Gefahr für geschützte Arten Insektenfallen im Freien können Tiere töten

Insektenfallen im Freien können Tiere töten
Mit süßer Flüssigkeit gefüllte Insektenfalle im Aussenbereich. (Bild: aktion tier, Ursula Bauer)
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Insektenfallen im Außenbereich können neben Wespen auch Bienen und Falter treffen. aktion tier verweist auf die Vorgaben des Bundesnaturschutzgesetzes.

Gerade in den Sommermonaten sind Insekten in Gartencafés sowie auf Balkonen und Terrassen häufig unerwünschte Gäste. Im Handel und in Anleitungen zum Selberbauen finden sich deshalb verschiedene Fallen – mit künstlichem Licht, süßen Flüssigkeiten, stromführenden Gittern oder Klebestreifen.

Dabei erfüllen Insekten eine wichtige Funktion, unter anderem als Bestäuber von Pflanzen. Zudem bedeutet die freie Verfügbarkeit entsprechender Fallen nicht automatisch, dass deren Einsatz im Freien erlaubt ist.

Fallen unterscheiden nicht zwischen Arten

„Keine dieser Fallen lockt selektiv nur eine ganz bestimmte Insektenart an“, betont Ursula Bauer von aktion tier. Im Außenbereich sterben darin demnach nicht nur unterschiedliche Wespenarten, sondern auch zahlreiche Honig- und Wildbienen sowie Falter. Darunter können sich auch seltene und geschützte Arten befinden.

Nach Paragraf 39 des Bundesnaturschutzgesetzes ist es grundsätzlich verboten, wildlebende Tiere ohne vernünftigen Grund zu fangen, zu verletzen oder zu töten. Dazu zählen auch Insekten. Ausgenommen sind Lästlinge wie Stechmücken, Fliegen oder Bettwanzen. Privatpersonen dürfen daher laut aktion tier keine Insektenfallen im Außenbereich aufstellen.

Futterstelle kann Wespen ablenken

Statt Wespen zu töten, empfiehlt die Organisation eine kleine Futterstelle am Rand des Essplatzes im Freien. Dort können beispielsweise Obstreste wie überreife Trauben, etwas Melone oder ein Stückchen Wurst angeboten werden. Die Wespen sollen sich dadurch bevorzugt an dieser Stelle aufhalten.

Auch für Innenräume gibt es eine Alternative zu Fallen. „Und das Eindringen unerwünschter „Krabbeltiere“ ins Haus verhindert man effektiv und tierschutzkonform mit einfachen Fliegengittern an Fenstern und Außentüren“, so Ursula Bauer abschließend.

Weitere Informationen gibt es bei aktion tier – menschen für tiere e.V., Ursula Bauer, Diplom-Biologin, Jüdenstraße 6, 13597 Berlin, telefonisch unter +49 30 30 111 62 30, per E-Mail an [email protected] sowie unter www.aktiontier.org.

(Quelle: aktion tier – menschen für tiere e.V)

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.