30 Jahre Inklusion Rosa-Bauer-Haus in Biberach feiert 30 Jahre gelebte Integration

Rosa-Bauer-Haus in Biberach feiert 30 Jahre gelebte Integration
Mitarbeiterinnen und Bewohner freuen sich über das 30-jährige Bestehen (Bild: St. Elisabeth-Stiftung)
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Das Rosa-Bauer-Haus in Biberach besteht seit 30 Jahren. Beim Jubiläumsfest würdigen Gäste die Einrichtung als Vorreiter für Inklusion und Teilhabe.

Mit einem Festakt und einer anschließenden Feier hat die St. Elisabeth-Stiftung das 30-jährige Bestehen des Rosa-Bauer-Hauses in Biberach gefeiert. Vorstandssprecherin Andrea Thiele stellte dabei den Pioniergeist der Einrichtung in den Mittelpunkt. „Menschen mit Behinderung gehören in die Mitte der Gesellschaft“, sagte sie und erhielt dafür großen Applaus.

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßten die Bewohner die Gäste mit selbst gestalteten Plakaten, die sie nacheinander vorlasen. Andrea Thiele griff diesen herzlichen Empfang in ihrer Ansprache auf und richtete ihre Rede bewusst an die Bewohner. Mit den Worten „30 Jahre Rosa-Bauer-Haus – WOW“ verdeutlichte sie auf spielerische Weise das Jubiläum, indem sie gemeinsam mit zwei Bewohnern die Jahre an den Fingern abzählte.

Damals Vorreiter für Inklusion

In ihrer Rede blickte Thiele auf die Entstehung des Hauses zurück. Als das Rosa-Bauer-Haus im Jahr 1996 gebaut wurde, sei die Behindertenhilfe noch überwiegend von großen Einrichtungen geprägt gewesen, die häufig außerhalb des gesellschaftlichen Lebens lagen. Das Wohnhaus mit direkt angebundener Förderstätte mitten in einem Wohngebiet sei damals Pionierarbeit gewesen.

Die Idee dahinter sei bis heute aktuell: Menschen mit Behinderung sollten gemeinwesenorientiert und dezentral leben. Das bedeute, sich im Alltag zu begegnen, miteinander ins Gespräch zu kommen und gemeinsam am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Heute sei das Rosa-Bauer-Haus aus dem Stadtteil nicht mehr wegzudenken. „Es ist ein echtes Mitglied der Nachbarschaft, mit allem was dazugehört.“

Bienenprojekt als Symbol der Gemeinschaft

Als Beispiel für das Miteinander verwies Andrea Thiele auf die rund 20.000 Bienen, die auf dem Gelände leben. Eine ehrenamtlich von Hobby-Imker Wolfgang Schramm geleitete Imker-AG kümmert sich um die Pflege der Bienenvölker und den Wabenbau. „Das ist ein Symbol für Sorgfalt und für Gemeinschaft – für das Süße, das entsteht, wenn Menschen zusammenwirken“, sagte Thiele.

Zum Abschluss ihrer Rede dankte sie den Mitarbeitenden für ihr Fachwissen, ihre Empathie und ihren Einsatz. Sie sorgten täglich dafür, dass sich die Bewohner wohlfühlten. „Das ist keine Selbstverständlichkeit – das ist ein Geschenk! Heute feiern wir auch Sie!“, betonte die Vorstandssprecherin.

Lob von Stadt und Stiftung

Frank Gmeinder, Sozialamtsleiter der Stadt Biberach, hob ebenfalls die Vorreiterrolle des Rosa-Bauer-Hauses hervor. Die damalige Behinderten-Hilfe habe mit dem Bau der Einrichtung wichtige Maßstäbe gesetzt – noch bevor die St. Elisabeth-Stiftung drei Jahre später entstanden sei. Auch er dankte den Mitarbeitenden: „Sie machen uns mit ihrer Arbeit das Leben leichter, weil wir wissen, dass die Bewohner bei ihnen gut versorgt sind.“

Hans Beck, erster ehrenamtlicher Stellvertreter des Biberacher Oberbürgermeisters, erinnerte daran, dass der Bau des Hauses vor 30 Jahren nicht unumstritten gewesen sei. Heute könne man diese Entwicklung als Erfolgsgeschichte bezeichnen. „Die Anbindung an das Wohngebiet ‚Fünf Linden‘ ist sehr gut gelungen“, sagte Beck und wünschte der Einrichtung viele weitere gute und glückliche Jahre.

Den Segen erhielt das Rosa-Bauer-Haus am frühen Nachmittag von Pfarrer Arnold Ndiwa Baru, der zuvor noch einen Gottesdienst geleitet hatte. Nach dem Mittagessen bildete die Segnung einen weiteren Höhepunkt der Feier. Musikalische Unterhaltung und ein Auftritt der Heggbacher Trommler-Gruppe rundeten das Jubiläum am späten Nachmittag ab.

(Quelle: St.-Elisabeth-Stiftung)

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.