„Liebesleben“-Parcours fördert Aufklärung und Austausch bei Singener Schüler

Die Schüler durchliefen jeweils in Kleingruppen die fünf Stationen des „Liebesleben“-Parcours.
Die Schüler durchliefen jeweils in Kleingruppen die fünf Stationen des „Liebesleben“-Parcours. (Bild: Stadt Singen)

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Etwa 600 Schüler hatten die Gelegenheit in der Aula des Hegau-Gymnasiums am „Liebesleben-Parcours“ teilzunehmen. Unter der Schirmherrschaft von Bürgermeisterin Ute Seifried, wurde das Mitmach-Projekt durch die Schulsozialarbeit in enger Kooperation mit der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Singen veranstaltet.

Der Parcours bestand aus fünf verschiedenen Stationen mit den Themenschwerpunkten „Freundschaft und Beziehung“, „Sexualität und Medien“, „Schutz und Safer Sex“, „HIV und andere STI“ sowie „Vielfalt und Respekt“. An jeder Station sollte unter geschulter Anleitung und in geschütztem Rahmen der Erfahrungsaustausch unter den Kindern und Jugendlichen gefördert werden, meist durch den Einsatz von hypothetischen Rollen- und Fallbeispielen.

Neben Begriffsdiskussionen wurde das Bewusstsein für die Existenz verschiedener Meinungen, Wünsche und Erwartungen in zwischenmenschlichen Beziehungen gestärkt. Für ein harmonisches Miteinander sei es jederzeit wichtig gleichermaßen eigene wie fremde Grenzen zu beachten und zu respektieren.

Im Hinblick auf den Schutz im digitalen Raum wurde nicht nur die Sensibilität der eigenen Daten thematisiert. Ebenfalls spiele die Gefährdung des eigenen Selbstwertgefühls durch die Option konstanter Vergleichbarkeit eine tragende Rolle bei der Mediennutzung.

Beim Thema Sexualität war die Sicherheit in gleicher Weise ein wesentlicher Faktor. Zusätzlich zur Vorstellung verschiedener Verhütungsmethoden wurde in den jeweiligen Kleingruppen auch auf den Umgang mit sexuell übertragbaren Krankheiten eingegangen.

Marei von Bonin, Abteilungsleiterin der Schulsozialarbeit in Singen, freut sich im Rückblick über die rege Teilnahme. Vom Konzept sowie der grundsätzlichen Notwendigkeit des Parcours ist sie überzeugt: „Wir erleben im Austausch mit den Jugendlichen, dass vermeintliches Wissen oftmals nur oberflächlich vorhanden ist und es zudem an Bewusstsein für die eigenen Grenzen fehlt.“

Unterstützung erfuhr das Mitmach-Projekt durch Mitarbeiter von ProFamilia, der Aidshilfe und der Fachstelle Sucht. Die Vinergy GmbH steuerte darüber hinaus kostenfrei Aufklärungs- und Anschauungsmaterialien bei.

(Pressemitteilung: Stadt Singen)