Gesundheit im Sommer Aktionstag zu UV-Schutz im Freibad Weiler

Aktionstag zu UV-Schutz im Freibad Weiler
Thomas Kaleja, Geschäftsstellenleiter der Gesundheitsregionᵖˡᵘˢ Landkreis Lindau (links im Bild) und Josef Friesacher, Lindi Bodensee GbR (rechts im Bild) bei der Übergabe der UV-Index-Tafel im „Lindi“ (Bild: Gesundheitsregionᵖˡᵘˢ Landkreis Lindau)
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Die Gesundheitsregion⁺ Landkreis Lindau informiert am 13. August im Freibad Weiler über Hitze, UV-Strahlung und Sonnenschutz. Auch die Hautkrebsvorsorge steht im Fokus.

Nach dem Auftakt am 7. August im „Lindi“, dem ehemaligen Seebad Lindenhof in Lindau, führt die Gesundheitsregion⁺ Landkreis Lindau (Bodensee) ihre Präventionsaktion nun im Westallgäu fort. Im Mittelpunkt stehen praktische Hinweise für den Alltag und der Schutz besonders gefährdeter Personengruppen.

Am Donnerstag, 13. August 2026, findet dazu ein weiterer Aktionstag im Freibad Weiler im Allgäu statt. Die Veranstaltungen sind Teil des Beitrags der Gesundheitsregion⁺ zum Masterplan Prävention und behandeln die Themen Hitze, UV-Strahlung, Sonnenschutz und Hautkrebsvorsorge.

UV-Strahlung wird häufig unterschätzt

Die Aktion orientiert sich unter anderem an der bayerischen Initiative „Sonne(n) mit Verstand … statt Sonnenbrand“. Ziel ist es, darüber zu informieren, wie gesundheitliche Risiken besser eingeschätzt und einfache Schutzmaßnahmen in den Alltag integriert werden können.

UV-Strahlung ist weder sichtbar noch spürbar und erreicht die Erdoberfläche auch bei Bewölkung. Der UV-Index macht die Belastung auf einer Skala sichtbar. Je höher der Wert ist, desto größer sind die UV-Belastung und die Gefährdung der Haut. Die Reflexion von Sonnenstrahlen an Gewässern kann die Belastung zusätzlich erhöhen.

„Prävention ist dort besonders wirksam, wo sie nah an den Menschen stattfindet und konkrete Hilfestellungen für den Alltag gibt. Mit diesen Aktionstagen wollen wir Gesundheitswissen unmittelbar dorthin bringen, wo Sonnenschutz und der richtige Umgang mit Hitze eine ganz praktische Bedeutung haben. Gleichzeitig geht es darum, nicht nur auf sich selbst zu achten, sondern auch Verantwortung füreinander zu übernehmen“, sagt Landrat Elmar Stegmann.

Informationsmaterial und UV-Index-Tafeln

Beim ersten Aktionstag am 7. August informierte die Geschäftsstelle der Gesundheitsregion⁺ im „Lindi“ über Hitze, UV-Strahlung und Sonnenschutz. Mit der Fortsetzung in Weiler erreicht das Angebot sowohl den Raum Lindau als auch das Westallgäu.

An den Informationsständen werden offizielle Informationsmaterialien des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention sowie des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit ausgegeben. Ergänzend stehen thematisch passende Giveaways wie Trinkflaschen, Sonnenhüte und Mützen, Sonnencreme, Sonnenbrillen sowie Frisbees für Kinder zur Verfügung. Persönliche Gespräche bieten zudem Gelegenheit, Fragen zu stellen und praktische Hinweise für den Alltag zu erhalten.

Zusätzlich erhalten beide Freibäder UV-Index-Tafeln. Im „Lindi“ wurde die Tafel bereits beim ersten Aktionstag übergeben, in Weiler ist die Übergabe für den 13. August vorgesehen. Gefördert wurden die Tafeln mit Unterstützung der AOK Kempten-Oberallgäu-Lindau sowie des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention im Rahmen des Masterplans Prävention. Sie sollen auch nach den Aktionstagen dauerhaft auf die UV-Belastung aufmerksam machen und diese anschaulich vermitteln.

„Die Haut vergisst nichts“

Eine zentrale Botschaft der Aktion lautet: „Die Haut vergisst nichts.“ UV-Strahlung kann die Haut auch dann schädigen, wenn zunächst keine unmittelbaren Beschwerden wahrgenommen werden. Wiederholte schwere Sonnenbrände, besonders in Kindheit und Jugend, erhöhen das Risiko für die Entstehung eines malignen Melanoms, des schwarzen Hautkrebses.

Eine besondere Bedeutung kommt deshalb dem Schutz von Kindern zu. Nach den Empfehlungen des Bayerischen Staatsministeriums sollen Kinder unter zwei Jahren nicht direkter Sonne ausgesetzt werden. Beim Sonnenschutz gilt die Reihenfolge vermeiden, bedecken, cremen. Die intensive Mittagssonne sollte gemieden werden. Schützende Kleidung und eine Kopfbedeckung gehören ebenso dazu wie Sonnenschutzmittel für unbedeckte Hautstellen. Für Kinder wird mindestens Lichtschutzfaktor 30, bei Bedarf auch ein höherer Schutzfaktor, empfohlen. Wichtig ist zudem die Vorbildfunktion der Erwachsenen.

„Wir möchten die Menschen nicht mit erhobenem Zeigefinger ansprechen. Viele Schutzmaßnahmen sind einfach und lassen sich ohne großen Aufwand umsetzen. Gerade bei Kindern können wir früh die richtigen Gewohnheiten vorleben. Und wenn wir wissen, dass die Haut nichts vergisst, wird deutlich, warum Vorsorge nicht erst dann beginnen darf, wenn bereits etwas passiert ist. Gleichzeitig sollten wir an heißen Tagen auch einen Blick auf unsere Mitmenschen haben. Prävention bedeutet für mich deshalb immer auch, aufeinander zu achten“, betont Thomas Kaleja, Geschäftsstellenleiter der Gesundheitsregion⁺ Landkreis Lindau (Bodensee).

Früherkennung von Hautkrebs

Neben konsequentem Sonnenschutz soll die Aktion auch für die Bedeutung der Früherkennung sensibilisieren. Gerade beim malignen Melanom gilt: Je früher es erkannt wird, desto besser sind die Heilungsaussichten. Die Informationsbroschüre des Staatsministeriums empfiehlt deshalb, die eigene Haut regelmäßig zu beobachten und beispielsweise Veränderungen von Pigmentmalen ernst zu nehmen.

Darüber hinaus bieten die gesetzlichen Krankenkassen ihren Mitgliedern über 35 Jahren alle zwei Jahre ein kostenloses Hautscreening bei einem qualifizierten Hausarzt oder Hautarzt an. Die Aktion soll damit nicht nur zum richtigen Verhalten in der Sonne motivieren, sondern auch bestehende Vorsorgeangebote stärker ins Bewusstsein rücken.

Hitze belastet gefährdete Menschen

Ein zweiter Schwerpunkt der Aktion sind die gesundheitlichen Auswirkungen hoher Temperaturen. Nicht alle Menschen können Hitze gleichermaßen gut kompensieren. Besonders gefährdet sind unter anderem Säuglinge und Kinder bis vier Jahre, Menschen ab 65 Jahren sowie pflegebedürftige Menschen. Auch chronische Erkrankungen oder bestimmte Medikamente können die Hitzeanfälligkeit erhöhen.

Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit empfiehlt bei hohen Temperaturen unter anderem regelmäßiges und ausreichendes Trinken, leichte Kleidung und das Meiden direkter Sonne. Körperliche Aktivitäten sollten auf die frühen Morgen- oder späten Abendstunden verlegt werden. Bei ungewöhnlichen Beschwerden wie Kreislaufproblemen, Kopfschmerzen oder Erbrechen sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

Besondere Aufmerksamkeit benötigen auch pflegebedürftige Menschen. Bei älteren Menschen können Temperaturregulation, Hitzeempfinden und Durstgefühl eingeschränkt sein. Das Kühlen der Wohnräume, geeignete Kleidung, eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und aufmerksame Beobachtung können dazu beitragen, gesundheitliche Risiken während Hitzeperioden zu reduzieren.

Mit den Aktionstagen will die Gesundheitsregion⁺ Informationen mit konkreter Prävention vor Ort verbinden. Im Mittelpunkt steht die Botschaft, Sonne mit Verstand zu genießen, sich frühzeitig zu schützen und bei Hitze sowie hoher UV-Belastung auch auf die Menschen in der eigenen Umgebung zu achten.

(Quelle: Landratsamt Lindau)

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.