Konstanzer Filmemacherin Ulrike Ottinger erhält den Hans-Thoma-Preis des Landes Baden-Württemberg

Konstanzer Filmemacherin Ulrike Ottinger erhält den Hans-Thoma-Preis des Landes Baden-Württemberg
Die Konstanzer Künstlerin Ulrike Ottinger wurde mit bedeutsamen Preis gewürdigt. Sie erhält den Hans-Thoma-Preis des Landes Baden-Württemberg (Bild: Anne Selders/Staatsministerium Baden-Württemberg)
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Redaktion

Konstanz – Mit dem bedeutenden Preis wird das Lebenswerk der international anerkannten Künstlerin gewürdigt. Er ist mit 10.000 Euro dotiert. Den Preis überreichte Ministerialdirigentin des Kunstministeriums Dr. Claudia Rose am 15. August in Bernau.

Anlässlich der Preisverleihung wurde Ulrike Ottingers vielschichtiges und multimediales Werk im Hans-Thoma-Kunstmuseum Bernau in eine begehbare Installation mit Malereien, Skulpturen, Fotografien, Filmen und dokumentarischem Material umgesetzt.  Zu sehen sind Werke und Objekte aus unterschiedlichen Schaffensperioden, vor allem auch die Ergebnisse ihrer Reisen an entlegene, außereuropäische Orte.

Pop-Art Malerin, Film-Avantgardistin, Bühnenkünstlerin und Fotografin

Ulrike Ottinger ist in Konstanz geboren, eröffnete Anfang der 1960er Jahre ein Atelier in Paris, wo sie sich als Malerin zu einer der bedeutendsten Repräsentan­tinnen der Pop-Art in Europa entwickelte. Ende der 1960er Jahre widmete sie sich vermehrt dem Filmen, schrieb Drehbücher und etablierte sich schließlich ab den 1970er Jahren mit ihren experimentellen Film-Dokumentationen und Spielfilmen in der internationalen Filmszene.

Sie ist Mitglied der Akademie der Künste in Berlin. 2011 wurde ihr künstlerisches Gesamtwerk mit dem Hannah-Höch-Preis der Stadt Berlin gewürdigt. Seit 2019 ist sie Mitglied der Academy of Motion Picture Arts and Sciences, die jährlich die Academy Awards (»Oscars«) verleiht. Sie lebt in Allensbach am Bodensee und in Berlin.

(Quelle: Staatsministerium Baden-Württemberg)