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Zu warm und ordentlich Regen Wetterstatistik der Wetterwarte Süd für Oktober 2026

Auch der Oktober liegt was die Temperaturen anbelangt deutlich über dem Mittelwert. Es fiel zwar immer wieder mal Regen, der die Trockenheit jedoch allenfalls etwas lindern konnte. Alle anderen Wetterparameter lagen zumeist im langjährigen Durchschnitt.

Lesezeit 2 Minuten
Sonnenstrahlen fallen über bewaldete Hügel auf ein nebelverhangenes Tal mit bunt gefärbten Herbstbäumen.
Goldene Herbsttage und zäher Nebel prägten den Oktober. Laut Wetterwarte Süd war der Monat insgesamt rund eineinhalb Grad zu warm. (Symbolbild: Mike_Pellinni / iStock / Getty Images Plus)

An vielen, doch bei weitem nicht allen der 280 Wetter- und Niederschlagsstationen im Messnetz der Wetterwarte Süd war dieser Oktober der erste Monat nach dem Februar mit einer überdurchschnittlichen Niederschlagsmenge.

Besonders im Bereich der Westalb gab es einiges an Nass. So verbuchte Leo Hoffmann in Winterlingen ganz beachtliche 121,8 Liter/m². In Meßstetten-Appental, 900 Meter über dem Meeresspiegel gelegen, prasselten in der Nacht auf den 05. bei einem heftigen Gewitterguss 73 Liter Wasser auf den Quadratmeter, der bundesweit höchste Tageswert in diesem Monat. Auch von der Bergerhöhe bei Wangen, aus Waldburg und Wolfertschwenden im Unterallgäu wurden über 100 Liter/m² gemeldet.

An ungefähr einem Drittel der Messstationen wurde das Regensoll allerdings nicht erreicht, so vor allem an der Donau, flussabwärts etwa ab Ehingen, in der Göge, auf der Ostalb und in Teilen Oberschwabens. Von einigen Ausnahmen abgesehen auch im Allgäu und am Bodensee.

Angesichts des in den Vormonaten aufgelaufenen, gewaltigen Niederschlagsdefizits war dies jedenfalls lediglich der vielzitierte Tropfen auf den heißen Stein. Flächendeckend gesehen hätte es gerne wesentlich mehr sein dürfen, ja müssen! Am Bodensee und an zahlreichen Bächen und Flüssen herrschte Ende des Monats nach wie vor ausgeprägtes Niedrigwasser, weshalb die Wasserentnahmeverbote aus öffentlichen Gewässern verlängert wurden.

Tiefste Temperatur am 13.: + 0,1°C (+ 1,0°C)
Höchste Temperatur am 07.: + 24,1°C (+ 19,7°C)
Durchschnittliche Monatstemperatur: + 10,5°C (+ 8,9°C)
Monatssumme des Niederschlags: 78,2 mm (45,8 mm)
Gesamtsonnenscheindauer: 100,2 Stunden (101,5 Stunden)
 
(Die Messwerte beziehen sich auf die Wetterzentrale in Bad Schussenried,
die Zahlen in Klammern geben die Vorjahreswerte an!)

Nach einem exorbitant warmen/heißen Sommer lagen die Temperaturen auch im Frühherbst weit über den jahreszeitüblichen Werten, bis zum 17. Oktober noch um etwa vier Grad. Dabei ging es gleich zu Monatsbeginn sowie am 07. sogar nochmals knapp über die Sommermarke von 25 Grad, unter anderem in Tuttlingen, Ravensburg, Mittelbiberach-Reute und Mindelheim. Den Spitzenwert verzeichnete Herretshofen mit 25,9°C.

Doch anschließend kam die Witterung in die Spur und passte sich der Jahreszeit an. Die richtig warmen Tage waren gezählt, das Wetter war in der Normalität angekommen und der Nebel zog ins Land.

Während auf den Berghöhen meist schon von Tagesbeginn an die Sonne schien, musste sie sich in den Niederungen erst einmal durch das teils recht zähe Boden- und Hochnebelgrau durchkämpfen. Aber auch hier konnte man den einen oder anderen goldenen Oktobertag genießen.

Unterm Strich war dieser Oktober letztendlich rund eineinhalb Grad zu warm. Die Sonnenscheindauer lag vielerorts ziemlich genau in der Norm oder etwas darüber.

85 Prozent des Jahres sind vorüber und es war bislang markant zu warm, außergewöhnlich sonnenscheinreich und signifikant zu trocken. Wenn es in den kommenden Wochen nicht noch richtig kalt und nass werden wird, dann ist abzusehen, dass 2026 als Rekordjahr in die Statistiken der Meteorologie eingehen wird, zumindest mal hierzulande!

WWS-roro

Schlagwörter

Transparenz

Erstmals veröffentlicht
03.11.2026, 13:05 Uhr

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