Erheblicher Vermögensschaden erlitten 77-Jähriger über ein Jahrzehnt lang Opfer von Scamming

77-Jähriger über ein Jahrzehnt lang Opfer von Scamming
In Friedrichshafen wurde über 10 Jahre ein 77-Jähriger Opfer von Scammer. (Bild: Pixabay)
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Redaktion

Friedrichshafen (ots) – Rund zehn Jahre lang dürfte ein 77-jähriger Mann dreisten Betrügern aufgesessen sein und dabei einen nicht unerheblichen Vermögensschaden erlitten haben.

Per Mail wurde Geld gefordert

Der Geschädigte war im Jahr 2012 in Afrika tätig und lernte dort einen Mann kennen, mit welchem er Kontaktdaten austauschte. In der Folge wurde der Senior wiederholt per Mail angeschrieben und in eine diffuse Geschichte verwickelt, bei der mehrfach von ihm Geld gefordert wurde, um eine drohende Haft seines flüchtigen Bekannten abzuwenden. Dabei traten unterschiedliche Protagonisten per Mail mit dem 77-Jährigen in Kontakt, so angebliche Anwälte, Richter und Priester.

Über 20.000 Euro in den letzten zwölf Monaten getätigt

In dem gesamten Zeitraum wurde dabei eine bislang nicht bekannte Anzahl von Überweisungen in ebenfalls bisher nicht geklärter Höhe von dem Geschädigten getätigt. Allein in den letzten zwölf Monaten konnten 13 Überweisungen mit einem Gesamtwert von über 20.000 Euro nachvollzogen werden.

Ermittlungen wegen Betrugs

Das Polizeirevier Friedrichshafen ermittelt nun wegen Betruges, der überwiegende Teil des Geldes dürfte jedoch unwiederbringlich verloren sein.

Weitere Fälle in Aulendorf und Ummendorf

Vor etwa vier Jahren lernte ein Mann aus Ummendorf über das Internet eine angebliche Frau in Amerika kennen. Diese gaukelte ihrem Opfer vor, Architektin zu sein und später ihren Job verloren zu haben, daraufhin überwies er ihr Geld.

Ein weiterer Fall ist in Aulendorf bekannt. Hier wurde eine Frau ebenfalls Opfer vom Liebesbetrug. Dem Wochenblatt hat sie ihre Geschichte erzählt: Love-Scamming: Wenn aus Liebe ein Berg Schulden wird

Die Polizei warnt

Die Polizei warnt vor der sogenannten Betrugsmasche des „Scammings“, bei der die Täter immer ähnlich, allerdings in wechselnden Varianten vorgehen. Informationen dazu und Tipps, wie man sich schützen kann, finden sich auf der Homepage der Polizeilichen Kriminalprävention unter https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/scamming/.

(Quelle: Polizeipräsidium Ravensburg)