Dubiose Hausbesuche in Weingarten: Waren es Betrüger?

Dubiose Hausbesuche in Weingarten: Waren es Betrüger?
Vergangene Woche waren in Weingarten zwei vermeintliche Handwerker unterwegs. (Bild: picture alliance / Fotostand | Fotostand / Gelhot)

Freier Redakteur
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Weingarten (dpi) – Am Mittwochabend vergangene Woche sorgten zwei Männer in Weingarten für Unsicherheit: Sie hatten an mehreren Wohnungen geklingelt und wollten eine Glasfasermessung durchführen. Eine Masche, oder doch nur Handwerker die ihre Arbeit machen wollten?

Die beiden Männer waren in Weingarten unterwegs und gaben sich als Handwerker aus. Auf Facebook erzählten Betroffene von ihren Erfahrungen mit den beiden vermeintlichen Technikern: „Ich habe sie sofort weggeschickt und nicht in die Wohnung gelassen. Ich fand es ein bisschen unheimlich.“ schreibt die Frau.

In der Benz-, Bosch- und in der Kornblumenstraße sollen die beiden Männer unterwegs gewesen sein. Während sich im Netz mehrere Betroffene austauschten, ist der Polizei bisher nur ein Fall bekannt. „Der Vorfall wurde der Polizei allerdings erst viel später gemeldet.“ so eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Ravensburg auf Anfrage des Wochenblatt.

Ermittler sind sich unsicher ob es eine Betrugsmasche ist

Ob es nun Handwerker oder Betrüger waren, kann die Polizei derzeit nicht sagen. Eine Anfrage bei einem größeren deutschen Telefonanbieter habe sich als nicht zielführend herausgestellt. „Wir wissen nicht, ob die Männer berechtigt unterwegs waren oder ob sie Betrüger sind“ so die Polizei. Eine Fahndung wurde aufgrund der vagen Personenbeschreibung und der späten Meldung nicht durchgeführt.

Wie soll ich mich in solchen Fällen verhalten? Polizei gibt Tipps

Zwar halten sich die illegalen Hausbesuche von Betrügern im Schussental noch in Grenzen und doch kommt es immer wieder vor. „Begehungen von Häusern werden in der Regel von berechtigten Unternehmen vorher angekündigt, sofern tatsächlich Arbeiten anstehen.“ erklärt die Polizei. Sollten Arbeiter unangekündigt vor der Tür stehen, sollte man sich auf jeden Fall den Ausweis zeigen lassen und unberechtigten Personen den Zugang zur Wohnung verwehren. Weiter solle man auf gar keinen Fall Geld wechseln oder etwas unterschreiben. „Betrüger verschaffen sich meist – unter immer neuen Vorwänden – Zutritt zu Wohnungen.“ sagt Daniela Baier, Pressesprecherin des Polizeipräsidiums Ravensburg.

Unter der Website http://www.polizei-beratung.de/ bietet die Polizei in Sachen Haustürbetrug und weiteren Betrugsmaschen Hilfe an.