Der Winterdienst in Friedrichshafen ist startklar

Der Winterdienst in Friedrichshafen ist startklar
Die Räum- und Streufahrzeuge sind für den Winter gerüstet. (Bild: Stadt Friedrichshafen)

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Redaktion

Der Winter klopft an die Tür. Vereinzelt mussten Autofahrer morgens bereits die Scheiben freikratzen. In den Städtischen Baubetrieben sind die Einsatzpläne fertig, das Salzlager gefüllt und die Fahrzeuge gewartet.

Für den Winterdienst stehen acht Räum- und Streufahrzeuge, fünf Schmalspurfahrzeuge und drei Kleintraktoren ausgestattet mit Schneepflügen und Salzstreuautomaten bereit. Es ist also alles startklar, wenn dann die ersten Flocken fallen.

Die Salzsilos und die überdachten Lager in den Städtischen Baubetrieben sind mit 900 Tonnen Streusalz aufgefüllt. Dazu kommen 25 Tonnen Splitt, 25 Tonnen Splitt-Salz-Gemisch, 30.000 Liter Calciumchlorid-Lösung sowie 25 Tonnen Calciumchlorid-Flocken zur Feuchtsalzmischung. Verteilt über das Stadtgebiet stehen insbesondere an Gefahrenstellen und Steigungen an 72 Standorten Streugutkisten mit einem Splitt-Salz-Gemisch. Das Splitt-Salz-Gemisch in den Streugutkisten dient in erster Linie den Handkolonnen der Städtischen Baubetriebe. Zudem können Kraftfahrer das Streumaterial als Anfahrtshilfe nutzen.

Wie in den Vorjahren wird im maschinellen Winterdienst fast ausschließlich Feuchtsalz FS 30 verwendet. Das ist bei wenig Schnee und häufiger Glätte am wirksamsten. In ökologisch besonders sensiblen Bereichen wie der Uferparkpromenade wird ausschließlich Splitt gestreut. An Überwegen, Treppen, steilen Rampen und an Bushaltestellen wird ein Splitt-Salz-Gemisch verwendet. Bei starkem und anhaltendem Schneefall und einer Schneedecke von mehr als drei Zentimeter wird nach einem Räumplan gearbeitet. Bei Glätte und geringem Schneefall kommt der Streuplan zum Einsatz.

Werktags geht es um 4 Uhr los

Bei Glätte und Schneefall rücken die Mitarbeitenden der Städtischen Baubetriebe wochentags um 4 Uhr aus. Ihr Einsatz endet spätestens um 22 Uhr. An den Wochenenden und an Feiertagen beginnt der Räum- und Streueinsatz um 5 Uhr. Zudem ist ein 24-stündiger Bereitschaftsdienst eingerichtet. Zu dessen Aufgabe gehört es, sich über die Wettervorhersagen beim Deutschen Wetterdienst auf dem Laufenden zu halten. Außerdem werden an 16 besonders sensiblen Messpunkten in der Stadt die Straßenbedingungen um 3 Uhr und um 19 Uhr kontrolliert. Wenn es notwendig ist, können die Einsatzfahrzeuge innerhalb von 30 Minuten ausrücken.

Winterdienst in zwei Schichten

Im Winterdienst arbeiten die Mitarbeitenden in zwei Schichten. In jeder Schicht sind 35 Mitarbeitende im Einsatz. Es werden acht Lastkraftwagen und Unimogs, fünf Schmalspurfahrzeuge, drei Kleintraktoren und sieben Mannschaftswagen eingesetzt. Öffentliche Straßen, Wege und Plätze sowie Radwege und Radfahrschutzstreifen werden von den Baubetrieben der Stadt geräumt und gestreut.

Fahrzeuge am Straßenrand behindern Räumfahrzeuge

Probleme machen den Fahrern der Räum- und Streufahrzeuge immer wieder am Straßenrand abgestellte Kraftfahrzeuge. Gerade in besonders schmalen Wohngebietsstraßen gibt es für die mit sperrigen Räumschilden ausgerüsteten Fahrzeuge oft kaum ein Durchkommen. In solchen Fällen können die Straßen nicht geräumt werden. Deshalb sollten die Autofahrer darauf achten, dass ein Durchfahrtsbreite von mindestens drei Metern verbleibt. Die Städtischen Baubetriebe betreuen ein Straßennetz von über 300 Kilometern.

Information zu den Dringlichkeitsstufen:

Dringlichkeitsstufe 1

Zu den Straßen der Dringlichkeitsstufe 1 gehören besondere Gefahrenstellen und sämtliche in geschlossener Ortslage verlaufende Bundesstraßen und andere vorrangige Straßen. Straßen in denen Linien- und Schulbusse fahren sowie alle verkehrswichtigen Hauptverbindungen zu den einzelnen Ortsteilen gehören ebenfalls in die Dringlichkeitsstufe 1. Diese werden von den Mitarbeitern der Städtischen Baubetriebe als erstes bearbeitet.

Dinglichkeitsstufe 2

In die Dringlichkeitsstufe 2 eingestuft sind weitere wichtige Straßen wie die Hauptzubringerstraßen zu den Wohngebieten. Erst wenn die Straßen der Dringlichkeitsstufen 1 und 2 geräumt sind und der Verkehr reibungslos verläuft, werden die Straßen der Dringlichkeitsstufe 3 geräumt.

Dringlichkeitsstufe 3

Zu dieser Kategorie zählen alle Straßen mit geringer Verkehrsbedeutung insbesondere Nebenstraßen in Wohngebieten.

Bei dauerhaft starkem Schneefall werden zunächst ausschließlich die Straßen der Dringlichkeitsstufe 1 und 2 geräumt bis der Verkehr wieder weitestgehend reibungslos verläuft, während die Straßen der Dringlichkeitsstufe 3 vorläufig unberücksichtigt bleiben müssen.

(Pressemitteilung: Stadt Friedrichshafen)