Blick hinter die Kulissen Zußdorf wird wieder zum Serien-Set: So laufen die Dreharbeiten für Tschappel Staffel 2

Zußdorf wird wieder zum Serien-Set: So laufen die Dreharbeiten für Tschappel Staffel 2
Schauspieler Valentin Erb, Jeremias Meyer, Nina Gnädig und Bernd Gnann (von links) stehen derzeit für die zweite Staffel von „Tschappel“ in Zußdorf vor der Kamera. (Bild: Felix Römmert)

Im „Gasthaus Bären“ in Zußdorf laufen derzeit die Dreharbeiten zur zweiten Staffel von Tschappel. Wochenblatt-News durfte einen Blick hinter die Kulissen werfen und mit Schauspielern sowie Produzenten der erfolgreichen Oberschwaben-Serie sprechen.

Lichtanlagen, Kameratechnik, Tonangler und Schauspieler füllen an diesem Montag die Gaststube des Bräuhauses Zußdorf, das in der Serie als Gasthaus Bären zu sehen ist. Mehr als 20 Menschen arbeiten hier an einer Szene für die zweite Staffel von „Tschappel“. Was später nur wenige Sekunden auf dem Bildschirm zu sehen sein wird, erfordert vor Ort viel Geduld. Dieselbe Szene wird immer wieder gespielt, angepasst und erneut aufgenommen. Nach jedem Durchgang folgen kurze Absprachen, kleine Korrekturen und weitere Versuche.

Dabei wird schnell deutlich, wie aufwendig Fernsehproduktionen tatsächlich sind. Produzent Paul Beck verrät, dass an einem Drehtag meist nur drei bis fünf Minuten sendefertiges Material entstehen. In Ausnahmefällen können es auch bis zu neun Minuten sein.

Auf den Kontrollmonitoren verfolgen Regie und Kamerateam die Szenen bereits während des Drehs und prüfen anschließend die Aufnahmen.
Auf den Kontrollmonitoren verfolgen Regie und Kamerateam die Szenen bereits während des Drehs und prüfen anschließend die Aufnahmen. (Bild: Felix Römmert)

Carlo kehrt nach Hintervorderbach zurück

Inhaltlich knüpft die zweite Staffel direkt an das Ende der ersten an. Hauptfigur Carlo kehrt nach einem Jahr in Australien zurück nach Hintervorderbach.

„Man denkt ja immer, wenn man so ein Jahr weg war irgendwo, dass sich alles verändert hat, aber eigentlich ist alles gleich geblieben“, sagt Produzent Paul Beck. Carlo habe sich ebenfalls nicht grundlegend verändert und sei froh, wieder zurück zu sein.

Gedreht wurde am Montag eine Folge rund um das Thema Bierbrauen. Vor der Kamera entstand eine Szene, die mit einem Streit im Musikverein zusammenhängt. Weitere Details zur Handlung wollen die Verantwortlichen noch nicht verraten.

Bereits bekannt ist jedoch, dass Tante Gabi in der zweiten Staffel schwanger ist. Außerdem spielen der Musikverein und das Freilichttheater in Zußdorf eine größere Rolle.

Unterstützung aus der Region wächst weiter

Dass „Tschappel“ längst mehr als nur eine Fernsehproduktion geworden ist, zeigt sich auch rund um den Drehort. Laut Paul Beck ist die Unterstützung aus der Region inzwischen sogar größer als noch bei der ersten Staffel.

„Der Zuspruch aus dem Ort ist richtig krass“, sagt der Produzent. Täglich würden zahlreiche Interessierte die Dreharbeiten verfolgen. Auch Vereine und Unternehmen aus der Region unterstützten das Projekt.

Gedreht wird erneut an verschiedenen Orten in Zußdorf und Umgebung. Die Arbeiten für die zweite Staffel sollen noch bis August andauern.

Viele Einstellungen werden mehrfach gedreht und anschließend gemeinsam ausgewertet.
Viele Einstellungen werden mehrfach gedreht und anschließend gemeinsam ausgewertet. (Bild: Felix Römmert)

„Wie der Fisch im Wasser“

Für Bernd Gnann ist die Rückkehr ans Set etwas Besonderes. In der Serie spielt er Carlos Vater Rainer Brenner.

„Als wir vor zehn Tagen hier angefangen haben zu drehen, war’s eigentlich, als ob’s gestern erst gewesen wäre“, sagt der Schauspieler. Da er selbst aus Oberschwaben stammt und auch privat Dialekt spricht, fühle er sich bei den Dreharbeiten „wie der Fisch im Wasser“.

Den Erfolg der Serie erklärt Gnann vor allem mit ihrer Nähe zum Alltag. Einen weiteren Grund sieht er darin, dass es bislang kaum vergleichbare schwäbische Unterhaltungsformate gebe. Die authentischen Geschichten und der Dialekt kämen dabei nicht nur in Oberschwaben gut an. Nach seiner Erfahrung funktioniere die Serie sogar bis nach Hamburg.

„Die Geschichten sind alle so, dass sich jeder drin selber sehen kann“, sagt er. Die Mischung aus regionalem Dialekt, authentischen Figuren und typischen Alltagssituationen funktioniere auch weit über Oberschwaben hinaus.

Bernd Gnann und Jeremias Meyer stehen während einer Szene im Gasthaus Bären vor der Kamera.
Bernd Gnann und Jeremias Meyer stehen während einer Szene im Gasthaus Bären vor der Kamera. (Bild: Felix Römmert)

Schwäbisch lernen für die Hauptrolle

Auch Hauptdarsteller Jeremias Meyer steht wieder als Carlo vor der Kamera. Für ihn bedeutete die Rolle erneut, sich intensiv mit dem schwäbischen Dialekt auseinanderzusetzen.

Für die erste Staffel nutzte Meyer Sprachaufnahmen von Produzent Marius Beck und arbeitete sich Satz für Satz in den Dialekt ein. Unterstützt wurde das Team dabei auch von einer Logopädin. Bei den Dreharbeiten zur zweiten Staffel sei ihm das Schwäbische deutlich leichter gefallen, da vieles inzwischen bereits vertraut gewesen sei.

Hauptdarsteller Jeremias Meyer spielt erneut Carlo und kehrt dafür nach Zußdorf zurück.
Hauptdarsteller Jeremias Meyer spielt erneut Carlo und kehrt dafür nach Zußdorf zurück. (Bild: Felix Römmert)

Besonders überrascht zeigte sich Meyer von den Reaktionen auf die erste Staffel.

„Mit so viel positivem Feedback hat niemand von uns gerechnet“, sagt er. Je näher man Zußdorf komme, desto häufiger werde er inzwischen erkannt. Aber auch in Ravensburg komme das vor.

Vom Gasthaus Bären bis zum Maibaumstellen

Fans dürfen sich in den neuen Folgen erneut auf viele bekannte Gesichter und typisch oberschwäbische Geschichten freuen. Laut Bernd Gnann werden unter anderem das Maibaumstellen, der Musikverein und das Freilichttheater wichtige Rollen spielen.

Während in der Gaststube des Bären weiter gedreht wird, laufen draußen bereits die Vorbereitungen für die nächsten Einstellungen. Trotz Temperaturen von rund 30 Grad wirkt das Set eingespielt und entspannt. Cast und Crew arbeiten Hand in Hand, während einzelne Szenen immer wieder verfeinert und neu aufgenommen werden. Wochenblatt-News durfte eine laufende Szene im Gasthaus Bären direkt beobachten und erhielt dabei einen unmittelbaren Einblick in die aufwendige Arbeit hinter den Kulissen.

Für Fans der ersten Staffel dürfte damit klar sein: In Hintervorderbach geht die Geschichte weiter. Und Carlo bleibt offenbar auch nach seinem Australien-Abenteuer ganz der alte „Tschappel“.

Dieser Beitrag wurde unter Mitwirkung eines KI-Systems erstellt und von der Redaktion geprüft.