Die Gemeinde Kressbronn am Bodensee erhält nachträglich 65.100 Euro Fördermittel für sechs bereits installierte Sirenen. Die Anlagen wurden Anfang 2025 errichtet.
Bereits 2021 hatte die Gemeinde beschlossen, die Warnmöglichkeiten für die Bevölkerung zu verbessern. Dafür sollten sechs neue Sirenen angeschafft werden. Ein erster Antrag auf Fördermittel blieb jedoch erfolglos, da die Nachfrage in Baden-Württemberg hoch und die verfügbaren Mittel begrenzt waren.
Weil damals unklar war, ob weitere Förderprogramme folgen würden und wie hoch diese ausfallen könnten, entschied sich die Gemeinde 2024, die Sirenen auch ohne finanzielle Unterstützung des Landes anzuschaffen.
Sechs Sirenen seit Anfang 2025 installiert
Anfang 2025 wurden die sechs Sirenen schließlich an verschiedenen Standorten im Gemeindegebiet installiert. Zwei Anlagen befinden sich auf dem Rathaus und dem Feuerwehrhaus. Weitere Sirenen wurden an der alten Schule in Gattnau, der alten Schule in Betznau sowie in Retterschen und Gohren errichtet.
Mit der Anschaffung setzte die Gemeinde ihre bereits 2021 beschlossene Maßnahme zur Verbesserung der Bevölkerungswarnung um, obwohl zunächst keine Aussicht auf eine Förderung bestand.
Land fördert bereits installierte Sirenen
Inzwischen hat das Land Baden-Württemberg weitere Sirenenförderprogramme aufgelegt. Im Rahmen des Sirenenförderprogramms 2026 des Innenministeriums werden auch bereits errichtete Anlagen berücksichtigt und bei der Förderung sogar bevorzugt.
Die Vergabe der Fördermittel richtet sich nach dem Eingang der Anträge. Kressbronn am Bodensee konnte sich in der Förderrunde 2026 den ersten Platz auf der Antragsliste sichern.
Für jede der sechs Sirenen erhält die Gemeinde einen Zuschuss von 10.850 Euro. Insgesamt ergibt sich daraus eine nachträgliche Förderung in Höhe von 65.100 Euro.
Bürgermeister begrüßt nachträglichen Zuschuss
Bürgermeister Daniel Enzensperger zeigt sich erfreut über die finanzielle Unterstützung des Landes. Besonders positiv bewertet er, dass bereits umgesetzte Investitionen bei der Vergabe der Fördermittel vorrangig berücksichtigt werden.
„Wir danken dem Land Baden-Württemberg für diese wichtige Unterstützung. Besonders lobenswert ist, dass die Förderung für bereits erfolgte Investitionsmaßnahmen vorrangig gewährt wird“, so Enzensperger.
Dass die Gemeinde nach der zunächst erfolglosen Bewerbung doch noch Fördermittel erhält, kam für die Verantwortlichen überraschend.
„Mit einem Zuschuss für die Sirenen hatten wir eigentlich nicht mehr gerechnet. Im Nachhinein hat sich jedoch gezeigt, dass unsere Entscheidung, die Sirenen zunächst ohne Zuschuss anzuschaffen, richtig war“, so Bürgermeister Daniel Enzensperger.
(Quelle: Gemeinde Kressbronn)