und den Nachbarländern. Mit dem Filter „familienfreundlich“ lassen sich passende Touren schnell finden. 

Die erste Nacht auf einer Hütte 

Für viele Kinder gehört eine Hüttenübernachtung zu den schönsten Ferienerlebnissen. Mit der Initiative „Mit Kindern auf Hütten“ zeichnen der Deutsche, Österreichische und Südtiroler Alpenverein mehr als 100 besonders familienfreundliche Hütten aus. Diese Hütten sind in unterschiedliche Altersgruppen aufgeteilt (Babys, ab 3-4 Jahre, ab 7-8 Jahre) – das heißt, die Zustiege sind entsprechend altersgemäß gestaffelt und es gibt je nach Alterskategorie der Hütte eine entsprechende kindgerechte Ausstattung. 

Mit Kindern auf einer Hütte in den Bergen übernachten ist ein Abenteuer.
Mit Kindern auf einer Hütte in den Bergen übernachten ist ein Abenteuer. (Bild: DAV/Cornelia Kress)

Viele familienfreundliche Hütten sind während der Sommerferien früh ausgebucht. Wer noch spontan eine Hüttenübernachtung plant, findet mit etwas Flexibilität oder über das Tool „Last-Minute-Hüttenbett“ des DAV oft noch freie Schlafplätze. Vor der Tour empfiehlt der DAV, sich über Zustieg, Ausstattung und Verpflegung zu informieren. 

„Eine Berghütte ist ein besonderer Ort, an dem viele Menschen auf engem Raum zusammenkommen. Wenn Familien gut vorbereitet sind und Rücksicht aufeinander nehmen, wird die Hüttenübernachtung für alle zu einem schönen Erlebnis. Kinder erleben dabei oft ganz nebenbei, wie das Leben auf einer Berghütte funktioniert – vom sparsamen Umgang mit Wasser bis zum respektvollen Miteinander“, so Kathleen Beutmann, Hüttenwirtin der Gufferthütte.

Tipps für einen gelungenen Hüttenaufenthalt 

  • Schlafplätze möglichst früh reservieren oder kurzfristig im Last-Minute-Hüttenbett nach freien Plätzen suchen.
  • Für Familien mit kleinen Kindern kann ein Zimmer entspannter sein als ein Matratzenlager. 
  • DAV-Ausweis, Hüttenschlafsack, Stirnlampe und Wechselkleidung gehören ins Gepäck.
  • Windeln und anderer Müll müssen wieder mit ins Tal genommen werden. 

Weitere Informationen 

Auf der Themenseite „Sommerferien in den Bergen“ bündelt der Deutsche Alpenverein zahlreiche Tipps zu Wanderungen mit Kindern, Hüttenübernachtungen, Klettersteigen, Mountainbike-Touren, Mikroabenteuern und weiteren Aktivitäten für die ganze Familie. 

(Text: DAV)